
- Knusprige Keksvariation aus Ozeanien - Lisa Gianna Böttinger
Die knusprig-leckeren ANZAC-Cookies sind schnell zubereitet und bringen eine heldenhafte Geschichte mit sich: Dieses Gebäck wurde im ersten Weltkrieg von Ehefrauen an ihre den Australian and New Zealand Army Corps (ANZAC) dienenden Ehemänner geschickt, um ihnen eine süße Freude zu bereiten. Das Rezept ist so einfach und wirkungsvoll, dass es noch heute zu vielen Anlässen in Neuseeland und Australien ganzjährig gerne benutzt wird – viele Rezeptvariationen machen die Cookies je nach Zubereitung nämlich auch zu einem sommerlichen Snack oder einer Beilage zum Müsli.
Grundrezept ANZAC-Cookies: Kokosraspeln mal anders
Es sind mal wieder Zutaten vom Plätzchenbacken übrig, die wir normalerweise etwa im November wieder entdecken – mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum. Das muss nicht sein! Auch wenn wir nach Weihnachten erstmal die Nase voll von süßen Sünden haben – die ANZAC-Cookies haben aufgrund der Haferflocken einen hohen Ballaststoffanteil und gelingen als gesündere Alternative auch mit Vollkornmehl und Honig statt Zucker. Die Kokosraspeln kennen wir ansonsten von den oft mit Schokolade überzogenen Kokosmakronen an Weihnachten. Im folgenden Rezept sorgen sie für knusprige Kekse mit einem Hauch ozeanischer Exotik, die sich auch leicht und lecker mit Joghurt und frischen Früchten kombinieren lassen.
- Zutaten: 100g Butter, 1 Esslöffel Zuckerrübensirup, 1/2 Tasse Zucker, 3/4 Tasse Mehl, 1 Tasse Kokosraspeln, 1 Tasse Haferflocken, 3-4 Esslöffel kochendes Wasser, 1/2 Esslöffel Backpulver.
- Zubereitung: Mehl, Zucker, Kokosraspeln und Haferflocken mischen. Butter und Zuckerrübensirup schmelzen, dann das Backpulver im kochenden Wasser auflösen und die Mischung zur Butter geben. Danach die Flüssigkeit mit der Mehl-Mischung verrühren, gut durchkneten - fertig.
- Die Cookies können entweder mit zwei Löffeln in Form gebracht werden oder man formt eine Teigrolle und schneidet Scheiben ab, die auf das eingefettete Backblech oder Backpapier gegeben werden. Die Cookies werden bei 180 Grad Umluft etwa 20 Minuten gebacken.
Rezeptvariationen und Gerichte mit ANZAC-Cookies
Besonders beliebt in Neuseeland sind die „toasted Mueslis“ - geröstete Haferflocken mit Trockenfrüchten und Nüssen, die jedoch oft alles andere als gesunde Fitmacher sind, sondern schwer im Magen liegen. Will man auf die süße und knusprige Müslibeilage trotzdem nicht ganz verzichten, eignen sich ANZAC-Cookies als Streusel auf Joghurt oder Vollkornmüsli. Dazu einfach die Teigmischung als Flocken auf dem Backblech verteilen und je nach Größe die Backzeit verringern, bis die Flocken leicht gebräunt sind. Die gebackenen Streusel einfach in einer Dose aufbewahren und je nach Belieben auf die Frühstücksflocken streuen. Auch auf dem Dessert sind die ANZAC-Flocken ein Hingucker. Auf Eiscreme gestreut oder als Deko auf einer Creme Brulée – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Besonders lecker sind die Cookies wegen ihres zarten Kokosgeschmacks jedoch kombiniert mit exotischen Früchten wie Ananas, Mango oder Kiwi. Als Snack für zwischendurch ist Naturjoghurt mit Obst und den süßen Flocken ein echter Energiekick, der lange anhält. Auch mit heimischen Obstsorten und ANZAC-Cookies kann man jedoch ein Gericht zaubern, dass sich als süße Hauptspeise oder Zwischenmahlzeit eignet. Für ANZAC-Apfel-Zimt-Quark einfach frische Äpfel in Stücke schneiden und in der Pfanne mit Honig abschmelzen, dann abkühlen lassen. Den Quark nach Belieben mit Sahne oder Joghurt verfeinern, Zimt und braunen Zucker einstreuen und die Äpfel unter die Quarkmasse heben. Wer mag mischt noch Rosinen oder Mandelsplitter dazu, diese können aber auch wunderbar als Deko fungieren. Den Quark zusammen mit 2-3 ANZAC-Cookies auf einem Teller anrichten, mit frischen Apfelscheiben garnieren und mit Zimt bestreuen. Dieses Rezept gelingt auch mit Milchreis oder Birnen – lassen Sie es sich schmecken!
Die Ehefrauen der Soldaten backten die Kekse vor allem wegen ihrer guten Haltbarkeit auf der langen Überseereise. Haltbar sind ANZAC-Cookies auf jeden Fall – heutzutage aber nur, wenn sie gut versteckt sind!
