Am letzten Wochenende im Mai 2011 fand in München wieder eine Großdemonstration für die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke statt. Unter dem Motto "Beschleunigung der Energiewende" traten deutschlandweit wieder Menschen zusammen und votierten für das Recht auf Mitbestimmung in der Demokratie. X-Tausende Menschen widersetzen sich gemeinsam dem „Wiederanfahren“ der Atomkraftwerke mit großen, gewaltfreien Blockaden und Aktionen direkt vor den Toren der Kraftwerke. In der Botschaft an Regierung und Atomkonzerne hieß es: "Wir wollen kein vorübergehendes Abschalten, sondern eine Stilllegung aller Atomkraftwerke. Wir werden nicht locker lassen, bis auch der letzte Reaktor endgültig vom Netz gegangen ist."

Atomkraft ist eine lebensfeindliche Technologie

Gründe, sofort aus der Atomkraft auszusteigen, gibt es schon seit Jahrzehnten. "Wieder aufgerüttelt durch die Reaktorunfälle in Fukushima wurden uns diese tödlichen Gefahren der Risikotechnologie wieder vor Augen geführt" sagen heute, nach dem Unglück in Japan, Millionen von Bürger. Als Reaktion auf die Proteste hat die deutsche Regierung nun eingelenkt und mit der Abschaltung von sieben Meilern ein Zeichen in diese Richtung gesetzt. In der konkreten Zusage und der gesetzlichen Verankerung für die Zukunft soll mit dem Jahr 2022 die Abschaltung aller Kernkraftwerke für Deutschland Wirklichkeit werden. Deutschland wird damit ein globales Zeichen für die erneuerbaren Energien setzen und die Weltpolitik in dieser Richtung in Bewegung halten. „Sollten Betreiber und Regierung sich ein Umschwenken in Richtung längerer Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke offen halten, und die Anlagen nach Ablauf des Memorandums Mitte Juni 2011 wieder anfahren, ist deutschlandweiter Protest garantiert,“ sagen die Bürgerinitiativen.

Bayerns Bürger wollen, dass Atomkraft Geschichte wird

Der Bund Naturschutz und die Münchner Grünen riefen für die Menschen in der bayerischen Landeshauptstadt zur gemeinsamen Demonstration auf. Mit Katharina Schulze und Sebastian Weisenburger von den Münchner Grünen waren am 28. Mai 2011 auch die Stadtvorsitzenden vor Ort. In Verknüpfung mit dem 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl zeigten die Münchner erneut diesen bekannten Zusammenhang auf. Wir verlangen von der Regierung die Abschaltung der Atomkraftwerke. Die Katastrophe in Fukushima hat erneut gezeigt, dass Atomkraft unbeherrschbar ist. Und: „der Bericht der Reaktorkommission in Deutschland hat bewiesen, dass kein deutsches Atomkraftwerk gegen einen Flugzeugabsturz sicher ist“, erklärt Sebastian Weisenburger und ergänzt „dieses Risiko haben die Bürgerinnen und Bürger erkannt, die Regierung muss handeln. Katharina Schulze: „Die Zukunft der Energieversorgung liegt bei den erneuerbaren Energien. Noch länger auf Atomkraft zu setzen blockiert den Ausbau derselben. Die Bürger Münchens haben das erkannt und waren am 28. Mai auf der Straße, um der Regierung deutlich zu machen: „Keine faulen Deals mit den Atomkonzernen mehr, wir möchten sauberen Strom!“

Quellen: X-tausendmalquer.de 29451 Dannenberg, Grüne München