Ausrüstung für eine Hüttentour in den Bergen

Was muss unbedingt in den Rucksack, was ist überflüssig?

Fit auf dem Gipfel dank leichtem Gepäck - Bianca Heidelberg
Fit auf dem Gipfel dank leichtem Gepäck - Bianca Heidelberg
Wenn man in den Bergen auf eine Hüttentour geht, sollte das Gepäck möglichst wenig Gewicht auf die Waage bringen. Doch welche Ausrüstung gehört in den Rucksack?

Wer einen günstigen Aktiv-Urlaub erleben möchte und dabei wenig Wert auf Bequemlichkeit und Luxus legt, ist mit einer Hüttentour bestens bedient. Viele Wanderer schnallen sich in der warmen Jahreszeit ihren Rucksack um und stapfen durch die Berge. Damit der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleibt, sollte der Rucksack so wenig wie möglich wiegen (höchstens 8-10 Kilo) und dennoch alles Wichtige enthalten.

Wanderschuhe, Trekkinghose, T-Shirt und Regenjacke gehören zur Standard-Ausrüstung

Des Wanderers wichtigstes Gut sind seine Schuhe. Gute Wanderschuhe schützen in den Bergen vor Fehltritten und Verletzungen. Sie dürfen nirgends drücken und sollten gut eingelaufen sein; so schützt man sich am besten vor Blasen an den Füßen. Der Rucksack muss genug Stauraum bieten und gleichzeitig möglichst leicht sein. Viel Wert sollte der Wanderer auf ausreichende Polsterung der Schulter- und Hüftgurte legen. Außerdem muss der Rucksack individuell auf den Wanderer angepasst werden können. Wer seine Knie schonen und bei schwierigem Untergrund Stützen haben möchte, packt Teleskopstöcke ein.

Eine lange Wanderhose mit genug Bewegungsfreiheit und aus leichtem Material, ein oder zwei T-Shirts sowie ein Pulli sind als Oberbekleidung in der Regel ausreichend. Am besten trägt sich Funktionsmaterial, da es schnell trocknet. Das ist nicht nur nach dem Waschen vorteilhaft, sondern auch, wenn man verschwitzt den zugigen Gipfel erklommen hat. Die meisten Hütten verfügen über einen Trockenraum, so dass die Kleidung abends gewaschen und morgens wieder getragen werden kann. Zum Waschen wird eine Tube Waschmittel mitgenommen; alternativ funktioniert auch Duschgel. Auch Unterwäsche und (Wander-)Socken können unterwegs gewaschen werden, so dass man nicht für jeden Tag ein Exemplar mitnehmen muss.

Zum Schutz gegen Wind und Wetter benötigt der Wandersmann eine Wind- und Regenjacke, Sonnenhut oder Schildmütze sowie eine Sonnenbrille. Nachteil der Schildmütze: sie schützt die empfindlichen Ohren nicht gegen die Sonne. Wer auch in strömendem Regen wandern möchte, packt eine Regenhose ein; ansonsten wird bei Regen ein Ruhetag auf der Hütte eingelegt. Sonnencreme und Lippencreme mit Lichtschutzfaktor dürfen auf keinen Fall fehlen.

Kleidung zum Wechseln in der Hütte gehört zur Ausrüstung

In der Hütte verspürt der Wanderer meistens den Drang, die verschwitzte Kleidung auszuziehen. Daher sollte man leichte Kleidung für die Hütte mitnehmen, mindestens ein T-Shirt, eventuell auch Hose und Pulli. So kann nach dem Duschen (oder Waschen, falls es keine Duschen gibt) frische Kleidung angezogen und die verschwitzte ausgewaschen werden. Zum Schlafen wird ebenfalls leichte Kleidung benötigt; außerdem ein Hüttenschlafsack oder ein Bettbezug. Damit die Füße sich erholen und die Wanderschuhe auslüften können, braucht man zudem noch Hüttenschuhe. Dafür eignen sich zum Beispiel leichte Turnschuhe oder Trekkingsandalen. Wer sich einmal in einem Massenlager unter „Licht aus“-Rufen umgezogen hat oder die Toilette gesucht hat, weiß eine Taschenlampe sehr zu schätzen.

Der Waschbeutel: alles im Kleinformat

Duschgel, Shampoo und Zahnpasta gibt es immer wieder als Proben, die wenig Platz im Rucksack einnehmen und wenig Gewicht auf die Waage bringen. Zum Abtrocknen genügt auch mal ein kleineres Handtuch als gewohnt. Am besten sind spezielle Outdoor-Handtücher, da sie sehr leicht sind und schnell trocknen. Tempos eignen sich unterwegs zum Hände abwischen oder als Klopapier. Ein Erste-Hilfe-Set tut bei kleinen Verletzungen gute Dienste. Wer einen DAV-Ausweis (Deutscher Alpenverein) besitzt, sollte diesen unbedingt mitnehmen, da es auf den Hütten verschiedene Vergünstigungen für DAV-Mitglieder gibt.

Da die nächste Hütte oft weiter entfernt ist als der nächste Hunger, sollte unbedingt Verpflegung für unterwegs eingepackt werden. Fruchtriegel, Trockenobst und Pfefferbeißer verderben nicht und geben bei geringem Gewicht und Platzbedarf viel Energie. Einige Wanderer nehmen gerne Schokolade als Energie-Lieferant mit auf den Berg. Sehr wichtig ist es, genug zu trinken mitzunehmen. Je nach Tourenlänge sollten pro Person zwei bis drei Liter eingepackt werden. Getrunken wird aus leichten Plastikflaschen. An den Hütten können diese aufgefüllt werden.

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Bianca Heidelberg - Seit meinem Studium der Umwelttechnik, das mir den Titel Dipl.-Ing. (BA) einbrachte, arbeite ich als Umweltschutzbeauftragte für ...

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