Mit Hortensien Gärten gestalten

Romantische Blühwunder als Hingucker im Zier- und Bauerngarten

In Bauerngärten wachsen Gemüse, Beerensträucher und Blumen im trauten Miteinander. Neben Buchsbaumeinfassungen sind Bauernhortensien Klassiker.

Es gibt etwa siebzig bis achtzig Arten von Hortensien. Viele davon sind in den Wäldern heimisch, als Unterbewuchs unter den Bäumen. Bei uns besonders beliebt sind die Garten- oder Bauernhortensien, riesige Blütenbälle in Weiß und Rosa, aber auch in Blau. Je nach Sorte werden Hortensien bis zu 3 m hoch. Sie stellen unterschiedliche Ansprüche an den für sie idealen Standort und bereichern das Blütenbild im Frühling auf unnachahmliche Weise. Ab Mai kann man sich an ihren prachtvollen Scheinblüten erfreuen, die sich um kleine unscheinbare echte Blüten gruppieren. Nur diese sind fruchtbar. Bei den Neuzüchtungen der Bauern- oder Gartenhortensien sind allerdings auch die kleinen Blüten unfruchtbar geworden.

Hortensien blühen in verschiedenen Farben und Formen

Nicht alle Blüten sind kugelig, die Rispenhortensie hat länglich geformte Blüten. Die Sorte Glandiflora blüht überreich mit bis zu 30 cm langen Rispen. Diese Sorte ist besonders frosthart und mag im Sommer ein wenig mehr Sonne als andere. Samthortensien, eine langsam wachsende, leicht frostempfindliche Sorte, gehört zu den Tellerhortensien. Eine Besonderheit sind die Eichenblättrigen Hortensien, deren fünflappige Blütenblätter sich im Herbst rot färben.

Ein wenig saurer Boden ist für Hortensien ideal

Was Hortensien neben ihrer Schönheit beliebt macht, ist die Tatsache, dass sie recht genügsam und widerstandsfähig sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Blühpflanzen gedeihen sie auch an schattigen Standorten. So manche vernachlässigte Nordseite lässt sich also mit ihnen schmücken.

Wer es gut mit den Pflanzen meint, setzt sie In einen nahrhaften humosen Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit. Dort gedeihen Hortensien am besten. Da sie es zudem gern ein wenig sauer haben, empfiehlt es sich, schon beim Pflanzen etwas Torf oder Moorerde beizusetzen.

Hortensien sind durstige Gesellen. In trockenen Sommern sollte daher auf regelmäßiges Gießen geachtet werden. Der lateinische Name Hydrangea weist darauf hin. Deshalb wird die Pflanze von manchen Menschen auch Wasserstrauch genannt.

Blütenpracht auf der Fensterbank und im Freiland

Hortensien fühlen sich auch auf Fensterbänken wohl, wenn es dort nicht zu warm ist. Erst im Freiland jedoch wachsen sie zu ansehnlichen Büschen heran. Wer sie geschenkt bekommt, kann sie zunächst für eine Weile in einem kühlen Zimmer stehen lassen, um ihren Anblick aus der Nähe zu genießen. Sobald sie unansehnlich geworden sind, pflanzt man sie aus. War die Pflanze gesund, bekommt sie im nächsten Jahr neue Blüten. Auch in großen Kübeln wirkt sie sehr dekorativ - auf der Terrasse, in der Nähe eines romantisch gelegenen Sitzplatzes versteckt mitten im Garten oder in ein Beet gestellt, nah am Gartenweg..

Wie kommt das Blau in die Hortensie?

Wer eine blaue Hortensie eingepflanzt hat, wird allerdings zumeist eine Überraschung erleben. Die blaue Farbe kommt nicht ohne weiteres wieder. Der Grund: Hortensien brauchen einen sauren Boden (pH-Wert unter 5,5) zur Erzeugung der blauen Farbe oder einen aluminiumhaltigen Dünger. In Blumengeschäften gibt es spezielle Zusätze zu kaufen, um die Blüten blau zu halten. Es ist wichtig, die Zusätze zu geben, bevor(!) die Blüten beginnen, Farbe anzunehmen.

Bekannt und beliebt: Bauernhortensien

Bauernhortensien fühlen sich unter Bäumen wohler als bei praller Sonnenbestrahlung. Halbschattenpflanzen, wie Funkien oder Farn, sind schöne Ergänzungen. Für das romantische Bild eines Bauerngartens sind sie unentbehrlich. Ein regelmäßiger Rückschnitt (gleich nach der Blüte) fördert die Entwicklung der Pflanze, die dann von Jahr zu Jahr prächtiger wird. Die relativ neue Sorte "Endless Summer" blüht dabei länger als jede andere.

Bauernhortensien werden durch Kopfstecklinge vermehrt. Sie lieben eine regelmäßige Düngung und gedeihen besonders gut, wenn sie mit Regenwasser gegossen werden.

Dekorieren und Basteln mit Hortensienblüten

Wer gern bastelt, sollte einige Blütenstände erst nach dem ersten Frost abschneiden. So kann er sie als dekorative Zutat für Trockengestecke weiter nutzen. Die Dolden wirken zart, füllen aber durch ihre Größe Lücken schnell auf. Schön ist es auch, wenn die trocken gewordenen Blütenbälle mit Gold- oder Silberspray eingefärbt werden und so als Grundlage für festliche Blumenarrangements dienen.

Sigrid Ruth Stephenson, Sigrid Ruth Stephenson

Sigrid Stephenson - Als Zehnjährige begann ich, meiner kleinen Schwester aus dem Stegreif Geschichten zu erzählen. Etwas später setzte unser ...

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