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Wildfrüchte sind in. Doch viel Erstsammler wissen noch gar nicht, wie die Objekte ihrer Sammelaktivitäten überhaupt aussehen. Auch über die nötige Ausrüstung oder Orte, an denen man nicht sammeln darf, wissen sie noch nicht Bescheid. Christine Schneider hat in ihrem kleinen Buch für Einsteiger die nötigen Hinweise leicht verständlich zusammen getragen.
Auf in Feld und Flur
Fast das gesamte Jahr lassen sich in Feld und Flur Beeren und Nüsse sammeln. Abseits befahrener Straßen oder landwirtschaftlich genutzter Flächen wachsen die gesunden Leckereien. Man braucht sich nur die Mühe machen sie zu suchen, pflücken und mit nach Hause zu nehmen. Doch welcher der vielen Sträucher und Bäume trägt genießbare Früchte? Da heute viele Menschen das nicht mehr wissen, hat Christine Schneider ein kleines, handliches Büchlein für den Liebhaber von Beeren und Nüssen geschrieben.
Guter Rat
In diesem Buch ist guter Rat nicht teuer. Zur Einleitung versorgt die Autorin den vielleicht noch unkundigen Leser mit guten Tipps zum Erkennen der gewünschten Früchte. Und damit die mehr oder weniger mühsam geernteten Schätze auch heile den Weg in die heimatliche Küche überstehen gibt es auch zu Transport und Lagerung entsprechende Hinweise.
Nüsse und Früchte im Hauptteil
Doch dies ist nur die gut lesbare und humorvoll geschriebene Einleitung. 21 Wildfrüchte und Nüsse und ihre Beschreibung bilden den Hauptteil des Buches. Mit Namen, charakteristischen Merkmalen, Sammelzeit und einem großformatigen Foto porträtierten Beeren stellen einen Querschnitt der am häufigsten und einfachsten zu findenden Früchte dar. Die knappe Beschreibung ist ausreichend. Ein kleiner Tipp verhilft zum sicheren Sammelerfolg. Und damit man auch schnell etwas von seiner Ernte hat, gibt es auch gleich noch ein Blitz-Rezept dazu.
Achtung Gift
Aber Achtung beim Sammeln! Viele der leckeren Beeren haben ungenießbare oder sogar giftige Doppelgänger! Doch zum Glück hat die Autorin auch diese auf zwei Doppelseiten kurz porträtiert. Die Fotos und kurzen Beschreibungen der charakteristischen Details sollten jeden davor bewahren sich mit diesen Beeren zu vergiften. Für alle Fälle stehen im Anhang die Telefonnummern aller Giftnotrufe der Bundesrepublik Deutschland nach Bundesländern sortiert. Auch fehlt nicht eine Auflistung von nach Meinung der Autorin empfehlenswerter Bücher. Hier kann man sich weiter in die Materie einlesen.
Rezepte zum Abschluss
Zum Abschluss des Buches macht einem Christine Schneider noch den Mund mit einer Reihe von Rezepten wässerig. Zur Einstimmung erzählt sie noch einiges über die verschiedenen Methoden seine Ernte zu konservieren. Nach dem Schema: Dauert... - Hält sich - Welche Früchte? - so geht’s - Wie verwenden stellt sie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Arten Früchte haltbar zu machen vor.
Alles in allem ist diese kleine Büchlein ein wirklich gelungener Einstieg in das Thema „Beeren finden!“. Der Kunststoffschutzumschlag macht das Buch auch unempfindlich für den Einsatz vor Ort. Es sollte in keinem Sammelkorb fehlen.
Christine Schneider: Beeren finden! 96 Seiten, 86 Farbfotos, 16 Farbzeichnungen, kartoniert mit Plastikhülle, Eugen Ulmer Stuttgart 2011, 9,90 EURO