
- Buchtitel des engl. Originals - www.penguin.co.uk
Barbara Sleigh (1906-1982) ist in England eine bekannte Kinderbuchautorin mit einer ganzen Reihe zauberhafter Bücher. In Deutschland waren ihre Bücher nur relativ kurz auf dem Markt, heute werden sie sowohl in Englisch als auch in Deutsch entweder gebraucht bei verschiedenen Bücherhändlern im Internet besonders günstig angeboten - oder aber zu Höchstpreisen wie Kunstwerke gehandelt. Die erste Gruppe sortiert offensichtlich alte Kinderbücher aus den Schränken, die zweite weiß, dass die Bücher wertvoll und rar sind. Doch einige ihrer Bücher wurden sogar auch als Hörbücher herausgebracht.
Geschichten, die schon Generationen verzauberten
Die Sache mit der Magie. Die Zauberwelt hat schon viele Kinder und Kinderbuchautoren fasziniert. Hexen, ihre Besen und Rezepte gibt es bekannterweise seit Urzeiten. Bei Barbara Sleigh tauchen sie im hier und jetzt auf, ohne eine eigene unsichtbare Welt zu haben. So wie Carbonel, der verzauberte Kater in London. Und obwohl Barbara Sleigh die Geschichte bereits Ende der fünfziger Jahre schrieb, ist sie so verfasst, dass sie auch heute noch genauso passieren könnte - wenn man der richtigen Hexe begegnet.
Es beginnt mit dem Sommer und einem braven Mädchen
Rosemary hat den letzten Schultag vor den Sommerferien und versucht sich auf die grenzenlose Freiheit zu freuen. Getrübt wird ihre Freude von Mitschülern, die ihr erzählen wo sie überall hinfahren werden, wohl wissend, dass Rosemary zu Hause bleiben muss. Denn Rosemary lebt allein mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung ohne eigene Küche - und ein Urlaub ist finanziell nicht möglich. Im Gegenteil, jeder Penny muss dreimal umgedreht werden, denn die Mutter arbeitet als Schneiderin und hat nur unregelmäßige Arbeit mit recht wenig Verdienst. Durch diese Situation hat Rosemary schon früh gelernt, was Sparen bedeutet, und dass sie ihre Mutter so gut sie kann unterstützen muss.
Ein Ferienjob muss her....
So dachte Rosemary jedenfalls an ihrem ersten Ferientag. Sie wollte ihrer Mutter eine Freude machen und kam auf die Idee, selbst etwas zur Haushaltskasse beisteuern zu wollen. Sie überlegte, was sie wirklich gut konnte und kam auf das Putzen. Nun hat jeder guter Handwerker sein eigenes Werkzeug, also brauchte sie ihr eigenes Putzzeug. Auch, um das der Mutter nicht zu benutzen. Und wo kann man Putzzeug günstig und gebraucht bekommen? Am besten auf dem Wochenmarkt, wo man den Händlern notfalls die eigene Situation erklären und Handeln kann. Sie kommt spät auf den Markt und sucht schließlich nach einem Besen. Da begegnet ihr ein schwarzer Kater, der ihr um die Beine streicht und sie zu einer Frau führt, die einen alten Reisigbesen verkaufen will. Und den Kater dazu. Rosemary muss ihr ganzes Geld opfern und zu Fuß nach Hause gehen, statt den Bus zu nehmen. Seltsamerweise folgt ihr der schwarze Kater auf Schritt und Tritt. Als sie jammert, weil auch noch ihr Schuh kaputt geht und das die Mutter belasten wird, spricht sie eine Stimme an. Doch da ist niemand. Sie stoppt, flickt den Schuh und ist erleichtert, dass sie niemanden mehr hört. Dann nimmt sie den Besen wieder auf und hört die Stimme wieder. Kann der Kater sprechen? Können alle Katzen sprechen? Ihr ist ein wenig unheimlich und sie beeilt sich nach Hause zu kommen. Was sie noch nicht ahnt: vor ihr liegen abenteuerliche, aber zauberhafte Sommerferien.
Buchtitel in Deutsch: Der verzauberte Kater
Originaltitel in Englisch: Carbonel
Autorin: Barbara Sleigh
Erscheinungsjahr der Erstausgabe: 1959, London
Deutsche Erstausgabe: 1963, Benzinger Verlag
Verlag: Ravensburger Taschenbücher (1972)
ISBN: 3 373 39237 5
Preis: variiert, erhältlich vermutlich nur im Internet
