Beikost – von der Milch zum Brei

Der erste Schritt in Sachen feste Nahrung

Ab dem 5. Monat beginnt man mit der Beikost. Langsam wird die Milch durch Brei abgelöst, so gewöhnt sich das Kind an feste Nahrung und bekommt alle nötigen Nährstoffe.

Die Beikost ist der erste Schritt in Sachen fester Nahrung. Bei Ernährung mit Säuglingsmilchnahrung sollte man frühestens ab dem 5. Monat damit beginnen. Beim Stillen sogar erst ab dem 6. Monat. Spätestens anfangen sollte man aber ab dem 7. Monat. Ganz wichtig ist es, die Beikost schrittweise einzuführen, um den Säugling und seinen Verdauungstrakt an die neue Kost zu gewöhnen. Nach und nach werden die Milchmahlzeiten abgelöst, bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollten alle Fläschchen ersetzt worden sein.

Warum Beikost so wichtig ist

  1. Der Energie- und Nährstoffbedarf kann durch Milch allein nicht mehr gedeckt werden
  2. Der Eisenspeicher in der Leber ist aufgebraucht, das Kind braucht Nachschub
  3. Anregung zum Kauen und die Gewöhnung an feste Nahrung
  4. Gewöhnung an Essen mit dem Löffel

Einführung der Beikost

Ab dem 5. Monat

Nun sollte eine Milchmahlzeit, am besten die Mittagsmahlzeit durch einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ersetzt werden. Als Grundlage dienen Kartoffeln, hinzu kommt etwas Öl (Rapsöl) und etwas Saft (Orangensaft – enthält viel Vitamin C).

Durch den Fleischanteil erhält der Säugling sein Eisen zur Blutbildung. Geeignete Fleischsorten sind magere Stücke von Schwein, Rind, Kalb, Lamm oder Geflügel. Anfangs sollte nur eine Fleischsorte verwendet werden, nach und nach können weitere Folgen. Das gleiche gilt auch für das Gemüse. Empfehlenswert ist es mit Möhren anzufangen. Diese schmecken leicht süß und werden von den meisten Säuglingen gut akzeptiert.

Ab dem 6. Monat

Nun sollte die zweite Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei, am besten abends abgelöst werden. Dieser liefert Calcium und hochwertiges Protein. Außerdem hält er länger satt und vielleicht schläft das Kind sogar die ganze Nacht durch. Als Milch kann herkömmliche Vollmilch oder auch die Folgemilch verwendet werden. Reine Flocken (Haferflocken) oder Grieß bilden die Getreidegrundlage.

Ab dem 7. Monat

Nun führt man den Getreide- Obst-Brei ein, dieser enthält keine Milch mehr und eignet sich als Zwischenmahlzeit vormittags oder nachmittags. Später ab dem 10. Monat kann dieser auch mit Joghurt oder Quark zubereitet werden. Zubereitet werden kann dieser mit Getreideflocken oder Babyzwieback, sowie mit Obst, etwas Butter und Wasser.

Ab dem 10. Monat

Nun erfolgt das langsame Einführen von Brotmahlzeiten. Diese dienen zur Gewöhnung an Brot und feste Nahrung. Sowohl morgens, als auch abends kann die Brotmahlzeit eingesetzt werden. Wichtig sind weiche Brotsorten und streichfähige Beläge, wie Butter, Streichkäse, Kalbsleberwurst oder Frischkäse.

Getränke

  • Wasser ohne Kohlensäure, natriumarm, d.h. unter 20 mg Na/l
  • Ungesüßter Früchte- oder Kräutertee
  • Verdünnte Säfte
  • Vollmilch für große Säuglinge

Selber kochen oder Gläschen?

Ob man die Breie selber zubereitet oder fertig kauft, bleibt jedem selber überlassen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei Fertigprodukten ist der Schadstoffgehalt geringer, da die verwendeten Lebensmittel genauestens geprüft werden müssen. Verwendet man in der Zubereitung zu Hause Bio-Lebensmittel, erzielt man einen ähnlichen Effekt. Ganz klar zeitsparender sind die Gläschen, da beim selbstgemachten Brei aufwendig gekocht werden muss. Aber es lohnt sich. Kocht man selbst kann man bestimmen, was für Zutaten in die Säuglingskost kommen, man kann Mengen bestimmen und auch den Salz- und Zuckergehalt reduzieren oder am besten sogar weglassen.

Nadine Schwan, Nadine Schwan

Nadine Schwan - Als staatlich geprüfte Diätassistentin bin ich bestens informiert über alle Themen die mit Ernährung, Kochen und ...

rss