
- Barack Obama am 1. Mai im Weißen Haus - Pete Souza
Die 57. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika findet Ende 2012 statt, doch während der amtierende Präsident Barack Obama versucht, sich auf seine Kampagne vorzubereiten, muss er sich immer wieder gegen Donald Trump verteidigen, der in den Raum gestellt hat, unter Umständen für die Republikaner anzutreten.
Der Geburtsort Barack Obamas
Obwohl Donald Trump noch nicht einmal zu den offiziellen Kandidaten der Republikaner gehört, hat er sich in der Vergangenheit nicht gescheut, Spitzen gegen den amtierenden Präsidenten Barack Obama zu feuern. Jüngster Stein des Anstoßes war für den Immobilienmogul die Frage ob Barack Obama eigentlich in den USA geboren wurde, eine Voraussetzung um überhaupt Präsident zu werden. Obama hat einen Vater aus Kenia und eine US-amerikanische Mutter. Er wuchs zum Teil in Hawaii und in Indonesien auf. Die Debatte – welche eigentlich schon lange keine mehr ist – war bereits seit Jahren beigelegt, dann aber wieder durch Trump aufs Tapet gebracht worden.
Ende April ließ Barack Obama dann öffentlich seine Geburtsurkunde zeigen, die das beweist, was eigentlich ohnehin jeder wusste: Der erste schwarze Präsident der USA wurde am 4. August 1961 in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii geboren. Obama war trotz allem sichtlich verstimmt über die Debatte und ließ seinem Ärger vor Journalisten im Weißen Haus freien Lauf: „Wir haben keine Zeit für solchen Blödsinn“, kritisierte er das Verhalten der radikalen Republikaner. „Wir haben Besseres zu tun. […]Ich habe Besseres zu tun.“
Barack Obama als Comedian
Wenige Tage später, am 30. April, war der Ärger bei Obama wieder verfolgen und er präsentierte sich beim alljährlichen Galadinner des Pressekorps des Weißen Hauses in bester Laune. Er nahm Donald Trump, der sich ebenfalls unter den Gästen befand, auf die Schippe, indem er vor Beginn seiner Rede ankündigte, einen kurzen Ausschnitt aus seinem Geburtsvideo zu zeigen. Material, das er bisher selbst nicht gesehen habe. Auf einer großen Leinwand wurde dann ein Ausschnitt aus dem Disney Film „König der Löwen“ gezeigt, in dem ein kenianischer Löwe seinen Sohn Simba präsentiert.
Trump, der zeitweise immer wieder von den Kameras eingefangen wurde, war weniger erfreut über diesen Seitenhieb, der dem amtierenden Präsidenten erneut Sympathien in einer schwierigen Zeit einbrachte. Am Ende konnte sich Obama auch eine Spitze in Richtung des Fernsehsenders Fox nicht verkneifen und stellte das Offensichtliche noch einmal heraus: „Das war ein Scherz. Es ist ein Ausschnitt aus einem Disney Film.“
Offizielle Kandidaten der Demokraten und Republikaner
Neben dem Scharmützel zwischen Donald Trump und Barack Obama gibt es aus dem demokratischen und republikanischen Lager bisher nur wenig zu vermelden. Bei den Demokraten tritt neben Barack Obama noch der Pro-Life Aktivist Randall Terry als Präsidentschaftskandidat an. Bislang sind dies beiden einzigen Kandidaten aufseiten der Demokraten. Bei den Republikanern ist die bisherige offizielle Liste ein wenig länger. Neben Donald Trump, der seine Kandidatur noch nicht bestätigt hat, treten Gary E. Johnson, Fred Karger, Andy Martin, Jimmy McMillan, Ole Savior und Jonathon Sharkey an. Am 6. November 2012 werden die Wahlmänner des Electoral College gewählt, welche dann am 17. Dezember 2012 ihre Stimmen für den Präsidenten und Vize-Präsidenten abgeben.
Quellen:
