
- Strand an der Ostküste - S. Strauch
Man entschließt sich in der Regel nicht mal eben so einen Abstecher nach Australien zu machen. Ein solches Unterfangen will gut geplant sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass "Down Under“ einfach zu groß ist, um es in den üblichen drei Wochen Sommerurlaub kennenzulernen, geschweige denn, es wirklich zu verstehen. Wenn man plant, dieses vor kultureller Vielfalt nur so strotzende Land zu besuchen, sollte man sich dafür so viel Zeit wie nur möglich nehmen. Doch ganz gleich ob der Chef einem in seiner Großzügigkeit noch eine Woche extra freigibt, alles zu sehen, alles zu "schaffen“, wäre ein, bei einer Fläche von ca. 8.500.00 km², hoffnungslos übersteigertes Ziel. Aus diesem Grund ist es unbedingt empfehlenswert, sich vor dem Urlaub einen der umfangreichen Reiseführer zuzulegen und die gewünschten Ziele dort ausfindig zu machen und in einem zweiten Schritt kritisch zu prüfen, ob die gewünschte Route überhaupt, in dem zur Verfügung stehen Zeitrahmen, zu bewältigen ist.
Die Planung des Aufenthalts in Australien
Die Frage ob man sich Pauschal oder auf eigene Faust aufmacht den siebten Kontinent zu erkunden, muss jeder für sich selbst entscheiden. Grundsätzlich kann man sagen, dass es in Australien, wo die Tourismusbranche, insbesondere die günstigere Sparte, schon seit einiger Zeit enorm boomt, nicht unbedingt notwendig ist Übernachtungen und Aktivitäten weit im Voraus zu buchen. Jedoch gibt es auch hier Haupt- und Nebensaisonzeiten, die Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Angeboten und insbesondere auch die Preise haben. Allerdings bleibt festzuhalten, dass man im Prinzip jede Jahreszeit im Land der Kängurus hervorragend verbringen kann, da bedingt durch die enorme geographische Ausdehnung in verschiedenen Teilen des Landes, zu verschiedenen Zeiten jeweils andere Saisontypen herrschen.
Keine Angst vor wilden Tieren
Gründlich informieren sollte man sich nichtsdestotrotz, da wohl niemand Wert darauf legt in der „Quallensaison“ die Ostküste des Landes zu bereisen, auch wenn dies mit Sicherheit ein Erlebnis darstellen würde, das man noch lange in seiner Erinnerung trüge – eher mit negativen Gefühlen behaftet, versteht sich. Dies ist zugleich auch ein weiterer Punkt den es zu beachten gilt. In großen Teilen Australiens sind einige der gefährlichsten Lebewesen, vorwiegend Insekten und Reptilien, der Welt beheimatet. Jedoch stellen auch diese keine besonders große Gefahr da, wenn man sich an die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen hält. Nackt in freiem Gelände übernachten sollte man jedoch, auch wenn es die angenehmen Temperaturen und der atemberaubende Sternenhimmel noch so sehr begünstigen, besser nicht.
Eine gute Ausrüstung unterstützt die Erkundung Australiens
Entsprechendes Equipment ist enorm wichtig, dazu gehören unter anderem festes Schuhwerk, eine schützende Kopfbedeckung und, auch wenn es viele nicht glauben wollen, regensichere Bekleidung. Davon sollte man sich aber auf keinen Fall abschrecken lassen, da selbst die monsunartigen Regenfälle, die je nach Jahreszeit in „Down Under“ auftreten können, ein atemberaubendes Naturschauspiel darstellen und ebenso beeindruckend wirken, wie die Pflanzen- und Tiervielfalt im tropischen Norden, die endlosen menschenleeren Wüsten im Landesinneren und das herrliche Ambiente der Westküste des Landes, welches mit bloßen Worten kaum noch zu beschreiben ist.
Die aufgeschlossenen Australier verstehen lernen
Ein großer Pluspunkt ist auch, dass bei einem Urlaub in Australien auch die zwischenmenschlichen Aspekte in keiner Weise zu kurz kommen. Die Menschen sind fast ausnahmslos freundlich, hilfsbereit und auch Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen. Ob dieses Phänomen von den weiter oben beschriebenen wunderbaren Naturschauspielen, von denen viele der Einwohner tagtäglich umgeben sind, oder vom meist guten Wetter herrühren, ist schwer zu sagen. Fest steht, dass die Australier zwar je nach Herkunft innerhalb des Landes ein schwer zu verstehendes, dialektgezeichnetes Englisch sprechen. Allerdings sind die meisten bereit, dem gegenseitigen Verständnis zuliebe, auch einmal etwas langsamer zu reden. Zur Not verständigt man sich einfach mit Händen und Füßen, bis man den „Aussie-Slang“ einigermaßen verinnerlicht hat und zumindest in der Lage ist ein richtiges australisches Frühstück, zum Beispiel gebratene Würstchen und Pommes Frites, zu bestellen.
Die Australische Küche
Wer nun denkt, dass der einzige kulinarische Unterschied zu Deutscher Küche darin besteht, dass in Australien bereits zum Frühstück das gegessen wird, was wir unseren Mägen erst gegen Mittag zutrauen, irrt gewaltig. Die Australische Küche steht für eine außerordentliche Vielfalt. Oftmals spürt man die Einflüsse verschiedener europäischer Zutaten und Zubereitungsarten, wobei die Speisen stets individuelle Noten enthalten, die sich so unverwechselbar machen. Vieles wird dem typischen Westeuropäer völlig unbekannt sein, vielleicht wird es ihn manchmal ein wenig Überwindung kosten, seine Entscheidung auf der Speisekarte zu fällen, bereuen wird er es hingegen nie, egal ob er Krokodil, Emu oder eine der delikaten Fischsorten probiert, die sich weltweit einzigartig, an der Ostküste des Landes tummeln.
"Down Under" gezielt bereisen
Ein Urlaub in Australien ist vor allem aufregend, da so vieles neu und unbekannt ist, dass man Gefahr läuft seinen eigenen Sinnen ein wenig zu viel zuzumuten. Daher sollte man sich auch bei seinen Reiseplänen, wenn man nicht gerade ein halbes oder ganzes Jahr Zeit hat, auf einige wenige Teile des Kontinents beschränken. Andernfalls ist es schwierig das Land in seiner vollen Intensität zu erleben, selbst wenn man so vielleicht nur einen kleinen Teil des Ganzen zu Gesicht bekommt.
Australiens viele Gesichter; Großstädte wie Sydney und einzigartige Naturschauplätze
Dabei wird es nie passieren, dass man etwas bereits Bekanntes sehen wird, egal ob man eine der imposanten Großstädte wie Sydney, Melbourne oder Brisbaine, die tropischen Regenwälder des Nordens besucht, oder einfach in der Leere der Wüste umherwandelt und bei Sonnenaufgang den magisch leuchtenden Uluru betrachtet, der einst die wichtigste religiöse Stätte für die australischen Ureinwohner dargestellt hat. Einen gewissen Grad an Aufgeschlossenheit und Abenteuerlust sollte jeder mitbringen der sich auf die weite Reise begibt, dann jedoch wird er eine Zeit verbringen, an die er sich wohl immer gerne zurückerinnern wird, auch wenn die Erlebnisse im Nachhinein ein wenig surreal anmuten könnten.
