Bauanleitung für eine selbst gemachte Schlüsselleiste

Schlüsselleiste nach Wunsch - selbst gemacht - Manuela Käselau
Schlüsselleiste nach Wunsch - selbst gemacht - Manuela Käselau
Nicht immer erfüllen die gekauften Schlüsselbretter die eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Eine Bauanleitung für ein etwas anderes Schlüsselbrett.

Schlüsselbretter gibt es in fast jedem Haushalt und auch aus fast jedem Material. Viele erfüllen eigene Wünsche sehr gut, andere dafür nicht so sehr. Für die hier vorgestellte Schlüsselleiste gab es die Vorgabe, dass man beim Reinhängen oder Abnehmen von Schlüsseln nicht das Geräusch von Metall auf Metall oder das des Schlüsselbundes hört. Und es sollte die Ecke neben der Tür möglichst effektiv ausfüllen.

Für halbwegs begabte Hobbyhandwerker ist diese Bauanleitung ohne große Probleme umzusetzen. Man braucht ungefähr drei Stunden Zeit dafür, der Materialeinsatz ist gering.

Was braucht man an Material und Werkzeug?

Für die vorgestellte Schlüsselleiste wurde ein altes Stück Eichenholz verwendet, was bei einem Tischler übrig war. Man sollte Vollholz verwenden, für eine lange Lebensdauer sind Harthölzer eher geeignet. Heimische Sorten wären hier, neben der Eiche, zum Beispiel Buche, Esche und Ahorn.

An Maschinen braucht man eine Bohrmaschine und eine Tischkreissäge, deren Sägeblatt man horizontal stellen kann oder alternativ eine Oberfräse. Des Weiteren braucht man einen Hobel, grobes und feines Schleifpapier und einen Schleifklotz.

Zum Anzeichnen der Maße braucht man Bleistift und Lineal. Zum späteren Bearbeiten des Holzes Wachs oder Öl.

Maße der hier vorgestellten Schlüsselleiste

Die abgebildete Schlüsselleiste hat eine Länge von 40 cm, ist 4 cm hoch und 5,5 cm tief. Der Schlitz zur Aufnahme der Schlüssel ist 0,03 cm hoch und 4,5 cm tief. Für zehn Schlüsselbunde ist hier maximal Platz, alle handelsüblichen Schlüssel passen in die Schlüsselleiste. Jeweils 3 cm vom äußeren Rand entfernt befindet sich ein Bohrloch zur Aufnahme der Schraube bei der späteren Wandmontage.

Im Prinzip kann man die Leiste in der Länge endlos gestalten. Die Tiefe des Schlitzes muss wegen der Länge der Schlüsselbärte bei 4,5 cm bleiben. Wenn man aber längere oder kürzere Schlüssel hat, kann man die Tiefe anpassen. Hierzu misst man die Bartlänge und nimmt das Ergebnis dann als Tiefenmaß für den Schlüsselschlitz.

Bei der vorgestellten Schlüsselleiste ist der Schlitz mit einer Kreissäge gesägt worden, so dass die Tiefe an den Enden auslaufend etwas geringer wird. Kürzere Schlüssel kann man hier also in der gleichen Leiste wie längere aufbewahren.

Das Holz vorbereiten und maschinell bearbeiten

Zunächst bringt man das Holz auf die Maße, die man sich vorgestellt hat, mittels Säge, Hobel oder Hobelmaschine. Wenn man ein Stück Holz aus dem Baumarkt benutzt, lässt man es sich am Besten gleich dort zusägen. Dann markiert man auf der Vorderseite mittig einen Schlitz und die Stellen, an die später die Bohrlöcher für die Wandmontage entstehen.

Nun sägt oder fräst man den Schlitz in die Leiste und bohrt anschließend die Löcher an die Enden des Schlitzes. Beim Bohren wird zunächst ein Loch mit einem kleineren Durchmesser durch die gesamte Leiste gebohrt. Daraufhin wird mit einem größeren Bohrer bis auf die Hälfte nochmal nachgebohrt, so dass man die Schraube zum Befestigen in der Leiste versenken kann und daher mit einer handelsüblichen Schraubenlänge auskommt.

Die Handarbeit an der Schlüsselleiste

Nun kommt der Teil, der deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Mit einem Hobel werden alle Kanten der Leiste gebrochen, anschließend nochmal mit Schleifpapier nachgeschliffen. Den Schlüsselschlitz wird von innen mit Schleifpapier angefast, die Bohrlöcher ebenfalls. Auch die Flächen der Leisten sollten mehrfach mit Schleifpapier bearbeitet werden, eventuell zwischendrin angefeuchtet. Die Holzfasern stellen sich dann auf, ein erneutes Schleifen hinterlässt eine glattere Fläche.

Die Holzoberfläche veredeln

Die Oberfläche bei der vorgestellten Leiste wurde mit Leinöl behandelt. Hier ist auch Wachs oder Holzöl denkbar. Lacke haben den Nachteil, dass sie an der Kante des Schlüsselschlitzes beschädigt werden könnten, wenn man die Leiste benutzt und sind daher nicht empfehlenswert.

Zweite Funktion der Schlüsselleiste als Briefhalter

Neben der Funktion als Aufbewahrungsort für Schlüssel kann man die Leiste auch noch dazu benutzen, Post, die das Haus verlassen soll, auf ihr abzustellen. Durch die recht große Tiefe der Leiste lassen sich Briefe, auch im Großformat, ohne Probleme darauf abstellen. So hat man die Post immer im Blick, wenn man den Schlüssel nimmt und das Haus verlässt.

Mit den hier vorgestellten Materialien und Maschinen kann man auch mit wenig Aufwand ein Bilderbrett, um Postkarten und Fotos stilvoll aufzubewahren herstellen. Ohne Einsatz der Maschinen ist damit ein selbst gemachtes Brettspiel möglich.

Manuela Käselau, www.valeriewagner.de

Manuela Käselau - Schreiben zu können fand ich gleich nach dem Erlernen desselben eine prima Sache. Und mit der Anwendung hat es dann auch gleich recht ...

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