2012 haben die privaten Krankenversicherungen erneut ihre Beiträge erhöht. Für immer mehr Menschen wird die PKV zur Kostenfalle. Am Anfang locken die Privaten junge Menschen mit günstigen Tarifen und einem tollen Leistungsangebot. Wer möchte nicht auch den Heilpraktiker oder die Massage bezahlt bekommen und das noch günstiger als in der gesetzlichen Krankenversicherung? Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge. Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur möglich, wenn das Jahreseinkommen unter 50. 850 € (Stand 2012) sinkt. Wer älter als 55 Jahre alt ist, kann gar nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Gerade in dieser Altersgruppe erleben immer mehr Menschen etwas, das man ganz sicher als Skandal bezeichnen kann. Die Krankenkassenbeiträge übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der Versicherten, die Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse ist nicht mehr möglich. Kommt es zu Zahlungsausfällen, werden Versicherte automatisch in den sogenannten Basistarif eingestuft. Dieser wurde vom Gesetzgeber eigentlich als günstige Alternative für privat Versicherte geschaffen. Doch tatsächlich ist der Basistarif die sogenannte dritte Klasse unter den Krankenversicherungen und mit bis zu 575 € monatlich auch nicht wirklich günstig.

Endstation Basistarif - wenn Ärzte die Behandlung verweigern

Die Verrechnungssätze der Ärzte sind bekanntlich für gesetzlich Versicherte deutlich niedriger als für privat Versicherte. Deswegen behandeln Ärzte Privatpatienten bevorzugt, schließlich lässt sich an ihnen sehr viel mehr verdienen. Was viele Versicherte nicht wissen ist, dass die Verrechnungssätze für Basisversicherte am niedrigsten sind. Aus diesem Grund lehnen viele Ärzte mittlerweile die Behandlung von Patienten, die im Basistarif versichert sind, ab. Fälle, in denen Patienten viele Kilometer fahren müssen, um einen Arzt zu finden, der sie behandelt, sind tatsächlich keine Ausnahme mehr. Die Bundesärztekammer sieht in der Verweigerung der Behandlung von Basistarifversicherten jedoch keine Pflichtwidrigkeit. (Quelle, Ratgeber Geld, ARD) Wer sich zum Basistarif versichert, muss damit rechnen, von Ärzten abgelehnt zu werden. In vielen Fällen sind solche Patienten schlechter dran als gesetzlich Versicherte. Was aber tun, wenn die private Krankenversicherung zu teuer geworden ist? Es gibt durchaus bessere Alternativen zum Basistarif.

Alternativen zum Basistarif für privat Versicherte

Falls Sie die Beitragssätze Ihrer PKV nicht mehr zahlen können, ist der Basistarif nicht die beste Lösung. Oftmals ist es für Versicherte sinnvoller, mit der PKV einen neuen Tarif auszuhandeln. Die Versicherung zu einem günstigeren Beitragssatz wird in der Regel möglich sein, allerdings müssen hierbei Leistungskürzungen oder eine Selbstbeteiligung in Kauf genommen werden. Durch eine Selbstbeteiligung lassen sich Beitragssätze reduzieren. Auch der Ausschluss bestimmter Leistungen wie zahnmedizinische Leistungen, Chefarztbehandlung et cetera kann eine Möglichkeit sein, die finanzielle Belastung zu senken.