Roger Federer hat die Australian Open 2010 gewonnen und damit seinen 16. Grand Slam Titel errungen. Der Schweizer besiegte im Endspiel den Briten Andy Murray mit 6:3 6:4 7:6 und sicherte sich damit seinen vierten Erfolg beim ersten Grand Slam Turnier des Jahres in Melbourne.
Australian Open Finale 2010: Roger Federer gegen Andy Murray
Im Finale der Australian Open 2010 standen sich Roger Federer und Andy Murray gegenüber. Für den Schotten Andy Murray war die Teilnahme am Endspiel der Australian Open Neuland. Zuvor stand Andy Murray nur bei den US Open 2008 in einem Grand Slam Finale, damals auch gegen Roger Federer. Für Roger Federer war es dagegen die fünfte Finalteilnahme in Melbourne. Der Schweizer kontrollierte das Endspiel gegen Murray, der nur im dritten Satz Paroli bieten konnte. Für Federer war der 16. Grand Slam Titel sein erster Erfolg als Vater. Dieses schaffte zuletzt Andre Agassi 2003 an gleicher Stelle. "Das ist schon sehr speziell für mich. Ich sehe die Dinge jetzt anders als früher, bin entspannter“, kommentierte Federer überglücklich seinen Turniersieg und seine Vaterrolle. Andy Murray blieb indes wie schon bei seinem ersten Grand Slam Finale nur das Nachsehen. "Ich hatte Chancen, konnte sie aber nicht nutzen. Das ist enttäuschend, vielleicht fehlt mir noch die Erfahrung in der einen oder anderen Situation“, sagte ein enttäuschter Murray nach seiner Niederlage.
Titelverteidiger Nadal gibt verletzt auf
Für Titelverteidiger Rafael Nadal war im Viertelfinale Endstation. Der Spanier gab sein Match gegen Andy Murray im dritten Satz verletzungsbedingt auf. Grund für die Aufgabe von Nadal war wieder sein Knie, welches ihn schon oft zu Turnierpausen zwang. Auch für Novak Djokovic, Sieger bei den Australian 2008, war im Viertelfinale Schluss. Der Serbe hatte in seinem Spiel mit Magenproblemen zu kämpfen. Größte Überraschung des Turniers war der Kroate Marin Cilic, der sein erstes Halbfinale bei einem Grand Slam Turnier erreichte. Die australischen Fans wurden indes wieder nicht verwöhnt von ihren Landsmännern. Nur Lleyton Hewitt erreichte das Achtelfinale. Die Australier warten nun seit dem Jahre 1976 auf einen Heimsieg bei den Australian Open.
Deutsche Herren mit soliden Leistungen bei den Australian Open
Für die deutschen Tennisherren liefen die Australian Open recht ordentlich. Mit Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas erreichten drei Spieler die dritte Runde. Für alle drei Deutschen war aber dort nach guten Leistungen gegen höher eingestufte Spieler Schluss. Florian Mayer verabschiedete sich gegen Juan Martin del Potro und Philipp Kohlschreiber gegen Rafael Nadal. Die größten Chancen besaß Tommy Haas, der aber gegen Jo-Wilfried Tsonga eine Niederlage kassierte.
