Begabtenförderung in der Deutschen SchülerAkademie

Die Deutsche Schüler-Akademie ist ein Programm des Vereins Bildung und Begabung e.V. zur Unterstützung besonders begabter Schüler.

Die Deutsche SchülerAkademie ist ein 17-tägiges Programm des Vereins Bildung und Begabung e.V. zur Unterstützung besonders begabter Schüler, das von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert wird. Die Teilnehmer werden zunächst aufgefordert, eine der Akademien (insgesamt sind es elf an verschiedenen Orten Deutschlands) und dann den Kurs auszuwählen. Abends gibt es vor Ort die Möglichkeit, sich in verschiedenen KüAs (Kursübergreifenden Aktivitäten) zu beteiligen. Der Alltag wird außerdem durch Exkursionen, Sportturniere – nach denen die Cheerleader nur noch heisere Töne von sich geben – und natürlich Partys verschönert. Das Ganze wird dann mit einem externen Konzert abgeschlossen.

Der Kurs „Inszenierung einer Oper“

Hatten sich die Schüler für den Kurs "Inszenierung einer Oper" entschieden, standen ihnen nicht nur Analysen verschiedener Inszenierungen der Opern "Le nozze di Figaro", "Wozzeck", "Die Zauberflöte", sondern auch interessante Gespräche mit Regisseuren sowie Sängern des lokalen Operntheaters bevor.

All das hört sich trocken und langweilig an, dennoch war es in Wirklichkeit ganz anders. Im Nachhinein schrieb einer der Teilnehmer in einem Brief an einen Freund: "Es war einmal eine sehr gewöhnungsbedürftige Inszenierung von 'Tristan und Isolde'. Isolde freute sich auf ein Techtelmechtel mit Tristan und räkelte sich voller Erwartung auf dem Boden. Und weil Tristan das sah und sich ebenso freute, brachte er aus lauter Umsicht ein gelbes, geblümtes Sofa mit. Bam Bam Bam. Für alle, die jetzt noch schlechter über Opern denken als ohnehin schon: Auch wir zweifelten an dieser Stelle. Doch dann nahmen wir es mit Humor. So genießt einfach die Situation und denkt bei geblümten, hässlichen gelben Sachen an die DSA!"

Die Aufführung von "Le nozze di Figaro" war das Highlight der Akademie

Die Krönung all dieser Erlebnisse wurde eine Inszenierung von Mozarts Oper "Die Hochzeit von Figaro", die Janno Scheller, ein Dirigent und zukünftiger Opernsänger, als eine Art niemals endende KüA geleitet hat. In der ersten Woche unterzogen sich alle Sänger und Instrumentalisten stundenlangen und nervtötenden Proben, dann, nachdem die Regie sich endlich darauf geeinigt hat, ob die Büsche auf der Bühne nun künstlich oder echt sein sollten, konnten die szenischen Proben beginnen. Nach einigen schlaflosen Nächten, als die Sänger vor Müdigkeit Italienisch statt Deutsch sangen, war es so weit. Endlich standen sie, von grellen Scheinwerfern geblendet, auf der Bühne: Figaro in einem Blaumann, Cherubino als Postbote und der Graf mit einem Playboy-Shirt; außerdem: zwei Kirschlorbeerbäume und eine angedeutete Gartenlaube mit dem kitschigsten Herzchen-Vorhang, den es nur geben kann.

Am Ende des Auftrittes verbeugten sich die Musiker vor dem großen Publikum, darunter ein Dramaturg der Deutschen Oper in Berlin. Jeder von ihnen wusste, dass es langsam an der Zeit war Abschied zu nehmen. Nach einer kurzen Besprechung fanden sich alle an einem riesigen Tisch wieder, an dem bis spät in die Nacht gelacht und geweint wurde.

Die Deutsche SchülerAkademie wird mit einer Utopie verglichen

Je näher der Abschied heranrückte, desto öfter war das Wort "Utopie" zu hören. Für die Teilnehmer wurde die DAS zu einem Ort, an dem sie sowohl verstanden als auch gefördert wurden, kurz: einem Paradies auf Erden. Viele der Teilnehmer haben die Akademie als ein zweites Zuhause angesehen, einige währen mit Freude dort geblieben. Fest steht: keiner von ihnen wird das beliebteste Aufwach-Lied "Wo die Großen Elefanten spazieren gehen", das nahezu bei jedem Plenum gesungen wurde, je vergessen.

Quellen: eigene Recherche

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