
- Auktionshäuser helfen beim Schätzen von Werten - Rolf Handke / pixelio.de
Was machen Menschen, vor allem ältere Personen, mit ihren wertvollen Besitztümern, wenn sie keine Erben haben? Wohin mit antiken Möbeln, altem Schmuck, Designerkleidung, Teppichen, Oldtimern, Häusern oder ganzen Anwesen? Wenn kein direkter Nachkomme, kein Freund und keine Institution für die Nachlassverwaltung in Frage kommt? Was macht jemand, der den alten Ring von der Erbtante schätzen lassen will? Oder jemand, der sich den Besuch von Versteigerungen zum Hobby gemacht hat? Sie alle sind bei Auktionshäusern gut aufgehoben. Von Menschen, die niemanden haben, den sie beerben können, wird häufig ein Auktionshaus beauftragt, den Nachlass zu veräußern. Wenn der Erlös aus der Auktion keinem besonderen Zweck zugeordnet werden soll, bietet es sich an, eine Stiftung als Erben einzusetzen. Welche das sein soll, kann jeder beizeiten für sich festlegen.
Auktionshäuser helfen diskret weiter
Auktionshäuser helfen dabei, beraten, empfehlen und überlassen dem Kunden Adressmaterial. Oder sie stellen Kontakte her. Wer will, kann sich auch allein im Internet informieren und/oder gezielt auf einzelne Adressen zugehen. Der Bundesverband deutscher Stiftungen mit Sitz in Berlin gibt ebenfalls vertraulich Auskunft und steht mit Rat und Tat zur Seite. Dorthin kann sich jeder wenden. Auch, wenn es um die Wahl des geeigneten Auktionshauses geht. Denn die gibt es wie Sand am Meer. Große, kleine, seriöse und weniger seriöse.
Auktionshäuser beurteilen, schätzen ab und bestimmen den Wert
Die seriösen unter ihnen verfügen über einen festen Mitarbeiterstab, ein Expertenteam, das den Wert jeglicher Ware beurteilt und schätzt. Das sind meistens Kunsthistoriker, Kunstsammler und Antiquitätenhändler, Modeexperten, Immobilienfachleute, Juweliere und Uhrmacher. Deren Aufgabe ist es, die Nachlässe bestmöglich zu verwerten. Geht es um Immobilien, werden die Objekte vor Ort begutachtet. Nach eingehender Prüfung, in der Regel nach mehreren Besuchen, wird gemeinsam besprochen, wie weiter verfahren wird.
Benefizauktionen mit prominenter Besetzung
Handel es sich um Luxusobjekte oder/und entsprechend luxuriöses Mobiliar samt Kleidung etc. kann eine Auktion für einen guten Zweck durchgeführt werden. Das ist sehr beliebt, nicht zuletzt, weil sich oft und gerne Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport als Co-Auktionatoren in den Dienst der Sache stellen. Dabei werden naturgemäß weitaus mehr der angepriesenene Stücke einen Abnehmer finden und dies zu höheren Preisen als bei den üblichen Versteigerungen.
Auktionshäuser leisten einen Beitrag zum Umweltschutz
Viele Auktionshäuser arbeiten mit kirchlichen und sozialen Einrichtungen zusammen und spenden den Erlös aus Benefizauktionen etwa zu Gunsten von Kirchenrenovierungen. Manche Menschen wollen sich persönlich verändern und indem sie sich von Geerbtem und Angehäuftem trennen, Ballast abwerfen. Auch sie wenden sich am besten an ein Auktionshaus, bevor sie eigenständig alles in die Sammlung oder gar zum Restmüll geben. Auktionshäuser sind immer auf der Suche nach gut verwertbaren Stücken. Denn die Wiederverwendung von gebrauchten Gegenständen aller Art schont nicht zuletzt die Ressourcen der Erde. Dies gilt für Schmuck (für 1 g Gold werden cirka zehn Tonnen Erde bewegt) und Luxusaccessoires ebenso wie für Möbel, Pelze und sonstige Objekte. Wer sich also einem seriösen Auktionshaus anvertraut, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch der Umwelt - und damit ja auch wieder sich selbst.
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