Ausbildung Kinderkrankenschwester in Berlin und Brandenburg

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger - Gabi Schoenemann / pixelio.de
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger - Gabi Schoenemann / pixelio.de
Ausbildungsstätten und andere Informationen rund um den Beruf Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger in Berlin und Brandenburg.

Obwohl man landläufig von Krankenschwester oder Krankenpfleger spricht, wird man in den offiziellen Verzeichnissen bei der Suche nach diesem Begriff nicht ohne Weiteres fündig, denn offiziell lautet die genaue Bezeichnung in den Ausbildungsverordnungen für diesen Lehrberuf "Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in". Dabei handelt es sich um eine rein schulische Ausbildung, deren Dauer im Regelfall drei Jahre beträgt.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Bewerbungen für schulische Ausbildungen erfolgen bei den schulischen Ausbildungsstätten. Die entsprechenden Berufsfachschulen erwarten von den Bewerbern einen mittleren Schulabschluss oder eine andere abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung. Bewerber mit Hauptschulabschluss haben dann eine Chance,

  • wenn sie eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung vorweisen können,
  • oder eine Erlaubnis als Gesundheits- und Krankenpflegehelfer verfügen,
  • oder eine landesrechtlich geregelte Ausbildung von mindestens einem Jahr in der Alten- oder (Gesundheits- und) Krankenpflegehilfe abgeschlossen haben.

Ausbildungsvergütung für Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Der Träger der praktischen Ausbildung zahlt eine Ausbildungsvergütung. Bei Einrichtungen des öffentlichen Dienstes sind es folgende Entgelte: 1. Ausbildungsjahr 817 Euro, 2. Ausbildungsjahr 877 Euro, 3. Ausbildungsjahr 978 Euro. Schulgeld muss nicht aufgebracht werden. Die Gehälter nach der Ausbildung sind vom Standort, Arbeitgeber und Bundesland abhängig.

Einsatzmöglichkeiten

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger versorgen Kinder und Jugendliche in:

  • Krankenhäusern,
  • Kliniken,
  • Facharztpraxen,
  • Gesundheitszentren,
  • Wohnheimen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung,
  • Hospizen,
  • oder in ambulanten sozialen Diensten.

Rund um den Beruf Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Der Beruf ist relativ abwechslungsreich. Man führt nach Anweisungen der Ärzte Behandlungen durch, assistiert bei Eingriffen, pflegt, unterstützt, berät Patienten, dokumentiert aber auch die Behandlungsabläufe. Den ganzen Tag sind Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger von Menschen umgeben: Sie müssen sowohl im Team, mit den Ärzten, Eltern und den Patienten ständig kommunizieren und so sind soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen unabdingbar.

Zu den Schattenseiten des Berufs gehören sowohl physische wie psychische und emotionale Belastungen. Vor allem der Umgang mit schwer kranken, sterbenden und leidenden Kindern und Jugendlichen kann zu Burn-out-Erscheinungen führen und stellt hohe Anforderungen an die Pfleger. Einerseits muss ein hohes Maß an Mitgefühl für die Patienten aufgebracht werden, gleichzeitig muss man sich aber auch abgrenzen können, um nichts selbst in eine Leidensspirale zu geraten. Hinzu kommt, dass die Arbeitszeiten in der Regel nicht familienfreundlich gestaltet sind und in Krankenhäusern im Schicht-Prinzip gearbeitet wird, sodass Nachtschichten, Wochenend- und Feiertagsdienste zum Alltag gehören können.

Auf der fachlichen Seite ist ein Grundverständnis für medizinische, biologische und chemische Zusammenhänge wichtig, um den Anforderungen in der Ausbildung und Beruf gerecht zu werden. Im März 2011 waren bundesweit 6.352 Krankenschwestern, -pfleger und Hebammen arbeitslos gemeldet, bei gleichzeitig 747.991 versicherungspflichtigen Beschäftigten und 8.409 an die Arbeitsagentur gemeldeten offenen Stellen. Die Arbeitslosenquote beträgt 0,85 Prozent – das ist ein sehr kleiner Wert für die Arbeitslosenstatistik.

Ausbildungsstätten in Berlin

Ausbildungsstätten in Brandenburg

Quellen:

Bundesagentur für Arbeit Berufenet

Ausbildung Gesundheit in Berlin und Brandenburg

Sofie Weber-Remich - Bei suite101 schreibe ich für die Rubrik Beruf und Karriere, da ich hauptberuflich seit vielen Jahren als Arbeitsberaterin und ...

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