
- Deutsche am Arc-Tag: Amaron könnte ... - Frank Sorge
Der Arc-Tag am 2. Oktober 2011 ist der wichtigste Renntag des Jahres in Europa. Neben dem Arc als inoffizieller Weltmeisterschaft über die Derbydistanz, an der die Topstute Danedream teilnehmen könnte, kommen dabei sechs weitere Rennen der höchsten Kategorie zur Austragung. Ein Blick auf den aktuellen Stand der Nennungslisten von "France Galop" zeigt, dass in allen auch deutsche Pferde zu sehen sein könnten.
Tres Rock Danon geht in den Prix du Cadran
Den Auftakt macht das Steher-Examen des Tages. Im Prix du Cadran über die Distanz von 4.000 Metern treffen sich die "Marathonläufer" unter den Galoppern. Aus Deutschland könnte dabei Tres Rock Danon von Waldemar Hickst an den Start kommen. Der beste Extremsteher hierzulande steht allerdings vor einer sehr schweren Aufgabe. Seine beiden diesjährigen Ausflüge ins Nachbarland endeten jeweils auf dem achten Platz. Das Feld sieht diesmal mit möglichen Gegnern wie Fame and Glory, Shamanova oder Kasbah Bliss eher noch stärker aus.
Zwei Kandidaten für den Prix de L'Abbaye de Longchamp
Ein Duo könnte sein Glück im Rennen für die schnelle Garde suchen. Im Prix de L'Abbaye de Longchamp über 1.000 Meter sind die schnellsten Pferde Europas angesprochen. Eine Startberechtigung besitzen noch Smooth Operator aus dem Stall von Mario Hofer, sowie War Artist von Michael Klug. Beide gehören in diesem Feld eher zu den Außenseitern. Sollte sich War Artist allerdings seiner Bestform erinnern, hätte er durchaus Chancen. Der inzwischen Achtjährige war 2009 schon einmal Dritter in diesem Rennen. Zudem stehen aus diesem Jahr zwei weitere Platzierungen auf höchster Ebene zu Buche. Ob er daran noch zu messen ist, bleibt abzuwarten.
Zweijährige aus Deutschland im Marcel Boussac und Lagardere?
Erstaunlicherweise könnten auch in den beiden wichtigen Zweijährigenrennen jeweils deutsche Kandidaten an den Start gehen. So hat Enjoy the Life nach ihrem Maidensieg von ihrem Betreuer Mario Hofer gleich eine Nennung für den Prix Marcel Boussac über 1.600 Meter für die Stuten erhalten. Zuletzt musste sie allerdings bereits in einem Gr. 3-Rennen als Siebte erste Grenzen bekennen. Da sich im "Boussac" meist die Elite der französischen Stuten tummelt, dürfte die Aufgabe noch schwerer als zuletzt sein. Hofer könnte auch im Hengste-Pedant, dem Prix Jean-Luc Lagarde, dem ehemaligen Grand Criterium, vertreten sein. Für das wichtigste Zweijährigenrennen Frankreichs über 1.400m kommt aus seinem Stall Final Destination in Frage, der seinen bislang einzigen Start in einem Maidenrennen in Deauville siegreich gestalten konnte.
Anderer möglicher deutscher Kandidat ist Amaron. Er wird von Andreas Löwe in Köln trainiert und ist noch ungeschlagen. Nach seinem Debüt im Kölner Oppenheim-Rennen auf Listenebene, gewann er zuletzt auch das Zukunftsrennen (Gr. 3, 1.400m) in Baden-Baden. Trotz der guten Formen dürfte er in diesem Feld nur Außenseiter sein.
Im Prix de la Foret könnten Alianthus und Stark Danon auf Goldikova treffen
Eine extrem schwere Aufgabe könnten die beiden deutschen Vertreter für den Prix de la Foret (Gr. 1, 1.400m) bekommen. Sollten Alianthus und Stark Danon antreten, treffen sie auf die Ausnahmestute Goldikova. Inmortal Verse und Moonlight Cloud sowie der englische Gast Dream Ahead als weitere Gruppe-1-Sieger erschweren die Aufgabe zusätzlich. Eine Platzierung wäre eine Sensation.
Eine solche wäre sicher auch eine Platzierung im Prix de L`Opera. Das den Stuten vorbehaltene Rennen über 2.000 Meter schließt den Tag ab. In Frage kommen aus hiesigen Ställen Djumama, Elle Shadow und Julie´s Love sowie Not for Sale. Während die diesjährige Diana-Zweite Djumama und Elle Shadow, die 2010 ebenfalls Zweite des klassischen Preis der Diana war, eventuell um ein kleines Platzgeld mitsprechen könnten, wären die beiden anderen nach bisherigen Formen wohl überfordert.
