Aufstieg und Fall der Azteken

Moctezuma - mexicovacationtravels.com
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Die Azteken waren zu ihren Hochzeiten ein mächtiges Volk. Mit der Ankunft der Spanier in Mittelamerika begann der allmähliche Niedergang des Aztekenreiches.

Einer Legende nach waren die Azteken ursprünglich in Aztlán, einem Ort im Norden des heutigen Mexiko, beheimatet. Über die genaue geografische Zuordnung herrscht jedoch Uneinigkeit. Während einige Fachleute Aztlán im heutigen Kalifornien, im Nordwesten der USA oder an der Westküste Mexikos vermuten, halten ihn andere für einen mythischen Ort, der nicht zu lokalisieren ist.

Aufstieg und Blütezeit des Atzekenreiches

Nach einer langen Wanderung ließen sich die Azteken schließlich im frühen 14. Jahrhundert ,einer Prophezeiung folgend, am Texcoco-See in Zentralmexiko nieder. Dort, wo sich in der heutigen Zeit die mexikanische Hauptstadt Mexico-City befindet, errichteten sie die Stadt Tenochtitlán. Im Jahre 1372 wurde Acamapichtli erster König der Azteken. In dieser ersten Zeit waren die Azteken ebenso wie unter den Folgekönigen Huitzilíhuitl und Chimalpopoca Vasallen der in der Region vorherrschenden Tepaneken und mussten finanzielle und militärische Unterstützung leisten. Als die Tepaneken immer höhere Tributzahlungen verlangten, schloss der neue Aztekenkönig Itzcoatl Bündnisse mit dem Volk der Acolhua und einem oppositionellen Teil der Tepaneken. Unter der Führung von Itzcoatl besiegte der Dreierbund die Tepaneken in kurzer Zeit. Dieser Sieg markierte den Startpunkt für den steilen Aufstieg des Aztekenreiches. Itzcoatl erlangte die Vorherrschaft in der Region, die der nachfolgende König Moctezuma I. trotz einiger, das Reich heimsuchender Naturkatastrophen (Überschwemmung und Heuschreckenplage) weiter ausbauen konnte. Durch Eroberungszüge und Unterwerfungen anderer Völker, die Tributzahlungen an die Azteken zu entrichten hatten, gelangte eine Flut an Waren nach Tenochtitlán, die zum Aufschwung und weiteren Ausbau der Stadt beitrugen. In den folgenden Jahren gelang es den Aztekenkönigen, ihr Reich weiter auszudehnen. In der hoch entwickelten Haupstadt des Reiches lebten zu Hochzeiten schätzungsweise 100.000 bis 150.000 Menschen. Tenochtitlán war damit die größte Stadt des amerikanischen Kontinents und gleichzeitig eine der größten Metropolen weltweit.

Die Ankunft der Spanier im Aztekenreich

Im Zuge der spanischen Expeditionen in Mittelamerika gelangte im Jahre 1519 auch der Konquistador Hernán Cortés an der Küste Mittelamerikas. Am 21.04.1519 wurden Cortés und seine Begleiter von Gesandten der Azteken freundlich empfangen und mit Gold und Lebensmitteln beschenkt. Moctezuma II. ließ Cortés jedoch gleichzeitig wissen, dass er eine persönliche Begegnung ablehnt. Mit den Goldgeschenken versuchte der Aztekenkönig offensichtlich, die Besucher zum Verlassen des Landes zu bewegen. Damit jedoch bewirkte er das Gegenteil und stärkte die Goldgier der Spanier. Ein anderer möglicher, jedoch heute weitgehend widerlegter Grund für den freundlichen Empfang, der Cortés von den Azteken bereitet wurde, liegt in Quetzalcoatl, einer aztekischen Naturgottheit. Die Azteken glaubten angeblich, in Hernán Cortés die geweissagte Widerkehr dieses Gottes zu sehen. Vom Goldrausch angetrieben, schlossen die Spanier ein Bündniss mit den Tlaxcalteken, einem den Azteken feindlich gesinnten Stamm und entschlossen sich, nach Tenochtitlán aufzubrechen, wo ihnen erneut ein freundlicher Empfang bereitet wurde.

Der Fall des Aztekenreiches

Nachdem die Azteken den Besuchern ein Quartier zugewiesen hatten, nahmen diese König Moctezuma II. gefangen und verschanzten sich in ihrer Bleibe. Daraufhin brach in Tenochtitlán ein Aufstand gegen die Spanier aus. Moctezuma fungierte nahezu auschließlich als Marionette der Spanier und hatte infolgedessen unter seinen Untertanen an Autorität verloren. Beim Versuch, die aufgebrachten Aztekenkrieger zu besänftigen, wurde er von diesen mit Steinen beworfen und erlag später seinen schweren Verletzungen. In der Folgenacht, vom 30.06. auf den 1.07.1520 flohen die Konquistadoren unter großen Verlusten aus der Stadt. Ein gutes Jahr später kehrten die wieder erstarkten Mannen um Cortés zurück, um Tenochtitlán zu belagern. Dort hatte inzwischen einen Pockenepedemie gewütet, die einen Großteil der Bewohner dahinraffte. Die Spanier belagerten Tenochtitlán und schnitten es von allen Versorgungswegen ab. Am 13. August 1521 nahmen sie die Stadt schließlich ein und machten sie dem Erdboden gleich. An ihrer Stelle wurde die heutige mexikanische Hauptstadt Mexico-City errichtet. Die meisten Azteken starben in der Folgezeit unter der Herrschaft der Eroberer und gingen an den aus Europa eingeschleppten Krankheiten zugrunde. Zudem wurden viele Einheimische zum Christentum bekehrt, sodass von der aztekischen Kultur nicht viel übrig blieb. In der heutigen Zeit erinnern überwiegend die Ruinen in Mexico-City an das einst große und mächtige Aztekenreich.

Martin, Martin Thieltges

Martin Thieltges - Hallo, Ich heiße Martin und bin im Jahre 1985 in Trier geboren. Im April 2010 habe ich mein Studium der Grundschuldpädagogik ...

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