Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nach der Ausbildung

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nach der Ausbildung - Stefan Dassler
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nach der Ausbildung - Stefan Dassler
ABM sind Maßnahmen für Arbeitslose für den Wiedereinstieg in eine Beschäftigung. Sie sind nur auf Vorschlag der Agentur für Arbeit möglich.

Diese Maßnahmen sind zeitlich befristet und dauern meist sechs bis zwölf Monate. Es handelt sich in der Regel um qualifikationslose beziehungsweise um sehr niedrig qualifizierte Jobs – meist gemeinnützige Arbeiten. ABM-Träger können beispielsweise kommunale Beschäftigungsgesellschaften, Vereine und Sozialverbände sein.

Beispiel für eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

Konkret kann ein Verein oder Verband eine ABM-Kraft für die Organisation seiner Bibliothek (Buchausleihe, Kategorisierung der Neuanschaffungen, Verwaltung der Bibliothek) beantragen.

Zuschüsse bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Allerdings werden seit der Einführung des Arbeitslosengeld II und den damit auch stärker genutzten Ein-Euro-Jobs die ABM-Mittel weitgehend zugunsten der günstigeren Jobs umgestellt.

Bei einer ABM-Stelle werden von der Agentur für Arbeit Zuschüsse zu den Lohnkosten erbracht. Sie bemessen sich nach der Art der Tätigkeit des geförderten Arbeitnehmers in der ABM. Im Folgenden finden Sie die unterschiedlichen Zuschüsse:

Keine Ausbildung: 900,00 €.

Eine Ausbildung in einem Ausbildungsberuf: 1.100,00 €.

Eine Aufstiegsfortbildung: 1.200,00 €.

Eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung: 1.300,00 €.

Auszug aus einem Internetforum zum Thema „Pro und Contra ABM-Maßnahmen“:

Frage: Warum hört man eigentlich so wenig positives von ABM-Projekten – Arbeitsbeschaffung genannt – bei 5 Millionen Arbeitslosen?

Antwort des Forum-Teilnehmers Stephan:

Kurz gesagt, weil es ein „Schweinegeld“ kostet und aus Sicht der Volkswirtschaft nichts bringt beziehungsweise sich sogar negativ auswirkt. Aus der Perspektive der Betroffenen sind ABM natürlich nicht schlecht, da man sich nicht vollkommen nutzlos vorkommt und ein bisschen Geld in der Tasche hat. Gleichzeitig lassen sich auch die beruflichen Kenntnisse „konservieren“ (wenn man nicht gerade die Straße fegt), so dass man seine Qualifikation für den Arbeitsmarkt nicht verliert.

Andererseits verdrängen subventionierte ABM-Stellen, Jobs in der freien Wirtschaft. So wird ein Unternehmen bestehend aus ABM’lern seine Preise, aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten, derart absenken können, dass die nicht subventionierte Konkurrenz, die sich so gerade noch halten kann, nicht mehr mithalten kann und den Bach runtergehen wird. Das heißt entweder entstehen gar keine neuen Stellen oder es kommen noch ein paar Arbeitslose dazu (was wahrscheinlicher ist).

(Quelle: http://www.wer-weiss-was.de/theme637article2263740.html vom 03.12.2008)

Egal wie man zum Thema ABM eingestellt sein mag, ABM ist eine Chance für Langzeitarbeitslose für die Wiedereingliederung in eine Beschäftigung und man kann sich ein geringes Einkommen sichern. ABM ist um ein Vielfaches besser als kein Job und keine Arbeit. Informieren Sie sich bei Ihrer Agentur für Arbeit über ABM-Träger.

Trainingsaufgaben:

1. Recherchieren Sie im Internet nach konkreten Beispielen für ABM und suchen Sie Erfahrungsberichte dazu.

2. Lesen Sie die Broschüre/das Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit zum Thema „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Träger und Arbeitnehmer“ bei unten genannter Internetadresse. Erstellen Sie nun ein Mind Map (Gedankenlandkarte), in dem Sie in die Mitte eines Blatt Papiers den Begriff „ABM“ schreiben. Davon ausgehend verwenden Sie Pfeile zu Unterthemen wie „Förderziele“, „Träger“, „Voraussetzungen“, „Dauer, Art und Höhe der Förderung“ und „Personenkreis“. Notieren Sie zu den Unterthemen die wichtigsten Informationen.

3. Erstellen Sie eine PRO und CONTRA Liste zum Thema ABM. Recherchieren Sie zusätzlich im Internet mit einer Suchmaschine (beispielsweise http://www.google.de).

Stefan Dassler, Dipl.-Handelslehrer, Stefan Dassler

Stefan Dassler - Dipl.-Handelslehrer (Studium der Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Organisationspsychologie an der Universität ...

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