Bauerngarten - bunt und prachtvoll

Es gibt markante Merkmale, die einen Bauerngarten ausmachen. Blumen, Obst und Gemüse wachsen an einem Platz und wirken rustikal und romantisch zugleich.

Den typischen Bauerngarten gibt es nicht. Hört man aber das Wort Bauerngarten, hat jeder sein eigenes Bild vor Augen. Zahlreiche bunte Blumen, die wild durcheinander wachsen, Bienen und Schmetterlinge schwirren herum. Mittendrin ein kleines, altes Holzhäuschen mit einer Bank davor. Gemüse und Kräuter wachsen nebeneinander und verströmen einen herrlichen Duft von Freiheit und Natur.

Wie ein richtiger Bauerngarten aussieht

Heute müssen Bauerngärten vor allem bunt und üppig sein. Von Weitem sieht man den kleinen Holzzaun, an dem sich die ersten Blumen ranken. Mitten auf dem Grundstück findet man zwischen unzähligen Blumen ein kleines, reetgedecktes Häuschen. In einem Bauerngarten lässt man die ­Natur Natur sein. Tomaten wachsen zusammen mit Rosen und duftenden Kräutern. Ganze Beete mit Heilkräutern verströmen einen wundervollen Duft und bieten Nahrung für zahlreiche Insekten. Obstbäume bieten ein schattiges Plätzchen zum ­ausruhen und entspannen an. Nutz- und Zierpflanzen lassen sich in einem Bauerngarten problemlos miteinander kombinieren. Wichtig ist, dass ein Bauerngarten nicht einfach nur grün sein darf. Es muss bunt und üppig sein, damit von einem Bauerngarten gesprochen werden kann. Typische Pflanzen für einen solchen Garten sind neben dem Fingerhut auch Glockenblumen, Wicken, Margeriten und natürlich Rosen.

Bauerngärten von damals

Früher wurden Bauerngärten in quadratischer Form angelegt. Mittendrin war ein Rondell, von dem aus man alle Teile des Gartens erreichen konnte. Einfassungen waren meist aus einfachen, großen Steinen oder Holzplatten. Durch ihre Erfahrung wussten die Bauern bereits damals, welche Pflanzen miteinander wachsen können und legten dementsprechend die Beete an. Bauerngärten dieser ursprünglichen Art sieht man heute noch in vielen Freilichtmuseen.

Das Planen und Gestalten von Bauerngärten

Die beste Zeit, um einen Bauerngarten anzulegen, ist im Herbst. Vor Arbeitsbeginn ist es ratsam, wenigstens einen groben Plan zu zeichnen, damit man später in der Fülle der Blumen und Pflanzen den Überblick nicht verliert. Am besten für die Pflanzen ist eine Ausrichtung nach Süden. So ist für genügend Sonne gesorgt. Eine Wasserstelle für den Bauerngarten sollte am besten in der Mitte aufgestellt werden. Besonders schön ist ein alter Brunnen oder eine alte Pumpe, die ebenfalls gut in das rustikale Bild eines Bauerngartens passt. Gartenwege sollten nicht zu breit, dafür aber zahlreich vorhanden sein, um ohne Probleme an alle Pflanzen zu gelangen. Am besten eignen sich kleine Kieselsteine, Holzplatten oder auch Rindenmulch.

Besonders sorgfältig sollte man bei der Pflanzenwahl vorgehen. Denn das ganze Jahr über sollen blühende und grüne Pflanzen im Garten zu sehen sein. Daher sollten die Blumen gut verteilt und miteinander kombiniert werden. Es gibt fertige Wildmischungen, die verschiedene Blühzeiten haben. Obstbäume werden am besten ganz außen angepflanzt, da sie Schatten spenden und somit gleichzeitig ein guter Pflanzplatz für Blumensorten sind, die weniger Sonne benötigen.

Auf moderne Elemente sollte man in einem Bauerngarten verzichten. Besonders schön sehen dagegen alte Gießkannen und Tontöpfe aus, die bepflanzt und im Garten verteilt werden.

Alexandra Muders - In der 70er Jahren in Köln geboren und aufgewachsen, zog es mich vor mehr als 10 Jahren aufs Land. Hier dreht sich die Uhr langsamer ...

rss