Ausbildung zum Restaurantfachmann, zur Restaurantfachfrau

Übersicht über die Gliederung der Ausbildung.

Die Ausbildung zum Restaurantfachmann, zur Restaurantfachfrau ist dual und erstreckt sich über drei Jahre. Eine Verkürzung um ein halbes Jahr ist bei entsprechender schulischer und betrieblicher Leistung möglich. Dieser Ausbildung fällt unter die handwerklichen Berufe.

Voraussetzungen zur Ausbildung

Um erfolgreich die Ausbildung in diesem Bereich bewältigen zu können, ist es unabdingbar ein hohes Maß an Flexibilität und Stressresistenz mitzubringen. Ein gepflegtes Äußeres sowie sehr gute Umgangsformen sollte man als Selbstverständlichkeit erachten. Ein Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife qualifizieren einen, diesen Beruf zu erlernen. Fremdsprachenkenntnisse sind selbstverständlich von Vorteil (besonders Englisch). Die Fremdsprache Französisch wird man während der Ausbildung oberflächlich kennen lernen.

Theoretischer Teil der Ausbildung

Ähnlich wie bei der Ausbildung zum Hotelfachmann findet der theoretische Teil überwiegend in der zuständigen Berufsschule statt, entweder wöchentlich oder in eine Art Blocksystem (vier Wochen Schule – vier Wochen im Betrieb). In den ersten beiden Jahren ist der Ausbildungsrahmen deckungsgleich mit der Ausbildung zum Hotelfachmann/zur Hotelfachfrau. Einige kaufmännische Aspekte, verkaufsfördernde Maßnahmen sowie eine korrekte Gästebetreuung werden einem vermittelt. Des Weiteren lernt man sehr viel über die Zusammensetzung diverser Speisen kennen und welche Produkte wie serviert werden. Erst mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres werden die sogenannten ReFas von den HoFas getrennt. Nun findet eine Spezialisierung in den einzelnen Bereichen statt.

Allzweckwaffe Restaurantfachleute

Restaurantfachleute lernen das Tranchieren, Flambieren und den perfekten Service am Gast kennen. Wie führe ich als Restaurantleiter ein Restaurant? Wie bereite ich ein Bankett vor? Wie werden Betriebskosten kalkuliert? In diesen Bereichen findet, wie oben erwähnt, nun die Spezialisierung statt. Fragen zu diesen Themenbereichen werden in der Abschlussprüfung gestellt.

Praktischer Teil der Ausbildung

Der praktische Teil findet ausschließlich im Betrieb statt. Dort variiert die Ausbildungsqualität von der Größe des Betriebes. Bei einem kleineren Familienbetrieb, der selten Banketts veranstaltet, steht das À-la-carte-Geschäft im Vordergrund. Busgruppen werden in einem rasanten Tempo abgefertigt, ohne auf korrekten Service und Gästebetreuung zu achten. Besonders in touristischen Hochburgen findet man sehr oft solche Betriebe. Bei größeren Betrieben oder gar bei Restaurantketten wird selbstverständlich mehr Wert auf den Gast gelegt. Ein großer Gästekontakt, umfangreiche Gästebetreuung und perfekter Service gelten in diesen Häusern als selbstverständlich. Banketts finden regelmäßig statt und nach einiger Zeit entwickelt man bei vielen Abläufen eine gewisse Routine. Viele Dinge können nun schneller und besser erledigt werden und die Betreuung des Gastes kann somit noch intensiver betrieben werden.

Die Abschlussprüfung als Höhepunkt

Die Abschlussprüfung besteht ebenfalls aus einen theoretischen und praktischen Teil. Der theoretische Teil ist in zwei Gebiete unterteilt. Beginnend mit einem Multiple-Choice-Test werden die Auszubildenden auf das erlernte Wissen in der Schule getestet.

Die zweite Aufgabe besteht darin, eine Veranstaltung von Anfang bis Ende zu planen, von den geeigneten Räumlichkeiten über die passende Dekoration bis hin zum Rahmenprogramm und der Kostenkalkulation. Diese wird mündlich vor dem Prüfungsausschuss vorgestellt. Anschließend erfolgt der praktische Teil. Die Prüfungsmitglieder bekommen ein Menü serviert, wobei die angehenden ReFas den Service übernehmen.

Beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung hat man sehr gute Chancen, einen neuen und geeigneten Arbeitgeber zu finden. Durch die erlangte Flexibilität sowie die Belastbarkeit sind ReFas auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt.

Matthias Gross - in Wiesbaden geboren, wohnhaft ebendaFachabitur im Jahr 2003

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