Auto-Test: Der neue BMW X3

Der Fahrbericht des neuen X3 zeigt, dass BMW mit diesem SUV der Mittelklasse punkten kann. Doch es gibt auch Konkurrenten, die preisgünstiger sind.

Die beschriebene Probefahrt des Fahrzeugs fand in den Alpen statt. Es konnten vor allem das leichte Handling und auch die Sicherheit bei problematischen Straßenverhältnissen wie einer geschlossenen Schneedecke überzeugen. Beim Anfahren am Berg gab es keinerlei Probleme. Die Räder drehten nicht durch und der Wagen rutschte nicht zur Seite weg, sondern blieb bei gefühlvollem Gasgeben in der Spur. Im Gelände wurde nicht getestet, dafür gibt es besser geeignete Fahrzeuge mit größerem Bodenabstand. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass die Käuferzielgruppe des BMW X3 eher sportlich-bequem auf der Straße unterwegs sein will.

Das neue Design-Konzept

Im Vergleich zum Vorgängermodell fällt außen sofort optisch auf, dass die Linienführung wesentlich eleganter ist. Dies liegt daran, dass sowohl die Motorhaube als auch die Seitenflächen stärker und dynamischer modelliert sind. Der Wagen ist zudem acht Zentimeter länger. Auch die Heckpartie hat gewonnen und wirkt jetzt mit den schräg angesetzten LED-Leuchten viel harmonischer. Im Innenraum dominiert praktische und je nach Ausstattung luxuriöse Sachlichkeit. Die Sitze bieten guten Seitenhalt und die Instrumente spiegeln nicht und sind sehr gut ablesbar.

Die durchzugsstarken Motoren

Es gibt einen 6-Zylinder-Reihendieselmotor mit 190 kW (258 PS) und einem Verbrauchsmix von knapp über sechs Litern auf hundert Kilometer und einen 4-Zylinder-Reihendiesel mit 135 kW (184 PS), der laut Werksangabe knapp unter sechs Litern bleibt. Außerdem gibt es einen 6-Zylinder-Reihenbezinmotor, der einen kombinierten Verbrauch von um die neun Liter hat. Natürlich sind sämtliche Verbrauchswerte wie immer unter idealen Bedingungen gemessen worden und man muss im Alltagsbetrieb generell etwas mehr ansetzen. Selbst bei der optional erhältlichen 8-Stufen-Automatik, die aufgrund ihrer technischen Gegebenheiten kraftstoffsparend sein soll.

Das optimierte, moderne Fahrwerk

Im Gegensatz zu dem bisherigen X3, der ziemlich hart gefedert war, hat der Neue jetzt ein dynamisches Kontrollsystem, mit dem sich per Knopfdruck verschiedene Einstellungen der Dämpfer abrufen lassen. Es ist sowohl eine normale als auch eine sportliche Fahrweise möglich. Die moderne Fünf-Lenker-Hinterachse erfüllt zudem die heutigen Ansprüche an ein modernes Automobil und trägt ebenso wie die etwas breitere Spur zu mehr Komfort bei.

Die Sicherheit bei allen Straßenverhältnissen

Wie das X im Namen anzeigt, handelt es sich bei diesem SUV um ein Fahrzeug, bei dem alle vier Räder angetrieben werden. Dies geschieht nicht permanent, sondern Sensoren des Regelsystems DSC reagieren in Sekundenbruchteilen auf die Fahrbahnverhältnisse. Das ist natürlich besonders vorteilhaft im Winter bei Eis und Schnee sowie auf nassen Fahrbahnen. Hinzu kommt der gute Überblick nach vorne durch die erhöhte Sitzposition.

Das Fazit dieses Tests

Mit dem neuen X3 ist BMW ein Auto gelungen, das den Vorstellungen der meisten SUV-Liebhaber, die deutsche Fabrikate bevorzugen, bei der Qualität, der Motorleistung und dem Komfort entsprechen dürfte. Wen der relativ hohe Preis und die lange Zubehörliste abschreckt, findet mit dem VW Tiguan und dem Ende 2011 auf den Markt kommenden Audi Q3 etwas günstigere Alternativen.

Joachim Kath, Joachim Kath

Joachim Kath - Neben meinem Brotberuf als Strategy Consultant habe ich als freier Journalist und Buchautor gearbeitet. Ein Dutzend meiner Sachbücher ...

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