Baufinanzierung - Risiken lassen sich reduzieren

Baustelle - Astrid Albrecht-Sierleja
Baustelle - Astrid Albrecht-Sierleja
Wohneigentum erhöht die Lebensqualität und dient der Altersvorsorge. Eine finanzielle Schieflage kann bereits bei der Planung vermieden werden.

Die Finanzierung einer Immobilie gehört für die meisten Menschen zu den größten Kreditgeschäften in ihrem Leben. Wer planungssicher finanzieren will, ohne zu einem späteren Zeitpunkt auf einen finanziellen Engpass zu stoßen, muss vorsorgen. Die individuelle wirtschaftliche Situation bestimmt den Rahmen für eine Baufinanzierung. Schließlich vereinbart der Darlehensnehmer, über die Laufzeit kontinuierlich seine Belastungsraten zu zahlen.

Kassensturz: Was kann ich mir überhaupt leisten?

Nicht immer ist dem künftigen Bauherren klar, wie viel er in sein Eigenheim investieren kann. Unterschiedliche Kriterien nehmen auf die Kosten Einfluss, die frühzeitig in die Planung einer Baufinanzierung einfließen sollten. Ein simpler Kassensturz und das Gegenüberstellen aller laufenden Kosten drückt die Summe aus, die für die monatliche Rate aus Zins- und Tilgungsleistungen übrig bleiben. Kontinuierliche Lohn- und Gehaltsengänge wie auch Kindergeldzahlungen sollten addiert werden. Gehen regelmäßige Zahlungen aus Renten oder Vermietungen ein, können diese hinzu gerechnet werden. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld wie auch unregelmäßig fließende Zahlungen wie Überstundengeld, sind nicht relevant. Steht die monatliche „Haben-Seite“ fest, muss das „Soll“ ermittelt werden. Laufende Ausgaben, inklusive Kosten für die Ausbildung der Kinder, Versicherungen und alle Extras wie auch ein Sicherheitspuffer für unvorhersehbare Ausgaben und Rechnungen sind zu berücksichtigen. Die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben gibt den Betrag wieder, der für die Immobilienfinanzierung zur Verfügung steht.

Eigenkapital: Solider Grundstock für die Fremdmittelfinanzierung

Die Tatsache ist nicht neu: je höher das Eigenkapital, desto weniger Fremdmittel müssen aufgenommen werden und desto weniger Zinsen sind zu zahlen. Darüber hinaus profitiert der Antragsteller bei seiner Bank von einer besseren Verhandlungsposition, wenn wenigstens 20 bis 40 Prozent an eigenen Mitteln in die Immobilienfinanzierung fließen. Alle zur Verfügung stehenden Spareinlagen, fällig werdende Versicherungszahlungen, Wertpapiere, Erbschaften und auch Bargeld sollten als Eigenkapital einbezogen werden. Sicherheitsorientierte Häuslebauer halten eine Reserve von wenigstens drei bis sechs Nettomonatsgehältern zur freien Verwendung zurück. Alle, die ihr handwerkliches Geschick beim Neubau ihrer eigenen vier Wände einbringen wollen, können Eigenkapitalersatzleistungen geltend machen. Jedoch sollte jeder Bauherr auch sicher stellen können, die Leistungen auch tatsächlich erbringen zu können. Wird der Zeitplan der Fertigstellung nicht eingehalten, drohen dem Darlehensnehmer Zusatzkosten durch eine monatliche Belastungsrate und laufen Mietkosten. Darüber hinaus muss der Hobbyhandwerker auch bedenken, dass es für Eigenleistungen eine Gewährleistungsgarantie im Schadensfall gibt. Müssen einzelne Gewerke nachträglich durch einen Fachmann korrigiert werden, kommen Zusatzkosten auf den Bauherren zu.

Zinsbindung: Günstige Konditionen langfristig sichern

Für alle Immobilien, die selber genutzt werden sollen, eignet sich das klassische Hypothekendarlehen, auch Annuitätendarlehen genannt. Mit gleichbleibenden monatlichen Belastungsraten aus Zinsen und Tilgungsleistungen sichert sich der Darlehensnehmer ein hohes Maß an Planungssicherheit. Die Länge der Zinsbindungsfrist steht dabei im Mittelpunkt. Als goldene Faustregel gilt: je niedriger der aktuelle Bauzins, desto länger sollte dieses Kriterium gesichert werden. Während der Zinsbindung ist der Darlehensnehmer vor einem Zinserhöhungsrisiko geschützt und profitiert von Planungssicherheit. Nach einer langen Zinsbindung ist der Schuldenberg weitestgehend abgebaut. Sollte der Bauzins bis zu diesem Stichtag angestiegen sein, lässt sich die Restschuld meist problemlos tilgen. Darüber hinaus sichern sich alle, die sich für eine Laufzeit von mehr als zehn Jahren entscheiden den Vorteil, bei fallenden Zinsen aus dem Darlehensvertrag aussteigen zu können. Zu den Voraussetzungen gehört, dass eine Vollauszahlung des Darlehens stattgefunden hat. Ganz oder teilweise kann der Darlehensbetrag dann zurück gezahlt werden. Der Darlehensnehmer, der von den Einsparungen durch einen über einen langen Zeitraum gesicherten Niedrigzins profitiert, kann parallel dazu in eine höhere Tilgung zu investieren.

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Astrid Albrecht-Sierleja - Astrid Albrecht- Sierleja Meinen Wohnsitz habe ich im bevölkerungsreichsten Bundesland, NRW. Hier haben die Menschen ihr Herz am ...

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