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Asthmamanagement mit AsthmaCheck, einer App für Mobilgeräte

Mobiles und einfaches Asthmamanagement.  - © asthmacheck.de
Mobiles und einfaches Asthmamanagement. - © asthmacheck.de
Wer iPhone, iPod touch, iPad oder Google Android sein eigen nennt, kann mit der kostenlosen App AsthmaCheck sein Asthma einfach, schnell und mobil managen.

Die Behandlung des Asthmas hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Medikamente haben sich verbessert, die gesundheitlichen Einschränkungen für Asthmatiker sind geringer geworden, ebenso die Nebenwirkungen der Medikamente. Und die Patienten werden immer mehr als Partner des Arztes wahrgenommen und behandelt. Man hat nämlich erkannt, dass ein gutes Asthmamanagement die Lebensqualität von Asthmatikern nachhaltig verbessert und weniger gesundheitliche Komplikationen mit sich bringt.

Was ist Asthma und was gilt heute als Therapieziel?

Jedes Asthma ist eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung, die Gründe dafür sind verschieden. Therapeutisch versucht man, die Entzündung so gut wie möglich unter Kontrolle zu bringen, entsprechend spricht man heute auch von Kontrollstufen bei allen Asthmaformen: kontrolliert, teilweise kontrolliert, unkontrolliert. Das Ziel der medizinischen Bemühungen ist die Reduzierung der asthmatischen Entzündung und einer damit gleichzeitig einhergehenden Symptomfreiheit, einer normalen Lungenfunktion und einer optimalen Basismedikation.

Der aufgeklärte Asthmatiker hat also eine Menge zu tun in Sachen Asthmamanagement: Auslöser meiden, Sport treiben, nicht rauchen, Medikamente nach individuellem Stufenplan nehmen, Atemtherapie und Überwachung diverser Parameter, die ihm darüber Auskunft erteilen, wie es seinen Atemwegen geht. Und hier gibt AsthmaCheck eine wertvolle Hilfe. Die mit Hilfe von Pneumologen entwickelte Software erlaubt die Eingabe diverser individueller Werte, die dann grafisch umgesetzt auf einen Blick erkennen lassen, ob beim Asthma alles im grünen Bereich ist, im gelben oder schon im roten - dann müssen ärztliche Maßnahmen ergriffen werden.

Personalisieren und Eingeben von Messdaten in AsthmaCheck

Das Programm kann nach dem Download im Dashboard personalisiert werden, dies umfasst persönliche wie auch asthmaspezifische Daten. So können zum Beispiel Name und E-Mail des behandelnden Arztes gespeichert werden, mit dem Ziel, die Verlaufsdaten direkt in die Praxis zu schicken, zum Beispiel als Grundlage für Anpassungen im Stufenplan. Auch die einzunehmenden Medikamente kann man hier mit den dazugehörigen Dosierungen eingeben, das geht mit der Basismedikation, aber auch mit den Notfallmedikamenten.

Neben den feststehenden Daten kann der Benutzer seine Peakflow-Werte für den jeweiligen Tag eingeben, sie werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert. Zudem können auch die eingenommenen Basismedikamente täglich protokolliert werden und die eventuell verwendeten Notfallmedikamente eingetragen werden. Ebenfalls auf der gleichen Oberfläche kann man eintragen, ob man "keine", "wenige" oder "starke" Beschwerden hatte und "kein", "wenig" oder "viel" Sport getrieben hat.

Was kann AsthmaCheck, was mit einem normalen Asthma-Tagebuch nicht möglich wäre?

Ein Asthmatiker führt im Normalfall ein Asthma-Tagebuch, ein kleines Papierheft, in dem all die Dinge notiert werden, die bislang genannt wurden. Die Auswertung dieser Daten und die Auswahl der daraufhin abgestimmten Medikation nimmt der Patient selber vor und ist damit gleichzeitig die bedeutendste Fehlerquelle. In der mobilen Variante sind diese Fehler schlechter möglich, da die Software die Messdaten grafisch so geschickt darstellt, dass man sich anstrengen müsste, sie falsch zu interpretieren. Die für das Asthma relevanten Werte werden im bewährten Ampelsystem dargestellt. Bei grün ist alles in Ordnung, gelb ist der Warnbereich, der nächste Schritt des Stufenplans muss umgesetzt werden, bei rot ist unmittelbarer ärztlicher Rat notwendig.

Der Symptomcheck nach GINA (Welt Asthma Organisation)

Mit der Software kann man auch ohne große Überlegung und Auswertung der Daten prüfen, ob die Atemwege in Ordnung sind. Im Symptom Check nach GINA werden fünf Fragen auf einer gesonderten Oberfläche gestellt, die beantwortet werden müssen, der Katalog der Fragen und die Auswertung der erreichten Punkte sind aus dem Behandlungsschema der Welt Asthma Organisation übernommen. Nach Beantwortung der Fragen sieht man auf einen Blick, ob das Asthma unter Kontrolle ist oder nicht. Diese Werte kann man speichern oder ebenfalls dem behandelnden Arzt schicken.

Gefragt, und je nach Antwort mit unterschiedlichen Punktzahlen bewertet, wird, wie oft das Asthma an der Ausübung der üblichen Tätigkeiten gehindert hat, wie oft man unter Kurzatmigkeit litt, wie oft man nachts oder morgens früher als gewöhnlich asthmabedingt aufwachte, wie oft man das Notfallmedikament benutzt hat und ob man sein Asthma unter Kontrolle hatte.

Die Benutzerfreundlichkeit von AsthmaCheck

Die Oberfläche und die Möglichkeiten der Personalisierung von AsthmaCheck machen die Benutzung der Software sehr einfach. Die Grafiken und Symbole sind einfach zu erkennen und schlüssig angeordnet, die Benutzerführung durch das Programm ist ebenfalls sehr einfach. Nur für den Download und die Übertragung der Daten per Mail braucht man eine Internetverbindung, das Programm an sich läuft auch offline auf den Endgeräten. Das Programm ist circa 1,9 MB groß, kostenlos, kann unkompliziert heruntergeladen und installiert werden. Das Programm ist auf Deutsch und Englisch zu haben und benötigt , aktuelle Firmware von OS3 aufwärts ist hierfür nötig. Die Android-Variante funktioniert mit 2.1 und höher.

AsthmaCheck kann im Wesentlichen nichts, was das alte Asthma-Tagebuch nicht auch schon konnte, aber es braucht weniger Einarbeitung in das Thema, die Gefahr von Benutzungsfehlern oder Fehlinterpretationen ist geringer, es spart Zeit und die Auswertung der Daten und der folgenden Schritte ist übersichtlicher. Und natürlich ist so eine App einfach schicker. Wenn das bedeutet, dass mehr Asthmatiker es auch schick finden, ihre Krankheit in die Hand zu nehmen, warum nicht.

Hätte Darth Vader schon Mobiltechnologie gehabt, er hätte sein Asthma sicher mit dieser App gemanagt.

Bildnachweis: © asthmacheck.de

Bitte beachten Sie, dass Suite101-Artikel generell einen fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – nicht ersetzen können!

Manuela Käselau, www.valeriewagner.de

Manuela Käselau - Schreiben zu können fand ich gleich nach dem Erlernen desselben eine prima Sache. Und mit der Anwendung hat es dann auch gleich recht ...

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