Bayern trifft Irland - Hardrocker Rob Mancini im Interview.

Cover Rock'n'Roll Circus von Rob Mancini - Rob Mancini
Cover Rock'n'Roll Circus von Rob Mancini - Rob Mancini
Rob Mancini kommt aus Bayern und lebt und arbeitet in Irland. Der Hardrocker legte 2011 ein tolles Album vor und steht nun im Interview Rede und Antwort.

Der "Rock'n'Roll Circus" ist ein Ohrenschmaus für alle Liebhaber eingängigen Hardrocks. Rob Mancini, der das Album komponiert und eingespielt hat, erzählt im Interview einiges über das Schreiben seiner Songs, die Auswahl von Coverversionen und welches Bier am besten schmeckt...

WW: „Running Up That Hill“ von Kate Bush ist grundsätzlich ein großartiger Song. Du hast ihm in deiner Coverversion noch so ein paar Ecken und Kanten verpasst. Warum hast du diesen Song ausgewählt? Hast du irgendeine besondere Verbindung zu diesem Lied?

RM: Nun, ich wollte grundsätzlich mal eine Metal-Version eines Popsongs aus den 1980er Jahren machen. Ich liebe diese Zeit einfach und auch die Musik, die damals veröffentlicht wurde. Die Wahl fiel dann auf „Running Up That Hill“ – und ich weiß, dass mich Kate Bush-Fans jetzt hassen werden... -, nachdem ich die Version von Placebo gehört hatte. Aber ich mag auch einfach diese düstere Stimmung, die in dem Song vorherrscht, und Kate Bush ist sowieso eine großartige Songwriterin. Doch, es war schon eine kleine Herausforderung...

WW: „Edge Of A Broken Heart“ sollte eigentlich die Charts von unten her aufrollen... Fühlt es sich für dich natürlich an, solche Musik zu schreiben? Zumindest hört es sich für mich so an, als ob dieser Sound einfach in dir drinsteckt!

RM: Ich mache halt das, was ich am besten kann, ich mache keine Musik, um irgendeiner Mode gerecht zu werden. Ich glaube nicht, dass man Kreativität beweist, indem man irgendeinen neuen Sound spielt, nur weil jemand gerade entschieden hat, dass er im Moment „in“ ist. Ein guter Song ist ein guter Song, egal ob es Motown ist, oder Thrash Metal – weißt du, was ich meine?

Ich habe mich nie mit einer Akustikgitarre hingesetzt und versucht, etwas zu schreiben. Es ist seltsam – wenn ich eine Idee für einen Song habe, dann ist sie plötzlich in meinem Kopf da. Ich glaube, ich habe „Edge Of A Broken Heart“ in weniger als einer Stunde geschrieben – wohingegen andere, wie etwa „Too Late To Die“ erst nach einer gefühlten Ewigkeit fertig waren -, und soll ich dir was sagen? Es hat sich einfach gut angefühlt. Für die meisten anderen Songs hatte ich die Musik und die Melodien bereits im Kopf, noch ehe ich ein einziges Wort aufgeschrieben hatte. Mein Ziel war es, emotionale Musik zu schreiben und darum dann die Texte zu schreiben – und nicht anders herum.

WW: Wie sind denn eigentlich die Reaktionen auf den Song bisher? Es gibt auf dem Album einen „Radio Edit“ von „Edge Of A Broken Heart“! Bekommst Du viel Airplay?

RB: Die Reaktionen sind großartig! Das Lied wird zur Zeit recht oft gespielt und ich habe das Gefühl, dass wir jetzt wirklich auf die nächste Ebene gehen können, indem wir auf Tour gehen und zeigen, was wir sonst noch so draufhaben!

WW: Wie kam der Kontakt mit Rock’n’Growl zustande? Wie läuft die Zusammenarbeit soweit?

RM: Ich habe einen Freund, Brian, der in den Staaten eine Radio Show moderiert. Über ihn kam der Kontakt mit Axel zustande. Wir haben dann mit einer Promoaktion zum neuen Album angefangen und die Ergebnisse haben mich ebenso überzeugt, wie die Art und Weise, wie Axel bestimmte Dinge anpackt. Es ist großartig mit jemandem zusammenzuarbeiten, der weiß, was er macht. Nach Weihnachten werden wir auf jeden Fall die Organisation der Tour angehen und auch den Nachfolger des „Rock’n’Roll Circus“ ins Auge fassen. Wer weiß, diesmal vielleicht mit einem Außenstehenden als Produzenten.

WW: Der iPod-Shuffle! Nenne und kommentiere die ersten fünf Songs, die im Shuffle-Modus auf deinem iPod gespielt werden!

RM: 1) „The Magnificent“ – „Tired Of Dreamin‘“. Oh yeah..., was für ein Song! Diese Jungs waren großartig!

2) „Sixx AM“ – „This Is Gonna Hurt“. Ein absoluter Hammersong, gehört für mich zu den besten Veröffentlichungen in 2011!

3) „Udo Jürgens“ – „Griechischer Wein“. Ähem, weiter... Dafür bin ich nicht betrunken genug (lacht)...

4) „Jonny Lang“ – „Lie To Me“. Ich glaube, er war erst 16 Jahre alt, als er den Song aufgenommen hat. Ein großartiger Blues-Gitarrist und –Sänger.

5) „Rooster“ – „Angels Calling“. Ich liebe diesen Sound! Das ist eine junge, rotzige Band aus London.

WW: Assoziationsspiel – was kommt dir bei den folgenden Begriffen als erstes in den Sinn?

• Großbritannien

RM: Fish’n’Chips.

• Jon Bon Jovi

RM: Hamburger und Fritten.

• Motörhead

RM: Lemmy ist der Größte!

• Liebe

RM: Meine Frau.

• Glauben

RM: Glaubt!

WW: Entscheide dich jeweils für einen der beiden folgenden Begriffe und begründe deine Entscheidung!

• Guinness oder bayerisches Bier?`

RM: Bayerisches Bier natürlich! Nichts kann bayerisches Bier schlagen!

• Richie Sambora oder Jon Bon Jovi?

RM: Weder noch – Nikki Sixx!

• Blues oder Soul?

RM: Blues – vielleicht weil ich kein Blueser bin?!

• Vinyl oder CD?

RM: Vinyl – der größeren Cover wegen...

• USA oder UK?

RM: USA, weil da das Wetter besser ist. Zumindest an den Orten, wo ich gewesen bin...

WW: Vielen Dank für das Interview!

Review: "Rock'n'Roll Circus" von Rob Mancini.

Interview: Rob Mancini über sich und seine neue Platte.

Wolfgang Weitzdörfer, Fotostudio Sabine Winkler

Wolfgang Weitzdörfer - Werdegang Abitur 1996Ausbildung zum Heilerziehungspfleger 1998-2001Berufstätigkeit 2001-20082008 - 2011: Studium BA ...

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