Banitza - Rezept für Weihnachten und Silvester

Lecker essen und Spaß haben an den Festtagen - auf bulgarische Art

Selbstgemachte Banitza - Yana Bandarmalieva
Selbstgemachte Banitza - Yana Bandarmalieva
Banitza ist ein traditionelles Gericht für Weihnachten und Silvester in Bulgarien. Es ist nicht nur lecker, sondern auch aufregend die mitgebackenen Wünsche zu entdecken.

Banitza ist eine Art Blätterteiggebäck, das in Bulgarien sehr beliebt ist und über das ganze Jahr gerne mit Salzigem oder mit Süßem gegessen wird. Zu Weihnachten und Silvester bekommt die Banitza eine besondere Rolle. Das Gebäck wird zusammen mit der Familie gegessen und im Unterschied zu dem Essen während des Jahres werden in die Banitza vor dem Backen Wünsche gesteckt. So wird das Essen der Banitza zu einem besonderen Erlebnis.

Die kleinen Wünsche

Nach bulgarischer Tradition wird jeder Wunsch auf ein Stückchen Papier geschrieben. Das wird um den Zweig einer Kornelkirsche gewickelt, in den Teig der Banitza verteilt und gebacken. Beim Aufschneiden der Banitza bekommt jeder zufällig einen Wunsch zugeteilt. Ein praktischer Ersatz für das Mitbacken der Wünsche wäre das Einstecken von kleinen Spießen mit den Wunschzettelchen in die Oberfläche der fertig gebackenen Banitza. So ist vielleicht nicht alles so versteckt wie beim Mitbacken, aber man läuft nicht Gefahr, auf den Kornelkirschenzweig zu beißen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, was die Wünsche angeht, aber meistens und am einfachsten sind sie in der Form von Stichwörtern: neues Haus, neues Auto, das große Geld, Weltreise können zum Beispiel einige der materiellen Wünsche sein. Gesundheit, Glück und Liebe sprechen Geist und Seele an. Faulheit und viel arbeiten wären gut zum Scherzen. Die Mischung von vielen unterschiedlichen und vor allem versteckten Wünsche macht es spannend, ein Stückchen Banitza zu Weihnachten oder Silvester zu essen. Hier ist ein Rezept aus Omas Backbuch. Die Zutaten reichen für ein rundes Blech.

Die Zutaten für den Banitza-Teig

  • 1 Ei
  • 1 Tasse lauwarmes Wasser
  • 2 Esslöffel Essig
  • 1 Esslöffel Öl
  • 1 Prise Salz
  • Mehl (soviel es aufnimmt, um mittelharter Teil zu werden, ca. 700g)

Wenn alles gut vermengt ist und zu einem Teig geworden ist, sollte der Teig für gut eine Viertelstunde abgedeckt in einem warmen Raum ruhen. Die Oberfläche kann außerdem mit etwas Öl bestrichen werden. Während der Teig ruht, kann man mit der Vorbereitung der Füllung beginnen.

Die Zutaten für die Banitza-Füllung

  • 3 Eier
  • 2-3 Esslöffel Naturjoghurt
  • ca. 250g Weichkäse

„Feta“ gibt es mittlerweile überall zu kaufen, dabei wird meistens zwischen türkischer, griechischer und seltener bulgarischer Herkunft unterschieden. In Deutschland ist meist Feta aus Kuhmilch erhältlich, aber auch Käse aus Schafsmilch ist gut geeignet - je nach Geschmack.

Die Eier aufschlagen und den Käse vor dem Hinzugeben zerbröseln. Den Naturjoghurt dazu geben und alles vermengen.

Weiterverarbeitung des Teigs

Teilen Sie den Teig in zwölf kleine Bälle. Die Teigbälle werden nach einander zu dünnen Blättern ausgerollt. Aus den ersten drei ausgerollten Bällen wird eine Lage. Um den Blätterteigeffekt zu erreichen, sollte jedes Blatt vor dem Aufeinanderstapeln mit flüssiger Butter bestrichen werden.

Wenn die ersten drei ausgerollten Bälle zu einer Lage geworden sind, kommen sie auf das runde Blech. Vor dem Verteilen des ersten Drittels der Füllung sollte das oberste Teigblatt ebenfalls mit flüssiger Butter bepinselt werden. Die restlichen neun Bälle werden nach dem gleichen Prinzip ausgerollt – die Lage besteht aus jeweils drei Schichten. Die Banitza-Füllung sollte vor der letzten Lage verbraucht sein.

Die letzte Lage der Banitza wird ebenfalls mit Butter bestrichen, ein geschlagenes Ei mit etwas Salz wird auf der Oberfläche verteilt.

Das fertige Lagen-Kunstwerk kommt in den vorgeheizten Backofen auf die mittlere Schiene und wird bei 180° C Umluft ungefähr 30 Minuten lang gebacken, bis die Oberfläche der Banitza gold-braun wird.

Am besten schmeckt die Banitza lauwarm. Nach Wunsch kann man vor dem Servieren mit Puderzucker leicht bestäuben. Dazu passt auch Honig gut.

Bei Suite101 finden Sie auch Rezepte für ein komplettes vegetarisches Weihnachtsmenü auf bulgarische Art.

Yana Bandarmalieva, Yana Bandarmalieva

Yana Bandarmalieva - Ich bin am Schwarzen Meer in Bulgarien aufgewachsen. Nach Deutschland bin ich wegen meines Studiums gekommen. Mittlerweile habe ich das ...

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