
- Der neue Audi A7 - Audi AG
Die Pinakothek der Moderne in München war am Montagabend Schauplatz einer ganz besonderen Premiere: Die Audi AG präsentierte in Anwesenheit handverlesener Gäste, der Weltpresse und ihres Vorstandes den neuen Audi A7. Das Oberklassefahrzeug folgt dem Grundkonzept des Audi A5 Sportback und bietet vier Türen, Fließheck sowie eine große Heckklappe. Doch anders als beim kleineren Bruder bildet der am 26. Juli 2010 vorgestellte Neuling eine eigenständige Modellreihe, mit der der Autohersteller die Lücke zwischen den Limousinen Audi A6 und dem neuen Audi A8 schließen möchte.
Der neue Audi A7: Eine erste Inaugenscheinnahme
Der neue Audi A7 Sportback schreibt die Designlinie des Hauses unverändert fort. Er wirkt dem kleineren Audi A5 wie aus dem Gesicht geschnitten. Obwohl zwischen Audi A6 und Audi A8 positioniert, kann der künftige Fahrer eines Audi A7 damit rechnen, dass er für den Besitzer des kleineren A5 gehalten wird. Da A5 und A7 auch von der Motorleistung her in ähnlichen Regionen zu Hause sind, stellt sich Fachleuten die Frage, ob eine stärkere Differenzierung im Design nicht angeratener gewesen wäre. Und sei es nur dadurch, dass die ausgeprägtere Frontschürze und der Grill der bereits in Detroit vorgestellten Studie beibehalten worden wäre.
Der neue Audi A7: Ein Blick auf die Details
Wie beim Audi A5, so hat auch der Audi A7 rahmenlose Seitenscheiben. Im Fließheck steckt ein Kofferraumvolumen von 500 Litern. Natürlich ist die Rückbank umklappbar. Eine schmale dritte Bremsleuchte zieht sich fast über die vollständige Breite des Heckfensters. Der Radstand des knapp fünf Meter langen Audi A7 entspricht demjenigen der kommenden Generation des Audi A6. Ein ausfahrbarer Heckspoiler verbessert den Anpressdruck des Audi A7 bei höheren Geschwindigkeiten. Das Heck weckt in seiner Linienführung Erinnerungen an das legendäre Audi 100 Coupé aus den 1970er-Jahren.
Der neue Audi A7: Edles Interieur entspricht den Erwartungen an die Oberklasse
Genauso wie schon beim neuen Audi A8 bietet das Interieur sehr viel Edelholz, Leder, edlen Metallglanz an den Schaltern sowie Bedienelementen und damit das Niveau einer Oberklasselimousine. Da der Audi A7 sich gegen Konkurrenten wie den Porsche Panamera oder Mercedes CLS wendet, musste Audi diesen Weg auch einschlagen. Die Abdeckung der Instrumente ist stark gebogen; die Rundinstrumente liegen sehr tief im Armaturenträger und sind mit Chromringen umfasst. Ein Infodisplay findet sich genau im Blickfeld des Fahrers. Langweilig dagegen wirken die glatten Verkleidungen der Türen innen. Die Beinfreiheit hinten ist sehr gut.
Der neue Audi A7 Sportback ist werksseitig sehr gut ausgestattet
Komfortklimaautomatik, das schlüssellose Starten über die Engine-Start-Stopp-Taste, das Multifunktions-Lederlenkrad im Vierspeichen-Design, die Xenon Scheinwerfer, die LED-Heckleuchten, das MMI Radio mit dem 6,5 Zoll-Monitor, die elektromechanische Parkbremse, die elektrische Heckklappe, die 18 Zoll-Leichtmetallräder und eine Akustik-Frontscheibe sind ebenso Serie wie das Sicherheitspaket mit je zwei Front-, Seiten- und Kopfairbags, vier Gurtstraffern und integralem Kopfstützensystem. Head-up Display, Parkassistent, zwei Ambiente-Lichtpakete sowie heizbare und kühlbare Komfortsitze kosten Aufpreis.
Der neue Audi A7: Das Motorenprogramm umfasst zwei Benziner und zwei Diesel
Alle Motoren arbeiten mit einem Thermomanagement, einem Rekuperationssystem zur Rückgewinnung von Bremsenergie und einem Start-Stopp-System. Einstiegsmotorisierung ist der 2.8 FSI, der 204 PS (150 kW) bei 5.250 Umdrehungen pro Minute leistet und 280 Newtonmeter (Nm) Drehmoment zur Verfügung stellt. Audi liefert ihn in der Kombination mit S-tronic und Allradantrieb aus. Der A7 Sportback 2.8 FSI quattro spurtet in 8,3 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde und erreicht 235 Stundenkilometer. Im Mittel verbraucht er nur 8,0 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer, entsprechend 187 Gramm CO2 pro Kilometer.
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Beim Top-Benziner, dem 3.0 TFSI, verdichtet ein Kompressor die Ansaugluft, der die Effizienz und die Performance steigert. Der Dreiliter-V6 kommt auf 300 PS (220 kW) bei 5.250 bis 6.500 Umdrehungen pro Minute und stellt ein Drehmoment von 440 Nm parat. Der Kompressormotor, der in Europa fest an die S-tronic und den quattro-Antrieb gekoppelt ist, verleiht dem fünftürigen Coupé nach Herstellerangaben die Performance eines Sportwagens. Der Standardsprint ist in 5,6 Sekunden erledigt, bei 250 Stundenkilometer endet der Vortrieb im Begrenzer. Der Normverbrauch beschränkt sich auf 8,2 Liter pro 100 Kilometer (190 Gramm CO2/km).
Der neue Audi A7 erhält brandneue Dieselmotoren
Der 3.0 TDI steht in zwei Varianten zur Wahl. In der stärkeren von ihnen gibt der große Diesel, der von Grund auf neu entwickelt wurde, 245 PS (180 kW) von 4.000 bis 4.500 Umdrehungen pro Minute sowie 500 Nm Drehmoment ab. Die S-tronic und der quattro-Antrieb sind auch hier Serie. Die Beschleunigung von null auf 100 Kilometer pro Stunde dauert 6,5 Sekunden, die Spitze liegt bei abgeregelten 250 km/h. Die Effizienz überzeugt: Im Mittel genügen 6,0 Liter pro 100 Kilometer (158 Gramm CO2/km). Eine zweite Ausführung des neuen Diesel kommt später. Sie leistet 204 PS (150 kW) und soll mit Frontantrieb nur 5,3 Liter Diesel benötigen.
Der neue Audi A7: Mittelklasseoptik gegen die Individualität eines Porsche Panamera
Alles, was Audi in den vergangenen Jahren angefasst hat, entwickelte sich zum Erfolg. Auch der neue Audi A7 wird sich verkaufen. Die Marketingmaßnahmen von Audi – wie beispielsweise das Mobilitätssponsoring der Verleihung zum New Faces Award Fashion 2010 in Düsseldorf – helfen unterstützend weiter. Aber ob sich der Hersteller einen Gefallen damit tut, seine Modelle im Design zu klonen und das Mittelklassedesign auch in der Luxusklasse anzuwenden, erfüllt Skeptiker mit Zweifeln. Die Studie des BMW Concept Grand Coupé zeigt, dass es spannende und individuellere Alternativen geben wird. Selbst ein Einstiegsmodell des Porsche Panamera bietet mehr Individualität, als ein Audi A7 – für die Klientel dieser Fahrzeugklasse ein wichtiges Kaufargument.
Audi A7: Die Audi AG unterstützt die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehören mit den Pinakotheken im Kunstareal, dem Museum Brandhorst und der Sammlung Schack zu den weltweit bedeutendsten Museen. „Erstmals gehen wir eine mehrjährige Partnerschaft mit einem deutschen Automobilunternehmen von globaler Bedeutung ein“, sagt Prof. Dr. Klaus Schrenk, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, anlässlich der Bekanntgabe der Zusammenarbeit der Audi AG mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der Präsentation des Audi A7. Seine Messepremiere erlebt der neue Audi A7 auf dem Pariser Autosalon 2010. Sein Grundpreis wird 51.650 Euro betragen.
