Bei der Champions Trophy in Halle bittet Edberg zum Petko-Dance

Geschafft. Edberg spielt in Halle - Gerry Weber Open
Geschafft. Edberg spielt in Halle - Gerry Weber Open
Schweden's Tennislegende Stefan Edberg gibt sein langerwartetes Debüt im ostwestfälischen Halle und wird an der Seite von Andrea Petkovic aufspielen.

Gehen wir ins Jahr 1996 - die Gerry Weber Open standen erst vor ihrer vierten Auflage und der sportliche Auftritt eines Tennis-Weltstars war scheinbar perfekt. Der mehrfache schwedische Grand Slam-Sieger Stefan Edberg sollte in Ostwestfalen debütieren, doch eine Verletzung stoppte den Schweden und ließ eine Teilnahme beim ATP-Rasentennisturnier platzen. Nur ein paar Monate später beendete die damals 30-jährige angesehene Persönlichkeit seine beeindruckende Karriere und somit wurde ein mögliches Dabeisein im Jahr danach unmöglich. „Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern“, blickt Turnierdirektor Ralf Weber wehmütig zurück. „Natürlich waren wir enttäuscht, denn wir hatten uns auf seine Teilnahme sehr gefreut. Gleichwohl hatten wir Verständnis, denn von einer verletzungsbedingten Absage ist niemand gefeit.“

Nach fast sechzehn Jahren des Wartens hat es nun geklappt -

Edberg steht in Halle auf dem Rasen

Doch dieser wehmütige Rückblick gehört nun der Vergangenheit an, denn Stefan Edberg hat bestätigt, bei der 'Champions Trophy' am 10. Juni im Vorfeld zur Jubiläumsausgabe der Gerry Weber Open in der ostwestfälischen Lindenstadt aufschlagen zu wollen.

Als Tennisspieler war Stefan Edberg für sein äußerst faires Auftreten auf dem Platz bekannt, für das er fünf Mal mit der 'ATP Sportmanship-Trophy' ausgezeichnet und 1990 als 'Europas Sportler des Jahres' geehrt wurde. Zudem galt der vorbildliche Sportsmann als Spieler mit dem besten Volley der Welt. Sein spektakuläres und elegantes Serve-and-Volley-Spiel sorgte weltweit stets für Aufsehen. Stefan Edberg, Schwedens Tennislegende und ewiger Dauerrivale von Boris Becker, gewann sechs Grand-Slam-Titel, führte zudem 72 Wochen lang die Tennis-Weltrangliste an und beendete bereits im Alter von 30 Jahren eine beeindruckende Ausnahmekarriere.

Bei dem geplanten Mixed-Duell auf Rasen wird der Schwede erstmals im Gerry Weber Stadion erwartet. Der 42-fache Tour-Sieger aus dem hohen Norden wird neben Andrea Petkovic auch auf Michael Stich treffen, der 1991 die All England Championships in Wimbledon gewinnen konnte. Und daran hat der Elmshorner noch beste Erinnerungen: Auf seinem Weg zum Grand Slam-Triumph besiegte er sensationell Stefan Edberg im Semifinale mit 4:6, 7:6, 7:6, 7:6. Der Rechtshänder wird sicher versuchen, für diese Niederlage Revanche zu nehmen. „Ich habe so viel Positives von den Gerry Weber Open gehört. Es ist ein tolles Turnier und daher freue ich mich, dort endlich auch einmal spielen zu können“, sagt der sympathische Schwede und fügt mit einem Augenzwinkern in Michael Stichs Richtung an: „Außerdem habe ich noch etwas gut zu machen.“

Seit 2004 ist Edberg Mitglied der 'International Tennis Hall of Fame'

Aufgrund seiner Verdienste für den Sport wurde er im Jahre 2004 in die 'International Tennis Hall of Fame' aufgenommen. Bereits im Jahr 2000 war Edberg von London zurück nach Växjö in Schweden gezogen und arbeitet heute in seiner Heimat in der Forstwirtschaft. Außerdem führt er eine Kapitalanlagegesellschaft, deren Angebote speziell auf Sportler ausgerichtet sind, die Geld für die Zeit nach ihrer Karriere anlegen möchten. Vor einiger Zeit gründete er die 'Stefan-Edberg-Stiftung'. Sie vergibt Stipendien an schwedische Nachwuchsspieler.

Simone Kemler, Simone Kemler

Simone Kemler - . . . . . nach dem Abitur habe ich erstmal BWL studiert und zwar in Münster und London, bevor ich dann einige Jahre im Management und ...

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