Auf den Spuren Friedrich des Großen in Berlin

 Denkmal Friedrich der Große  - Rebecca Haertel
Denkmal Friedrich der Große - Rebecca Haertel
Friedrich der Große war einer der bedeutesten Könige in Preußen. In Berlin findet man noch viele Sehenswürdigkeiten, die an ihn erinnern.

Stolz reitet Friedrich der Große Richtung Osten zu seinem Geburtsort, dem Berliner Schloss, welches 1950 abgerissen wurde. Das Denkmal von Friedrich den Großen wurde von Christian Rauch 1840 entworfen. Erst 1951 wurde es auf dem Prachtboulevard Unter den Linden eingeweiht. Auf dem Sockel sind Männer, die einen großen Einfluß auf Friedrich den Großen hatten, abgebildet. „Wer ist dieser Mann?“, fragt ein junger Mann mit Schweizer Akzent. Eine ältere Dame erklärt es ihn freundlich.

Friedrich der Große und sein Forum Fridericanum

Viele Bauwerke Unter den Linden erinnern an Friedrich den Großen (* 24. Januar 1712 in Berlin, † 17. August 1786 in Potsdam). Beeindruckend ist die Staatsoper Unter den Linden. Friedrich der Große, der offiziell Friedrich II. hieß, ließ sie von 1741 bis 1743 von seinem Freund und Lieblingsarchitekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrmals umgebaut und saniert. Im Kronprinzenpalais wohnte Friedrich der Große mit seiner Frau Elisabeth Christine eine Weile. Am heutigen Bebelsplatz plante Friedrich der Große sein Forum Fridericianum. Doch nur wenig wurde davon verwirklicht. Die St. Hedwigs-Kathedrale, mit ihrer imposanten Kuppel, wurde 1747 bis 1773 gebaut. Zur Kathedrale wurde sie allerdings erst 1930 erhoben. Die Alte Bibliothek (1775-80) hat eine geschwungene Form. Die Berliner tauften sie deswegen ganz einfach Kommode. Gegründet wurde die Alte Bibliothek 1661, sie war lange im Berliner Schloss untergebracht. Heute befinden sich in der Alten Bibliothek Räume der Humboldt Universität.

St. Hedwigskathedrale

Telefon: 030 20 34 81 0

Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-17 Uhr, So und feiertags 13-17 Uhr

Bus: 100,200; Tram: M1

Die Humboldt Universität und Schloss Bellevue - Bauten für die Brüder von Friedrich den Großen

Interessiert stöbern Besucher in den Büchern, die vor der Humboldt Universität angeboten werden. Doch das Gebäude war nicht immer Universität. 1748 bis 1766 wurde es als Palais für den Prinzen Heinrich, einem Bruder Friedrich des Großen gebaut. Erst 1810 wurde in dem Gebäude die neu gegründete Universität untergebracht, die ursprünglich Friedrich-Wilhelm-Universität hieß. Ein weiteres Bauwerk, das für einen Bruder Friedrich des Großen gebaut wurde, ist das Schloss Bellevue. Errichtet wurde es 1785 bis 1786. Heute ist es der Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten.

Das Schloss Charlottenburg

Knobelsdorff baute auch am Schloss Charlottenburg. Das Schloss entstand ursprünglich 1695-1699 für Sophie Charlotte, der Gattin des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. Als dieser 1701 zum König in Preußen ernannt wurde, wurde das Schloss weiter ausgebaut. Dann geschah lange nichts. Erst Friedrich II. veranlasste, dass das Schloss Charlottenburg weiter ausgebaut wurde. Hier verbrachte er auch einige Zeit, bis es ihn dann nach Sanssouci in Potsdam zog.

Telefon: 030 32 09 11

Öffnungszeiten: Altes Schloss:

01.04-31.10: Di-So 10-18 Uhr

01.11-31.03: Di-So 10-17 Uhr

Neuer Flügel (Unter der Regierung Friedrich des Großen gebaut):

01.04-31.10: Di-So 10-18 Uhr

01.11-31.03: Di-So 10-17 Uhr

Bus: M 45; S-Bahnhof Westend

Köpenick und Niederschönhausen

Auch in den Außenbezirken von Berlin erinnern Gebäude an Friedrich den Großen. Im grünsten Bezirk Berlins, Köpenick, liegt auf einer Insel ein Schloss. Das Schloss Köpenick wurde zwar nicht von Friedrich den Großen erbaut, doch es spielte eine tragische Rolle in seinem Leben. Hier wurde sein Freund Katte 1730 zum Tode verurteilt. Die beiden planten zu fliehen, um der Tyrannei von Friedrichs Vater König Friedrich Wilhelm I (1688-1740) zu entkommen, doch vergeblich! Friedrich musste der Hinrichtung seines Freundes in Küstrin (heute Polen) zusehen.

Im Nordosten Berlins, im Bezirk Pankow, liegt das Schloss Niederschönhausen. Friedrich der Große schenkte es seiner ungeliebten Frau Elisabeth Christine, die dort bis zu ihrem Tode 1797 wohnte. Nach der Gründung der DDR war das Schloss zunächst Sitz des Präsidenten der DDR, später diente es als Gästehaus. Eine Sage erzählt, dass in einem Hügel in der Nähe des Schlosses, der Schimmel von Mollwitz - ein Pferd das sich in der Schlacht von Mollwitz ausgezeichnet hatte - begraben liegt. Ob es stimmt, weiß man nicht, aber ein Spaziergang im Schlosspark ist immer zu empfehlen!

 Rebecca Haertel, Rebecca Haertel

Rebecca Haertel - Mein Name ist Rebecca Haertel. Ich bin eine internationale Autorin, Journalistin und Texterin (Deutsch/Englisch). Sprache war schon ...

rss