Ausstellungen in Weimar zum 200. Geburtstag von Franz Liszt

Franz Liszt wurde 1860 Ehrenbürger von Weimar. In diesem Jahr wäre er 200 Jahre alt geworden. Konzerte und Ausstellungen erinnern an den bedeutenden Musiker

Franz Liszt, Ehrenbürger von Weimar, wird anlässlich seines 200. Geburtstag im Jahr 2011 erneut geehrt. Er wurde am 22. Oktober 1811 geboren. Ab 1842 ist er hier als Hofkapellmeister tätig, verließ nach einem Theaterskandal um 1861 Weimar und kehrte aber ab 1869 in den Sommermonaten nach Weimar zurück. Liszt nahm maßgeblichen Einfluss auf die musikalische Entwicklung in Europa seiner Zeit und verschaffte Weimar einen hohen Rang in der musikalischen Welt.

Ausstellungen um Franz Liszt außerhalb von Weimar

Der gebürtige Ungar galt bereits im Alter von fünf Jahren als Wunderkind. Heute ist in seinem Geburtshaus in Raiding dieser Zeit eine Ausstellung gewidmet. In der benachbarten Pfarrkirche widmet sich die Ausstellung der Taufe des hochbegabten Kindes und der Prophezeiung einer Zigeunerin, dass ihm eine frühe Legendenbildung bevorstünde. Im Raidinger Konzerthaus ergänzt eine Instrumentenausstellung das Thema.

In Eisenstadt finden in mehreren Gebäuden Ausstellungen zum Leben von Franz Liszt statt. Im Landesmuseum Burgenland sind die europaweiten Konzertreisen und seine mitreißenden Bühnenauftritte dokumentiert. Das Haydn-Haus zeigt die Gegenüberstellung der musikalischen Neuerer Joseph Haydn und Franz Liszt. Das Diözesanmuseum dokumentiert seine tiefe Religiosität und im Museum für Baukultur Neutal zeigt die Ausstellung Liszt als Freimaurer.

Weimar auf den Spuren von Franz Liszt erkunden

Nachdem er 1869 jeweils während der Sommermonate in Weimar in der Hofgärtnerei lebte, pflegte er den Kontakt zu seinen Vertrauten und Schülern. Heute befinden sich im Erdgeschoss des Hauses eine Dauerausstellung und im Obergeschoss das Wohn-, Arbeits-, Schlaf-, Speise- und Dienerzimmer. Das Gebäude wird nach dem 21.März 2011 nach Renovierungsarbeiten wieder eröffnet.

In der Zeit vom 25. Juni bis 29. Oktober 2011 wird jeweils samstags um 16 Uhr ein öffentlicher zwei Stunden andauernder Stadtrundgang stattfinden. Er beginnt am Weimarer Markt an der Touristeninformation und führt zu den Lebens- und Wirkungsstätten von Franz Liszt, wie die Altenburg, die Stadtkirche St. Peter & Paul, das Liszt-Museum und zur Hochschule für Musik.

Kulturelle Thema 2011 in Weimar: 200. Geburtstag von Liszt

Anlässlich seines 200. Geburtstag ist ihm in diesem Jahr das kulturelle Thema der Stadt Weimar gewidmet. Es werden rund 200 Konzerte, Wettbewerbe veranstaltet und Ausstellungen und Installationen zu sehen sein.

Ein Großteil der Organisation und Konzeption obliegt der nach ihm benannten Hochschule für Musik. „Franz Liszt, ein Europäer in Weimar“ unter diesem Titel sind im Schillermuseum seine biographisch-künstlerische Entwicklung zu sehen, mit der auch seine Bedeutung für die Musik und Geistesgeschichte Europas dokumentiert ist.

Der zweite Teil der Ausstellung ist im Schlossmuseum unter dem Motto "Kosmos Klavier" zu sehen. Hier sind Instrumente ausgestellt, mit denen Liszt musizierte, ebenso ein nachgebauter Flügel, den er auch als Reiseflügel nutzte. Ein begehbarer Flügel im Schlosshof bietet dem Besucher direkte Klangerfahrungen, indem er die unterschiedlichen Schwingungen nicht nur hört und sondern auch spürt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Ausstellungen

Die Landesausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen zur Ausstellung "Franz List – Ein Europäer in Weimar" finden jeweils dienstags um 16 Uhr, donnerstags um 15 Uhr und sonntags um 11 Uhr statt.

Im Schlossmuseum werden Führungen freitags und samstags um 15 Uhr und sonntags um 13 Uhr statt. Individuelle Audioguide-Führungen sind in deutscher und englischer Sprache möglich. Eintrittspreise betragen für Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro und für Schüler 3 Euro. Als kombiniertes Ticket inklusive der Besichtigung des Liszt-Haus kostet für Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 7 Euro und Schüler 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sowie Inhaber der ThüringenCard haben freien Eintritt.

Christine Rödel, Christine Rödel

Christine Rödel - Ich bin in Thüringen geboren und aufgewachsen. Mitte der achtziger Jahre genügte der sich immer mehr verengende Radius nicht ...

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