Aus Kino.to wird KinoX.to

Die Streamingseite Kino.to wurde vor einigen Monaten von der deutschen Polizei vom Netz genommen. Nun startet KinoX.to.

Als vor wenigen Monaten die deutsche Polizei die Streamingseite Kino.to lahmlegte und 13 ihrer Betreiber festnahm, wurde bereits von den restlichen Betreibern angekündigt, man wolle weitermachen und werde sich auch nicht von der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) und deren verlängertem Arm, der Polizei, aufhalten lassen.

KinoX.to mit Startschwierigkeiten

Nun ist die Seite KinoX.to online und die Oberfläche erinnert nicht nur stark an Kino.to, es ist im Grunde die selbe Seite. Im Augenblick kämpft das Portal noch mit seiner Erreichbarkeit durch die User, da seit dem Bekanntwerden des neuen Onlineauftrittes die User sehr verstärkt auf die Seite zugreifen. Daher kommt es zu den Ladeschwierigkeiten. Zum Zeitpunkt der Abschaltung der Seite besuchten täglich rund 4 Millionen User Kino.to.

Bisher keine Reaktion von der GVU

Von der GVU gibt es bis zur Stunde keinen Kommentar zur neuen Seite, was allerdings auch daran liegen könnte, dass deren Internetseite im Augenblick nicht zu erreichen ist, was die Vermutung offen lässt, dass die Seite unter einer Hackattacke zu leiden hat. Der Kommentar der KinoX.to-Betreiber auf der Website lautet: „Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt?“ Sie fragen: „Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Merkt ihr überhaupt noch was in eurem Wahn? Für was finanzieren wir euch jeden Monat? Damit ihr uns verarscht?!“

Gleicher Content

Am Inhalt der Seite hat sich nichts geändert. Es werden immer noch aktuelle Filme und Serien angeboten, ebenso Dokumentationen. Für die Nutzer der neuen Seite haben die Macher auch eine Botschaft auf die Frontpage gestellt: „Macht euch keine Sorgen, wir haben nie Daten gespeichert und werden es auch weiterhin nicht tun.“ Dies war eine der größten Sorgen der Nutzer von Kino.to. Da allerdings die zuständige Staatsanwaltschaft Dresden bis heute ausschloss, gegen die Nutzer von Kino.to vorzugehen, wurde diese Sorge obsolet.

Geringeres inhaltliches Angebot

Der Umfang des Angebotes auf der neuen Seite ist überschaubarer als beim Vorgänger. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass sich der inhaltliche Umfang der Seite in dem Maße aufbauen wird, wie er dies bei Kino.to getan hatte. Die Seite ist seit Montag, dem 11. Juli 2011, online. Die rechtliche Lage ist allerdings weiterhin unklar. Die Betreiber versprechen zwar, die Daten der Nutzer nicht zu speichern, aber wenn sich ein User unsicher ist und nichts riskieren möchte, dann sollte dieser die Seite nicht besuchen. Für die 4 Millionen vormaligen Besucher von Kino.to ist die neue Seite eine Rückkehr zur guten alten Welt der kostenlosen Filme und Serien.