
- Die Anteile der Geschäftsbereiche am Konzernumsatz - Baywa AG
Der Name mag zunächst einmal holprig daher kommen: Baywa. Das Unternehmen ist jedoch vor allem unter Häuslebauern und Hausbesitzern, die in Haus und Garten selbst Hand anlegen ein Begriff. Die einzelnen Baywa-Märkte sind gut sortierte Baumärkte, zu denen in aller Regel auch Baustoff-Märkte gehören; sprich: Bei Baywa gibt es neben den klassischen Baumarkt- und Garten-Center-Artikeln auch Baustoffe wie Holz, Steine, Kies, Sand, Dämm-Materialien. Und das alles nicht nur in Kleinmengen sondern in Großauflage, um damit ganze Häuser bauen zu können. Insgesamt ist Baywa heute in drei Marktsegmenten aktiv: Agrar, Bau und Energie.
Die Baywa-Geschichte: Von der Darlehenskasse zum internationalen Baustoffspezialisten
Gegründet wurde das börnsennotierte Unternehmen im Jahr 1923. Damals trennte die Bayerische Zentral- Darlehenskasse aufgrund der drastischen Inflation das Geldgeschäft vom Warengeschäft. Zunächst konzentrierte man sich bis in die Nachkriegsjahre hinein vor allem im Bereich der Landwirtschaft, ehe in den 70er Jahren die ersten Baywa-Märkte eröffnet wurden und auch das Baustoffgeschäft ins Portfolio aufgenommen wurde. Zudem betrieb man Tankstellen und Heizöldepots und belieferte bundesweit Tankstellen mit Heizöl. In den 80er Jahren wurde vor allem die Sparte Baustoffe im Bausektor etabliert. Damit grenzte man sich auch gegenüber anderen Wettbewerbern ab, um sich im immer weiter gesättigten Marktumfeld zu etablieren. Auch die Internationalisierung schritt immer weiter voran. Heute ist Baywa insgesamt in 16 Ländern aktiv - in West-, Süd- und Osteuropa.
Baywa an der Börse
Umsatzstärkstes Jahr von Baywa war bislang 2008 mit einem Umsatz in Höhe von 8,79 Milliarden Euro. In 2009 sank der Umsatz auf 7,26 Milliarden Euro, was in etwa dem Umsatz der Jahre 2007 (7,23 Mrd. Euro) und 2006 (7,3 Mrd. Euro) entspricht. In 2010 stieg der Umsatz auf 7,9 Milliarden Euro an. Im laufenden Geschäftsjahr 2011 konnte Baywa weiterhin zulegen: Das Unternehmen setzte im ersten Halbjar 4,6 Milliarden Euro um, ein Anstieg um 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen von Baywa berichtet wurde, wurde das Wachstum vor allem vom Segment Agrar getragen. Auch im Bausegment sei die Hoffnung auf einen erneuten Auftrieb bestätigt worden. Schwach entwickelt sich das Segment Energie. Doch man strahlt die Zuversicht aus, dass auch in diesem Geschäftsfelddefinierte Ziele erreicht werden können.
Seit 2008 erwirtschaftet das Unternehmen einen positiven Free Cash-Flow, definiert als Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Demnach stabilisiert sich bei Baywa die Innenfinanzierungskraft, und das Unternehmen befindet sich in der Lage, aus den laufenden Einnahmen heraus Schulden zu tilgen und Aktionäre zu bedienen. In den Geschäftsjahren 2000 bis 2009 konnte das Unternehmen stets ein positives Nettoergebnis einfahren. Auch eine Dividende wurde in den Jahren stets gezahlt. Zuletzt (2010) lag sie bei 0,50 Euro je Stammaktie – so hoch wie in den vergangenen zehn Jahren nicht.
Die Aktien von Baywa werden im Aktienindex Mdax gelistiet. Die Wertpapierkennnummer (WKN) lautet 519406.
