
- Johanna von Keyserlingk - Ralf Rößner
Pflanzen sind für Mensch und Tier wichtig. Sie liefern uns kostengünstig und im Überfluss alles, was wir zum Leben brauchen. Zum Beispiel Sauerstoff, Nahrung und Bekleidung. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich auf die ständig verfügbaren Leistungen der Pflanzen zu besinnen und neue Nahrungsquellen zu erschließen. Manchmal , wie im Fall der Yamwurzel, wird erkannt, dass diese schon lange bekannt und mehr als nur Nahrung ist.
Erste Hinweise auf die Bedeutung der Yamswurzel in Deutschland
Am 17.Juni 1924, zu Pfingsten, beendete Rudolf Steiner, einen Aufenthalt in Koberwitz. Er gab dort, auf Bitten vieler Landwirte, einen landwirtschaftlichen Kurs. Steiner stand abreisefertig vor dem Schloss und war in Eile, denn er und seine heilpädagogischen Ratschläge wurden schon dringend in Jena erwartet. Dort, auf dem Lauenstein, sollte, mit seinem fachlichen Zutun, eine heilpädagogische Einrichtung entstehen.Trotz der Eile nahm die Gastgeberin Johanna von Keyserlingk und Günther Wachsmuth die Gelegenheit wahr, den Experten etwas zu fragen.
Anlässlich seiner Anweisungen den Boden und damit auch die Pflanzen zu behandeln und neu zu beleben, wollten sie wissen, ob die so erzeugten Pflanzen auch in der Zukunft eine ausreichende zeit- und geistgemäße Ernährung darstellen würden. Rudolf Steiner war gewiss, dass dies alles nicht ausreichen würde und wies die Beiden auf die Yamswurzel Dioscorea batatas hin. Diese gelte es in Europa heimisch zu machen. Die Fragesteller waren etwas ratlos, denn diese Pflanze war ihnen unbekannt. Steiner erklärte, dass diese Wurzel in der Lage sei, die Bedeutung der Kartoffel in der Ernährung abzulösen.
Warum die Yamswurzel, nach Rudolf Steiner, heute wichtig ist
Trotz der Eile an diesem Tag stellten die Wissbegierigen die weiterführende Frage, was denn die Yamswurzel für eine Pflanze sei, wo sie wachse und welche Bedeutung sie für die Ernährung habe. Schon damals war Rudolf Steiner bekannt, dass Dioscorea batatas in China wachsen. Auf Grund der Beschaffenheit der Pflanze schlussfolgerte er, dass diese in ihren Wurzeln Lichtäther speichern könne, der für zukünftige Menschen unentbehrlich sei, um als Hauptnahrungsmittel zu helfen, den radikalen Materialismus zu überwinden.
Im Oktober 1924 traf sich Wolfgang Wachsmuth, der Bruder von Günther Wachsmuth, auf Initiative von Johanna von Keyserlingk und Günther Wachsmuth,. mit Rudolf Steiner, um Genaueres über die Yamswurzel zu erfahren. In weiteren Texten wird der Yamwurzelexperte Ralf Rößner zur Lichtwurzel und ihrer medizinischen Wirkungsweise befragt und anhand der Gärtnerei Andreashof, der Anbau, die Verwertung und Lagerung der LichtYam erläutert.
Zusätzliche Informationen enthalten die Artikel: Die Yamswurzel und ihr Wert für die Gesundheit
und Wie werden (Demeter) Yamswurzeln in Deutschland angebaut?
Quelle:* Übermittelt von Johanna von Keyserlingk, an ihren Sohn Adalbert und von diesem, im September 1988, an Ralf Rößner.
