
- Anton Graff-Friederike Luise, um 1789 - Schloss Freienwalde
In der Ausstellung „Königin Friederike Luise von Preußen - Ein Leben zwischen Zurücksetzung und Selbstbehauptung“ wird das Leben und Wirken der bisher von Publikum wie Wissenschaft wenig beachteten Schwiegermutter von Königin Luise, Königin Friederike Luise von Preußen dargestellt.
Das Verbundprojekt zwischen den Städten Prenzlau und Bad Freienwalde hat Kulturland Brandenburg im Rahmen des Themenjahres 2010 „Mut & Anmut. Frauen in Brandenburg - Preußen“ gefördert.
Prenzlau und Bad Freienwalde haben sonst nicht sehr viel miteinander zu tun. Aber beide Städte haben eine besondere Bedeutung im Leben der Friederike Luise von Hessen-Darmstadt. In Prenzlau kam sie zur Welt und verlebte einen Teil ihrer Kindheit. Denn ihr Vater, der spätere Landgraf von Hessen-Darmstadt, stand als Offizier in preußischen Diensten und lebte meist in Prenzlau. In Bad Freienwalde fand die Königin am Ende ihres Leidensweges mit ihrem Gatten Friedrich Wilhelm II. ihren Frieden.
Am 01. August ist für 14.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung im Königlichen Pavillon, dem so genannten „Teehäuschen", des Schlosses Freienwalde terminiert.
Das Leben der Kronprinzessin und Königin
Friedericke Luise von Hessen-Darmstadt stand als Gemahlin des späteren Königs Friedrich Wilhelm II. ständig in einem Spannungsfeld zwischen Zurücksetzung und Selbstbehauptung. Sie stand stets im Schatten ihres Gatten. Sie musste seine Liebschaften und Mätressen samt morganatischen Ehen erdulden. Während der Regierung ihres Gatten ab 1786 bis 1997 hatte sie keinen Fürsprecher mehr am Hof und musste sich mit dem wenig verständnisvollen Hofstaat arrangieren. Ab 1788 entfloh sie im Sommer dem Berliner Hof und weilte in Bad Freienwalde und genoss den dortigen Gesundbrunnen. Hier konnte sie förmlich aufleben und förderte den weiteren Ausbau der Kuranlagen. Nach dem Tod ihres Gemahls ließ sich Königin Friederike Luise in Freienwalde 1798/99 von David Gilly ein Schloss samt dem Teehaus, einem kleinen Theater, erbauen.
Die Ausstellung in Bad Freienwalde
Friedericke Luise alterte früh und starb mit erst 54 Jahren 1805 im Berliner Schloss Monbijou. Die bisherige Geschichtsschreibung schenkte ihr bisher nur wenig Aufmerksamkeit. Erst in den letzten Jahren förderte fundierte Quellenforschung ein differenziertes Bild der Königin Friederike Luise zu Tage. Und das wurde mit dieser Ausstellung in Prenzlau und wird nun mit der Ausstellung der geschichtlich und kunsthistorisch interessierten Öffentlichkeit vermittelt. Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog. Ein reichhaltiges Programm mit Lesungen und Konzerten begleitet die Ausstellung.
Ort und Zeit
Ort: Schloss Freienwalde, Rathenaustraße 3, D-16259 Bad Freienwalde (Oder), Fon +49 (0)3344 3407, Mail schlossfreienwalde@kulturmol.de
Zeitraum: 4. August 2010 bis 31. Oktober 2010.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr
Bildnachweis: Portrait der Königin Friederike Luise von Anton Graff um 1789 geschaffen, © Schloss Freienwalde
