"Attandarra" baut die Stadt Attendorn spielerisch neu auf

Titelbild Attandarra - Horst Rokitte
Titelbild Attandarra - Horst Rokitte
Horst Rokitte erfindet Spiele. „Attandarra" ist das erste Spiel, das er selbst auf den Markt gebracht hat. Ein zweites ist bereits in Arbeit.

Wie wird man eigentlich Spielerfinder? Entweder man kommt schon mit diesem Tüftler-Gen auf die Welt, oder aber man traut sich etwas mehr als alle anderen. Wie zum Beispiel Horst Rokitte. Er war früher mal Programmierer, ist aber eigentlich Diplom Kaufmann und arbeitet in der Erwachsenenbildung. Er hat sich ein Spiel ausgedacht, einen Verlag gegründet und sein Spiel auf den Markt gebracht. In seiner Freizeit.

Mit Fantasie zum eigenen Spiel

Dazu braucht man viel mehr als nur Fantasie. Dazu braucht man andere Spielerfinder im Bekanntenkreis die immer wieder zum Probe-Spielen vorbeikommen und mit Rat und Tat zur Seite stehen und eine große Portion Durchhaltevermögen: Von der Idee bis zum fertigen Spielekarton vergingen zwei ganze Jahre. Dazwischen liegt viel eigene Arbeit, aber natürlich auch die Hilfe von echten Profis, einem Designer für das Layout zum Beispiel und auch einem Spieleherrsteller, der für Rokitte 1000 Exemplare seines eigenen Spieles hergestellt hat.

Attendorn war Vorbild

„Attandarra“ heißt das fertige Werk nun und hat ganz eindeutige optische Bezüge zu der Heimatstadt des Erfinders: Attendorn. „Attandarra“ ist ein taktisches Aufbauspiel in dem der Zufall fast keine Rolle spielt. Die zwei bis vier Spieler sollten strategisch denken können und am Besten voraussehen lernen, was ihre Gegner in den nächsten Zügen so planen, denn es gilt, eine eigene Stadt aufzubauen. Man baut Kirchen und Bürgerhäuser ebenso wie Hospitäler und Stadttore, Wiesen und einen Teich für die Feuerwehr. Punkte gibt es für gute Strategie und Stadtplanung. Wer sich dann sicher genug fühlt und glaubt, eine Stadt bauen zu können, der kann in einer etwas schwereren Variante Pest, Feuer und Plünderungen über seine mühselig erbaute Stadt herfallen lassen. Gut, dass es einen Feuerwehrteich gibt, oder ist der etwa noch nicht fertig gebaut? Und was ist mit dem Hospital? Hätten die Bürger etwa besser vor der Pest geschützt werden können? Schade nur, dass man es nicht wirklich auf den Zufall schieben kann, sondern zugeben muss, dass man sich verplant hat, denn Glück spielt hier nicht mit.

Spielemesse in Essen

Wer sich einmal selbst am Aufbau von „Attandarra“ versuchen möchte, der kann sich ein Spiel auf der Verlagshomepage bestellen. Wer das Spiel erst einmal probespielen möchte, der hat natürlich auf der SPIEL in Essen eine Chance dazu. Dieses Jahr findet die größte Messe rund um das Gesellschaftsspiel wie immer in der Messe Essen vom 21. bis 24. Oktober 2010 statt und „Attandarra“ wird auch dabei sein.

Und da Horst Rokitte ein fleißiger Spieleerfinder ist, hat er schon an seinem nächsten Spiel gearbeitet. Es wird „Handel und Händel“ heißen und ebenfalls einen Bezug zu seiner Heimatstadt Attendorn haben. Aber der Inhalt des Spiels wird nicht mit „Attandarra“ zu vergleichen sein. Man darf gespannt sein.

"ATTANDARRA" - Brettspiel für 2 - 4 Spieler, Preis: 27,50 Euro

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