Basilikum – das Gute-Laune-Kraut

Herkunft, Sortenreichtum, Anzucht und Pflege

Baslikum sorgt für gute Stimmung & guten Geschmack - flickr/yashim
Baslikum sorgt für gute Stimmung & guten Geschmack - flickr/yashim
Seit der Antike kennt man Basilikum. Das duftende „Königskraut" ist aus der modernen Küche nicht wegzudenken und soll, laut neuerer Forschung, sogar gute Laune machen.

Basilikum (Ocimum basilicum) ist eine aromatische und dekorative Gewürzpflanze mit einer langen Historie.

Geschichte des Basilikums

Sowohl in Afrika als auch in Indien kennt man das Basilikum schon sehr lange. Während es in Afrika zunächst nicht kultiviert wurde, war es in Indien schon vor 3000 Jahren in Gebrauch und wurde dort wegen seines Duftes als „Heiliges Basilikum“ dem Gott Vishnu geweiht. Seit der Antike kennt man das duftende Kraut unter dem Namen „Basilikum“, also Königskraut (von griechisch basileus= König). Bereits im ersten Jahrhundert erwähnte der Grieche Dioskurides das Basilikum in seinem arzneikundlichen Werk mit den Worten es habe „eine reinigende Wirkung auf das Haupt“. Dass der Duft von Basilikum die Stimmung hebt und für gute Laune sorgt hat die moderne Forschung bestätigt. Im Mittelalter galt Basilikum als Zauberkraut, das böse Geister vertreiben sollte.

Gesundheitsfördernde Wirkung von Basilikum

Die Duftstoffe des Basilikums wirken belebend und stimmungsaufhellend. In der Aromatherapie wird Basilikum eingesetzt gegen Anspannungs- und Erschöpfungszustände. Die enthaltenen Wirkstoffe Eugenol und Estragol haben eine krampflösende, verdauungsfördernde Wirkung und helfen gegen leichte Krämpfe im Magen-Darm-Bereich. Als Bestandteil von Heilsalben fördert Basilikum die Wundheilung und verhindert Entzündungen. In der Frauenheilkunde hilft Basilikum gegen krampfartige Regelbeschwerden und soll auch helfen Wechseljahrbeschwerden zu mildern.

Die verschiedenen Basilikum-Sorten

Heute hat man 60 verschiedene wilde Sorten Basilikum identifiziert. Durch Züchtung und Kreuzung entstehen immer wieder neue kultivierte Sorten. Am weitesten verbreitet sind:

  • Gewöhnliches Basilikum ist heute fast in jedem Supermarkt zu haben. Es eignet sich vor allem für Pesto und die italienische Küche.
  • Thai-Basilikum ist in asiatischen Lebensmittelläden erhältlich und auch unter dem Namen Tulsi bekannt. Es hat ein würziges Aroma mit einem Hauch von Anis, Zimt und Nelken.
  • Griechisches Buschbasilikum hat sehr kleine Blätter, die sehr intensiv schmecken. Es wird hauptsächlich in der südeuropäischen Küche verwendet und eher sparsam eingesetzt.
  • Afrikanisches Basilikum
  • Verschiedene aromatische Sorten wie Lakritz-Basilikum, Anis-Basilikum, Zitronen-Basilikum, Nelken-Basilikum und andere

Alle Sorten werden in der Küche nur getrocknet oder roh verwendet. Bei warmen Gerichten wird das Kraut erst ganz am Schluss zugegeben.

Basilikum in Haus und Garten

  • Basilikum im Topf ist mittlerweile das ganze Jahr über in fast jedem Supermarkt erhältlich. Das ist die bequemste Lösung, um immer etwas von dem duftenden Kraut zur Hand zu haben. Allerdings kann die Pflanze nach dem Abernten eigentlich nur entsorgt werden, weil sie kaum noch nachwächst.
  • Basilikum aussäen ist die Alternative, für die es etwas mehr Geduld braucht. Aussäen kann man Basilikum Ende März, Anfang April. Dann kann man damit beginnen, die Vorkulturen auf der Fensterbank zu ziehen. Gegossen werden die Sämlinge am besten mit lauwarmem Wasser. Basilikum verträgt keine Kälte und sollte deshalb nicht vor Mitte Mai nach draußen gestellt werden.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Pflanze im Supermarkt zu kaufen und diese zu teilen und neu einzupflanzen. Dafür werden die oberen großen Triebe entfernt, damit sich die kleineren Triebe später besser entfalten können. Der Wurzelballen wird vorsichtig in zwei bis vier Teile geteilt und einzeln in Töpfe mit Blumenerde gesetzt. Gekaufte Pflanzen sind oft so dicht gesät, dass sie nicht richtig austreiben können. Durch die Teilung gibt man kleinen Trieben die Möglichkeit sich zu entwickeln und hat damit eine reichere Ernte.

Grundsätzlich gilt: Basilikum kommt vom südlichen Teil der Erdkugel. Dort wächst es wie Unkraut, deshalb gedeiht das grüne Kraut auch am besten dort, wo es sehr hell und sehr sonnig ist. Die Pflanze sollte nie völlig austrocknen und mäßig gegossen werden, allerdings immer von unten.

Ursula Kohaupt - Hineingeboren in die Generation Golf, aufgewachsen in Bayreuth und Kunstgeschichte studiert in Bamberg, Marburg & London. Danach sechs ...

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