In „Aliens“ schickte er Sigourney Weaver noch höchstpersönlich in den Kampf gegen monströse Außerirdische. Fast ein Vierteiljahrhundert später bekommt es die erste Heroine im Science-Fiction-Genre erneut mit Aliens zu tun, und wieder führt der exzentrische Kanadier James Cameron Regie. Ausgestattet mit einem Budget von rund 240 Millionen Dollar schildert der Film den Krieg auf einem fremden Planeten gegen eine friedliebende Spezies, die einen ungewöhnlichen Verbündeten hat: Die Natur!
Krieg der Welten mit umgekehrten Vorzeichen
Ausnahmsweise ist es nicht die Menschheit, die Opfer einer außerirdischen Invasion wird. Im Gegenteil: Der Krieg der Welten wird von einer technologisch weit fortgeschrittenen Menschheit auf Pandora geführt. Auslöser ist die Gier nach Rohstoffen, die auf der heimatlichen Erde längst erschöpft sind.
Auch der gelähmte, ehemalige Soldat Jake Sully (Sam Worthington, „Terminator: Die Erlösung“) wird ins Kampfgeschehen involviert. Er steuert einen Avatar, der den Stamm der feindlichen Na’vi infiltrieren soll. Doch seine Mission wird durch ein unvorhersehbares Ereignis gefährdet: Jake verliebt sich in eine Frau der Na’vi …
Atemberaubender Trailer zu „Avatar“
Bereits der Trailer zu „Avatar“ macht klar, dass James Cameron erneut ein Blockbuster gelungen ist. In High Definition produziert, stellt der „Avatar“-Trailer das derzeitige technische Maximum der Filmindustrie dar. Kein Wunder, dass vielen Zuschauern bereits beim Trailer die Münder offen standen vor Erstaunen. Auch die Teaser weckten bereits vorab helles Interesse an „Avatar“ und dürften einen enormen Kassenerfolg so gut wie garantieren.
Schwieriges Regie-Wunderkind James Cameron
Klar ist auch: James Cameron hat es wieder einmal geschafft! Sein Perfektionismus ist geradezu sprichwörtlich und machte ihn zu einem der am meisten gefürchteten Regisseure der Traumfabrik Hollywoods. Angeblich trugen am Set von „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ Mitglieder der Crew T-Shirts mit der Aufschrift: „Terminator 3? Ohne mich!“. Ob wahr oder nicht: Immerhin schaffte es das Regie-Wunderkind James Cameron ein ums andere Mal, den Zuschauer in Erstaunen zu versetzen.
Camerons Weg von „Terminator“ zu „Avatar“
Dabei hatte nach seinem Debütfilm „Piranha 2 – Fliegende Killer“ nichts auf eine große Karriere hingedeutet. Der Streifen entpuppte sich in jeglicher Hinsicht als Desaster, was vor allem an den ständigen Einmischungen des Produzenten lag. Für Cameron dennoch eine wertvolle Erfahrung: Ab diesem Zeitpunkt nahm er bei seinen Filmen alle Zügel selbst in die Hand.
1984 öffnete ihm „Terminator“ die Tür zu Hollywood, während der enorme Erfolg von „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ freien Zugang zu den Geldbörsen der Filmstudios bedeutete. Abgesehen von Steven Spielberg hätte wohl kein anderer Regisseur ein dermaßen gigantisches Budget anvertraut bekommen, wie es für die Produktion von „Titanic“ nötig war. Der Rest ist in mehrfacher Hinsicht Kinogeschichte: Bis heute ist „Titanic“ der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten und machte Kate Winslet sowie Leonardo DiCaprio über Nacht zu Superstars.
Dank „Avatar“ ist der „King of the world“ zurück am Filmthron
Legendär ist auch James Camerons Jubel in der Oscar-Nacht 1998: „I'm the king of the world!“, jubelte der mittlerweile zum fünften Mal verheiratete Kanadier. In jener Nacht war er der König der Filmwelt: 11 Oscars für „Titanic“ waren der Lohn seiner von der Kritik oft geflissentlich übersehenen Mühen.
Danach zog sich Cameron zurück, widmete sich kleineren Projekten und die letzten Jahre über der Produktion von „Avatar“. Auch wenn er nie ganz weg war: Mit „Avatar“ feiert der „King of the world“ ein grandioses Comeback!
