
- Perlmutt-Muschel - Nanobeschichtung der Natur - © Doris Collier / Pixelio.de
Am 14. Juni 2011 hält der Buchautor des Buches „Alles Nano?! Die Technik des 21. Jahrhunderts“ Niels Boeing um 9.30 und 11.00 Uhr für Schulklassen (ab 8. Klasse) sowie am Abend um 18.00 Uhr einen Vortrag über die fabelhafte Welt des Nanometers und die Grundlagen der Nanotechnologie.
Nano = Zwerg
Die Nano-Ausstellung führt den Besucher in die Welt des Winzigen. Die Reise beginnt mit bionischen Naturentdeckungen, wie dem Perlmutt, einem Verbundwerkstoff, der leicht und stabil ist, Magentospirillen, Bakterien, die sich nach dem Erdmagnetfeld richten, dem Lotuseffekt und reibungsarmen Oberflächen nach dem Prinzip der Haut des Sandfisches. Lebende Exponate, wie ein Gecko und ein Sandfisch sowie zahlreiche Grillen sind hier zu bewundern. Den wissenschaftlichen Hintergrund erläutern Experten (Bartlott und Rechenberg) in Videofilme.
Die Reise ins Reich der Nanoteilchen
Anschließend fährt der Besucher mit einem Fahrstuhl symbolisch hinab in immer kleinere Dimensionen: 100 (Meter) – 10-2 (Zentimeter) – 10-3 (Millimeter) – 10-6 (Mikrometer) – 10-9 (Nanometer). Somit ist das Verhältnis Meter und Nanometer vergleichbar mit dem Größenverhältnis zwischen der Erde und einer Haselnuss.
Im Reich der Nanometer erhält der Besucher eine Einführung in die Welt der Moleküle, Atome und Ionen. So kann sich der Besucher in einer Bildschirmsimulation immer tiefer in den menschlichen Organismus hinein klicken – bis hinunter auf die molekulare Ebene. Denn Nanopartikel sind eine Ansammlung von Atomen oder Molekülen im Nanometerbereich. Auf einem Touchscreen kann sich der geneigte Besucher über die Elemente des Periodensystems informieren. Zu jedem Element gibt es Informationen über seine Eigenschaften und Physiologie sowie über Geschichte, Vorkommen, Verwendung und Herstellung des Elements.
Eigenschaften von Nanopartikeln
Nanopulver weist eine außergewöhnliche Eigenschaft in seinem Fließverhalten auf: es verhält sich mal wie eine Flüssigkeit und mal wie ein Feststoff bzw. Pulver – in einem geschlossenen Glas ist der Aggregatzustand nicht eindeutig zu bestimmen. Und Nanopartikel zeigen den Tyndall-Effekt. Dieser beschreibt die Streuung von Licht an Schwebeteilchen in einer Lösung.
Untersuchungsmethodik im Nano-Bereich
Die nächste Station ist der Technik gewidmet. Hier werden die Funktionsweisen und die Geschichte von (Licht-) Mikroskopen und der Raster-Elektronen-Mikroskopie (REM) beleuchtet. In zwei Experimenten, dem Boxhandschuh- und Klebrige-Finger-Versuch, werden die Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Nanopartikeln verdeutlicht. Außerdem kann man einen Eiskristall wachsen lassen…
Anwendung und Nutzen von Nanotechnologie
Dann geht es weiter mit der eigentlichen Nanotechnologie: Nanofräse, Nanoradio, Nanomörtel und der Einsatz von Nanopartikeln in der Medizin, wie beispielsweise Alginat, einer Braunalge, in der Diabetestherapie.
Risiken der Nanotechnologie
Die letzte Etappe im Reich der Nanoteilchen widmet sich den Risiken. Welchen Einfluss haben Nanomaterialien auf den Mensch und die Umwelt? Mit Tafeln und Experteninterviews wird er Besucher auf die Gefahren und Risiken aufmerksam gemacht. Zum Abschluss gibt es noch eine computergestützte Umfrage zur Risikoeinschätzung der äußerst vielfältigen Nanotechnologie.
Ausstellungs-Infos
DASA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund, Tel: 0231/9071-2479, http://www.dasa-dortmund.de
Öffnungszeiten:
- Di-Sa: 9-17.00 Uhr
- So: 10-17 Uhr
Eintrittspreise:
- Kinder bis 5 Jahre frei
- Erwachsene 5,- Euro
Bildnachweis: © Doris Collier / Pixelio.de
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