Ausbildung Rettungsassistent in Berlin und Brandenburg

Ausbildung zum Rettungsassistenten - tokamuwi / pixelio.de
Ausbildung zum Rettungsassistenten - tokamuwi / pixelio.de
Ausbildungsstätten und andere Informationen rund um den Beruf Rettungsassistent in Berlin und Brandenburg.

Rettungsassistenten werden schulisch an Berufsfachschulen ausgebildet. Die zweijährige Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt im Rettungsassistentengesetz sowie in der Rettungsassistentenausbildungs- und Prüfungsverordnung. Landesrechtlich geregelt sind dagegen kürzere Ausbildungen zum Rettungshelfer und Rettungssanitäter, welche unter dem Rettungsassistenten rangieren.

Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung Rettungsassistent

Bewerbungen für schulische Ausbildungen erfolgen bei den schulischen Ausbildungsstätten. Als Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung werden ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung erwartet. Es wird ein sauberes Führungszeugnis verlangt und auf der fachlichen Seite ist ein Grundverständnis für medizinische, biologische und chemische Zusammenhänge wichtig, um den Anforderungen in der Ausbildung und Beruf gerecht zu werden.

Ausbildungsvergütung während und nach der Ausbildung zum Rettungsassistent

Der schulische Teil der Ausbildung wird nicht vergütet und es muss Schulgeld aufgebracht werden (je nach Einrichtung um die 3.000 Euro). Das nachfolgende Anerkennungspraktikum wird bezahlt und beträgt bei den Trägern des öffentlichen Dienstes 1.216 Euro monatlich. Die Gehälter nach der Ausbildung sind vom Standort, Arbeitgeber und Bundesland abhängig. Für Berlin werden Zahlen zwischen 1.100 und 2.500 Euro brutto im Monat genannt.

Einsatzmöglichkeiten und Tätigkeitsfelder von Rettungsassistenten

Rettungsassistenten sind dafür zuständig, am Notfallort die ersten Leben rettenden Maßnahmen zu ergreifen und Schädigungen zu verhindern, bis der Notarzt eintrifft. Sie sorgen für die Transportfähigkeit der Patienten und befördern sie zu Ärzten und in die Krankenhäuser. Rettungsassistenten unterstützen die Notärzte bei ihrer Arbeit, kontrollieren lebenswichtige Körperfunktionen und arbeiten mit der medizinischen Erste-Hilfe-Apparatur. Im Innendienst einer Rettungswache nehmen sie Anrufe entgegen und erstellen den Dienstplan. Zu den Einsatzmöglichkeiten zählen:

  • Krankentransport- und Rettungsdienste,
  • Blutspendedienste,
  • städtische Feuerwehr,
  • Heimpflegedienste.

Innerhalb der Rettungswache gibt es die Möglichkeit zum Wachleiter aufzusteigen. Weitere berufliche Qualifizierungen gibt es in den Bereichen Traumatologie, Ausbilder (Lehrettungsassistent), Desinfektion (Kontrolleur von Desinfektionsmaßnahmen).

Rund um den Beruf Rettungsassistent

Von Rettungsassistenten wird nicht nur ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, sondern auch eine besondere persönliche Einsatzbereitschaft erwartet. Der Beruf kann physisch belastend sein. Vor allem aber die psychische Belastung wird häufig als außerordentlich beschrieben, da schwer verletzte, kranke, leidende, sterbende und beim Eintreffen bereits verstorbene Patienten zum Alltag gehören. Dabei muss auch auf die Angehörigen eingegangen werden. Sehr häufig handelt es sich um Einsätze bei Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Krampfanfällen – grundsätzlich ist jedoch mit jeder erdenklichen Situation zu rechnen. Burn-out und Überforderung können die Folge sein, wenn Menschen mit diesem Beruf nicht genügend für ihre eigene seelische Gesundheit vorsorgen. Rettungsassistenten tragen mit ihren Entscheidungen hohe Verantwortung für das Lebens der Patienten und müssen dieser gerecht werden. Darüber hinaus müssen sie in der Lage sein, schnell Entscheidungen zu treffen. Zu den Schattenseiten des Berufs gehört überdies, dass die Arbeitszeiten alles andere als familienfreundlich sind. Schicht, Wochenend- und Feiertagsarbeit gehören fast immer dazu.

Ausbildungsstätten in Berlin

Ausbildungsstätten in Brandenburg

Quellen:

Bundesagentur für Arbeit Berufenet

Ausbildung Gesundheit in Berlin und Brandenburg

Sofie Weber-Remich - Bei suite101 schreibe ich für die Rubrik Beruf und Karriere, da ich hauptberuflich seit vielen Jahren als Arbeitsberaterin und ...

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