Ausstellung "Die Rückkehr der Götter"

„Berlins verborgener Olymp“ – Das Pergamonmuseum in Berlin

Dionysos-Maske? - Kai Arif
Dionysos-Maske? - Kai Arif
Zwischen dem 27. November 2008 und dem 11. April 2010 kann man in der Antikensammlung des Pergamonmuseums in Berlin zwischen (fast) vergessenen Götterstatuen wandeln.

Berlins Museen sind absolute Touristen-Magnete. Das Pergamonmuseum gehört hier mit über einer Million Besucher pro Jahr zu den am meisten besuchten. Das zwischen 1910 und 1930 nach Plänen von Alfed Messel erbaute Gebäude des Pergamonmuseum liegt, zusammen mit dem Alten Museum, dem Neuen Museum, dem Bode Museum und der Alten Nationalgalerie, auf der weltberühmten Museumsinsel in Berlin-Mitte. Das Museum selbst ist in drei Teile gegliedert: die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für islamische Kunst. Es lohnt sich, diesem Hort der Geschichte immer wieder seine Aufmerksamkeit zu schenken. Ganz abgesehen von Verbesserungen und Veränderungen durch neue Forschungsergebnisse an den ausgestellten Exponaten, dem stets überwältigenden Anblick des Pergamon-Altars, des Marktplatzes von Milet und dem Ischtar-Tor, das einst die altbabylonische Prozessionsstraße im heutigen Irak krönte, lohnen sich die wechselnden Ausstellungen, die die staatlichen Museen zu Berlin hier anbieten.

Sonderausstellung „Die Rückkehr der Götter“ im Pergamonmuseum

Diese Ausstellung, die sich vor allem mit griechischen Götter-Darstellungen befasst, ist im Rahmen einer Kooperation der Antikensammlung im Pergamonmuseum mit der Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado (FAAP) aus São Paulo, Brasilien, entstanden. Die restaurierten Kunstwerke wurden schon 2006/07 in Brasilien ausgestellt, bis sie jetzt ihren Weg nach Berlin fanden. Speziell für diese Sonderausstellung wurden circa 200 fast vergessene Kunstobjekte aus den Archiven und Magazinen befreit, entstaubt und vor allem restauriert. Hierzu gehören auch – wie zum Beispiel das Prunkstück des Museums, der Pergamanonaltar selbst – Beutestücke, die 1958 von der Sowjetunion an die damalige DDR zurückerstattet wurden.

Zu sehen sind Götterbilder, Gegenstände von Kulthandlungen, Opferschalen, Büsten, Statuen, Skulpturen aus warm glänzender Bronze oder kühlem Marmor. Die alten, teils ehrfurchtgebietenden, zum Staunen und Nachdenken anregenden Götterfiguren sind vom Museum mit Licht und farbigen Hintergründen wirklich absolut einmalig und sehenswert in Szene gesetzt. Auch heute noch entfalten Apollo, Artemis, Athene, Hera, Aphrodite, Ceres, Zeus oder Dionysos kraftvoll, wenn auch bruchstückhaft, ihr Wirkung. Der Besucher kann sanft erahnen, wie diese Kunst- und Kultwerke einer längst untergegangenen Kulturepoche von den damaligen Menschen wahrgenommen und verehrt wurden.

Sonderausstellung „Dionysos – Verwandlung und Ekstase“

Im gleichen Zeitraum findet auch die Sonderausstellung des wandelbaren Gottes des Weines und der Theaterkunst „Dionysos – Verwandlung und Ekstase“ statt, die als Ergänzung zu „Die Rückkehr der Götter" angedacht und auch im Pergamonmuseum zu sehen ist.

Ort & Öffnungszeiten der Museums:

Antikensammlung (Pergamonmuseum)

Am Kupfergraben 5

10117 Berlin (Mitte)

Montag bis Sonntag: 10 - 18.00 Uhr

Jeden Donnerstag von 10 – 22.00 Uhr

Eintrittspreise des Pergamonmuseums:

Der Eintritt in das Pergamonmuseum kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Die Kombikarte für die Museumsinsel kostet 14 Euro, ermäßigt 7 Euro.

Der normalerweise eintrittsfreie Donnerstagabend entfällt leider für den Zeitraum der Sonderausstellung.

Der praktische Audio-Guide ist kostenfrei nach Eintritt in das Museum erhältlich.

Fotoapparate sind im Museum erlaubt, viele Exponate sind perfekt ausgeleuchtet und so ideale Objekte für Hobby-Fotografen.

Shermin Arif, Fotografin: T. Seifert

Shermin Arif - Shermin: eine deutsch-kurdische Mischung, in Leipzig geboren, aufgewachsen im tiefsten Ruhrgebiet und nach abgeschlossenem Studium ...

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