Auschwitz – eine Warnung für die Zukunft

Auschwitz ist eines der größten Denkmäler des Leides vieler Völker. Eine derartige Tragödie kann sich, wenn wir nicht wachsam sind, jederzeit wiederholen.

Auschwitz, ungefähr 50 km von der einstigen polnischen Hauptstadt Krakau entfernt, ist eigentlich ein ganz normales Städtchen. Nette und hilfsbereite Menschen machen ihre täglichen Einkäufe, begleiten ihre Kinder in die Schule, versammeln sich abends zusammen und sagen ein Gebet vor dem Abendessen. In Auschwitz gibt es auch viele Kirchen unterschiedlicher Konfessionen, auch wenn es in Polen, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, kaum nationale Minderheiten gibt. Aber für den, der die Geschichte kennt, bedeutet Auschwitz auch einen Ort des Grauens und der regelrechten Niedermetzelung unschuldiger Menschen, welche in den meisten Fällen überhaupt nichts verbrochen hatten.

Die günstige Lage bewegte die Nazis zur Errichtung des größten Konzentrationslagers

Das ungefähr 140 Hektar (geplant waren 190 Hektar) große Gelände wurde von den Nazis aufgrund der sehr guten Verkehrsanbindungen zum Hauptknotenpunkt aller Konzentrationslager ausgewählt. Hier befand sich ursprünglich eine nicht unbeträchtliche Anzahl polnischer Bürger, die einfach aus ihren Häusern vertrieben wurde. Anschließend wurden diese abgerissen, um dem Lager Platz zu machen. Außer diesem riesig großen Gelände gab es noch ein anderes, Auschwitz I, das eher als administrative Anlage gedacht war, selbst wenn auch in diesem Konzentrationslager Menschen umgebracht wurden. Darüber hinaus gab es auch noch Auschwitz III, eine chemische Fabrik, die als einzige von den Amerikanern bombardiert wurde.

Die Gefangenen in Auschwitz hatten es sehr schwer

Das Leben in Auschwitz war alles andere als normal, wenn man das überhaupt als Leben bezeichnen kann. Die Menschen wurden mit Zügen ins Konzentrationslager verschleppt. Oft dauerte die Fahrt sehr lange, um die Menschen zu schwächen und ihren Willen zu brechen. Nach einer stundenlangen Fahrt in einem für Vieh bestimmten Waggon, wo sich die Menschen kaum bewegen und Luft holen konnten, wurden sie nach der Ankunft brutal auseinandergerissen: die Männer waren auf der einen, die Frauen und Kinder auf der anderen Seite. Die als krank oder zu schwach zum Arbeiten betrachteten Menschen wurden sofort in die Gaskammer geschickt. Die anderen wurden zur Arbeit gezwungen, wobei viele von ihnen an Unterernährung, Erkrankungen, brutaler Behandlung von Seiten der SS oder von privilegierten Informanten und weiteren Kollaborateuren umkamen. Wie furchtbar es in Auschwitz sein muss, kann man sich vorstellen, wenn man die Tatsache bedenkt, dass ein Gefangener neun Nächte lang stehen und tagsüber arbeiten musste, und das nur weil er es zum Beispiel gewagt hatte, den Rest einer Zigarette aufzuheben. Insgesamt wurden in Auschwitz ungefähr 1.100.000 Menschen umgebracht.

Nichtsdestotrotz unternahmen Wagemutige das schreinbar Unmögliche und griffen zur Flucht

Es gab jedoch auch Menschen, welche dieses „Leben” einfach nicht mehr aushielten und einen Ausbruch wagten, auch wenn die Konsequenzen für die Zurückgebliebenen furchtbar waren. Im Falle einer Flucht wurden alle Mitgefangenen aus der selben Barracke umgebracht. Nichtsdestotrotz weiß man, dass es 144 Menschen gelang, von Auschwitz zu fliehen und zu überleben.

Die Amerikaner haben das Konzentrationslager seltsamerweise nie bombardiert

Es ist auch verwundernswert, wieso die Amerikaner nur Auschwitz III bombardiert haben. Hätten sie Fallschirmjäger eingesetzt, um die deutschen Aufseher und ihre Handlanger zu neutralisieren, um anschließend Auschwitz I und Auschwitz II - Birkenau zu bombardieren, hätte es vielleicht nie zu diesem Massenmord kommen können. Andererseits ließ sich auch das Rote Kreuz anlässlich einer Inspektion hinters Licht führen, weil es angeblich nichts von Auschwitz II – Birkenau wusste und nur Auschwitz I besichtigte. Es ist jedoch ein Rätsel, wieso ungefähr 140 Hektar Konzentrationslager aus der Luft nicht erkannt werden können. Darüber hinaus ist Auschwitz II – Birkenau kaum 2 Kilometer von Auschwitz I entfernt. Und das Schlimmste ist, dass der berüchtigte Mengele, sowie weitere "Ärzte" hier ihr Unwesen trieben.

Diese Zeiten sind leider nicht vorbei

Leider können jene furchtbaren Zeiten jederzeit wieder zum Leben erwachen, wenn die Menschheit nicht wach ist. In dem Gaza-Streifen leben die Palästinenser in einem großen Konzentrationslager, weil sie von allen Seiten aus von israelischen Truppen umzingelt sind. 2009 hatte die israelische Armee zynisch gewarnt, dass man Gaza bombardieren würde, wohl wissend, dass die Palästinenser nicht fliehen konnten. Im Irak haben die amerikanischen Streitkräfte infolge eines fraglichen Krieges über 1,3 Millionen Menschen umgebracht, weitere Kriege toben in Afghanistan und Pakistan. Der Diktator aus Kambodscha, Pol Pot, sorgte für einen Massenmord, China beachtet die Menschenrechte nicht und bringt seine eigenen Bürger öffentlich um. In Afrika gibt es jede Menge Länder, in denen der Massenmord weiterging und noch immer aktuell ist. So zum Beispiel 1994 in Ruanda oder im Sudan, Kongo, Angola, früher auch in Südafrika. In Mittel- und Südamerika gab es gewaltige Kämpfe, zum Beispiel zwischen Honduras und Salvador, Peru und Bolivien. Sogar in Europa wurden viele Menschen umgebracht, man denke dabei nur an Griechenland während der Jahre der Militärjunta oder an das ehemalige Jugoslawien und Kosovo. In den Vereinigten Staaten gibt es mittlerweile ungefähr 800 Konzentrationslager, die nur noch auf die Häftlinge warten.

Angesichts der Weltwirtschaftskrise und der damit verbundenen Probleme dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis es weltweit zu Ausschreitungen kommt, wie das bereits in Griechenland der Fall war. Und aufgrund des Vertrags von Lissabon dürfte es auch in Europa zu ernsthaften Problemen kommen. Denn dieser besagt, dass im Falle von Kriegen, Revolutionen oder Protesten die Polizei und die Armee das Recht haben, mit tödlichen Mitteln gegen die Bevölkerung vorzugehen.

Die Menschheit muss wachsam sein, damit es nicht erneut zu einer Tragödie kommt.

Edmond Nawrotzky-Török, Edmond Nawrotzky-Török

Edmond Nawrotzky-Török - LEBENSLAUF Persönliche Angaben Geburtsdatum: 23.05.1975 Geburtsort: Bistrita (Bistritz) Familienstand: ...

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