Autobiografie schreiben – kleine Lebensgeschichte als Lückentext

Papier und Stift - Erinnerungen notieren  - Sigrid Stephenson
Papier und Stift - Erinnerungen notieren - Sigrid Stephenson
Die eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben, ein Traum vieler Menschen. Eine Autobiografie macht viel Arbeit. "10 Szenen Ihres Lebens" als Lückentext helfen.

Sie haben schon oft daran gedacht, Ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Aber wo anfangen und wo aufhören? Die gesamte Autobiografie zu schreiben, diese Aufgabe erscheint dann doch zu groß. Und andererseits juckt es Ihnen immer wieder in den Fingern.

Vorarbeit für die Autobiografie – zehn Szenen als Anregung zum Schreiben von Erinnerungen nutzen

Rettung naht. Versuchen Sie es mit einer Biografie im Kleinen. Drucken Sie diesen Artikel aus . Dann machen Sie es sich an Ihrem Lieblingsplatz gemütlich. Nehmen Sie eine Unterlage und einen Stift zur Hand und füllen Sie die Lücken in der folgenden kleinen Lebensgeschichte „Mein Leben in 10 Szenen“ aus. (Die Angaben in Klammern zeigen Alternativen oder zusätzliche Anregungen auf.) Das wird Erinnerungen heraufbeschwören, garantiert. Und vielleicht dient dieses „Schnupperschreiben“ Ihnen auch als Anregung und Appetizer, um irgendwann dann doch alles aufzuschreiben, was nicht verloren gehen soll. Und los geht’s:

1. Der Tag der Geburt

Der Tag war da – ein Schrei und ich erblickte die Welt. Da war ich also, ein völlig neues Wesen, einzigartig und ganz besonders. Meine Eltern nahmen mich in Empfang und fanden .....

2. Erste Freundschaften der Kinderzeit und beste Freunde

Als meine Babyzeit vorüber war, setzte meine Mutter mich eines Tages in meiner neuen Spielhose (samt Eimerchen und Schaufel) ..... So lernte ich andere Kinder kennen. Ich erinnere mich noch genau an ....., der/die immer .....

3. Einschulung, Schultüte und Ende der Schulzeit – wichtige Stationen des Lebens

Zur Einschulung bekam ich eine ..... Schultüte. Der „Ernst des Lebens“ hatte begonnen. Jahrelang jonglierte ich nun mit Tafel und Griffel, mit Büchern, Heften und Stiften, mit Worten und Zahlen. An meinem letzten Schultag dachte ich .....

4. Nach der Schule – wie findet man den richtigen Beruf?

Die Schule war aus – vielleicht für immer. Und nun? Auf einen Lotteriegewinn wollte ich nicht setzen – ich brauchte einen Beruf. Also entschied ich mich (entschieden meine Eltern) ..... Mein Beruf verschlang von da an die Stunden des Tages. Er sorgte für Brot und manchmal für Kuchen.

5. Die erste große Liebe oder die Liebe des Lebens

Für Aufregung sorgte die Liebe. Vor allem meine erste (große?) Liebe. Ich erinnere mich noch genau .....

6. Der schönste Tag des Lebens? Die Heirat, das Brautkleid und der Hochzeitsanzug

Wir beschlossen zu heiraten. Die Kleiderfrage war (nicht) leicht zu beantworten. Mein Brautkleid (mein Hochzeitsanzug) .....

7. Als Mann ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen – wie war es wirklich?

Es heißt, ein Mann sollte ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen. Bei mir/uns war das (gar nicht so) leicht, denn .....

8. Älterwerden – stimmt das überhaupt, die Sache mit der Weisheit des Alters?

Mit dem Älterwerden soll ja die Weisheit kommen. Na, ich weiß nicht so recht. Vielleicht .....

9. Wo ist die Zeit geblieben? Das Leben im Rückblick betrachten und Bilanz ziehen

Die Jahre sind (zu) schnell vergangen, ich kann es kaum glauben. Wenn ich mein Leben heute so betrachte, dann denke ich .....

10. Der Lebenstraum – zum Träumen ist es nie zu spät

Nun gut. Was vergangen ist, ist vorbei. Zum Glück habe ich ja alles aufgeschrieben, damit ich bis ans Ende meiner Tage die Geschichte meines Lebens nachlesen kann. So kann ich mich meinen Träumen hingeben und ein wenig herumspinnen. Schon lange (seit kurzem) habe ich diesen einen Traum, der mich einfach nicht los lässt. Soll ich ihn verraten? Also gut: .....

Notizbuch, Schulheft oder Kladde mit dem Titel "Mein Leben" anlegen und systematisch Stoff sammeln

Wenn Sie fertig sind, lesen Sie Ihren Text in Ruhe noch einmal durch. Gut ist es, wenn Sie ihn sich selbst laut oder halblaut vorlesen. Vielleicht kommen jetzt Assoziationen auf, weitere Erinnerungen, innere Bilder. Wenn Sie noch Zeit und Lust haben, nehmen Sie sich ein Schulheft oder eine leere Kladde zur Hand. Schreiben Sie "Mein Leben" darauf. Und beginnen Sie zu sammeln. Was immer Ihnen einfällt oder in die Finger fällt, alte Fotos oder Einrittskarten vielleicht, legen oder kleben Sie hinein. Ihre Autobiografie wird spielerisch wachsen. Und eines Tages ist die Aufgabe, sie tatsächlich aufzuschreiben, gar nicht mehr so groß. Sie werden sehen.

Weitere Anregungen zum Thema finden Sie in dem sehr lesenswerten Buch "Die Heilkraft des Schreibens" von Herrad Schenk.

Sigrid Ruth Stephenson, Sigrid Ruth Stephenson

Sigrid Stephenson - Als Zehnjährige begann ich, meiner kleinen Schwester aus dem Stegreif Geschichten zu erzählen. Etwas später setzte unser ...

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