Die bildliche Darstellung fertiger Bauprojekte ist in der Architektur von großer Bedeutung. Wer seine Referenzen darstellen will oder in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, sollte über hochwertige Abbildungen der entsprechenden Gebäude verfügen. Mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen lassen sich zudem auf leichte Weise Fotomontagen, die Aufschluss über das zukünftige Aussehen einer Baumaßnahme geben, erstellen.

Professioneller Fotograf oder Laie?

Sollen qualitätiv hochwertige Fotos eines bestehenden Bauwerkes entstehen, gilt es eine Reihe an unterschiedlichen Aspekten zu berücksichtigen. Hierzu gehören nicht nur Lichteinfall und das Wetter, sondern auch das Personen- und Fahrzeugverkehrsaufkommen. Aus diesem Grund stellt die Architekturfotografie einen äußerst anspruchsvollen Fachbereich dar. In diesem Kontext stellt sich natürlich die Frage, ob man einen professionellen Fotografen hinzuziehen sollte. Generell lässt sich sagen, dass bei besseren Fotos für die visuelle Dokumentation Digitalkameras ab einer Größe von 5 Megapixel eingesetzt werden. Wer sich jedoch eine detaillierte Abbildung des Originals wünscht, sollte entweder eine geübte Fachkraft beauftragen oder über eine entsprechende Ausrüstung verfügen.

Die richtige Ausrüstung für hochwertige architektonische Aufnahmen

In der Architekturfotografie kommen fast immer Großformatkameras zum Einsatz. Hierunter versteht man Geräte, die über ein Aufnahmeformat ab 9 x 12 cm verfügen. Viele Aufnahmen haben jedoch eine Größe von 10,5 x 12,7 cm oder 20,3 x 25,4 cm. Eine Bedeutende Aufgabe kommt außerdem dem Objektiv zu. Dasselbe nimmt nämlich bei der Abbildung der Perspektive einen wichtigen Stellenwert ein. Generell wird zwischen Normal-, Weitwinkel- und Tele-Objektiven unterschieden. Bei der Auswahl muss darauf geachtet werden, dass die Verzeichnung gering bleibt. Das Objektiv sollte des Weiteren über einen großen Bildwinkel verfügen. Abzuraten ist von den so genannten Zoom-Objektiven. Bei diesen kommt es nämlich im Bild des Öfteren zu Fehlern im Weitwinkelbereich. Auch die maximale Größe der Blende kommt nicht an die einer Festbrennweite heran. In der Architekturfotografie erfreuen sich die Shift- und Tilt-Objektive großer Beliebtheit. Bei diesen kann man die Optik verschieben und kippen, ohne dass die Kamera selbst bewegt werden muss. Dies ist vor allem bei wenig Bewegungsspielraum von Vorteil. Auf diese Weise kann der Fotograf stürzenden Linien ganz einfach entgegenwirken. Einen negativen Aspekt stellt der hohe Preis der Shift- und Tilt-Objektive dar. Aus diesem Grund sollte man überlegen, ob sich eine Ausgabe in dieser Höhe wirklich lohnt. In den meisten Fällen lassen sich nämlich auch mit lichtstarken Normalobjektiven und einem guten Bildbearbeitungsprogramm passable Ergebnisse erzielen. Wer außerdem verschwommene Aufnahmen vermeiden will, sollte sich ein Stativ zulegen. Hochwertige Produkte sind bereits ab einem Preis von 100€ erhältlich.

Quellen:

Behanek, Marian. Architekturfotografie: Selber machen oder machen lassen?. In: Fachmagazin Architektur. April/Mai 2012. Heftnr.: 03.

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