Beim landesweiten Kreativwettbewerb in Chinesisch auf Platz zwei

Strahlend zeigt sich die  Gruppe  - Kadereit
Strahlend zeigt sich die Gruppe - Kadereit
Schüler eines Chinesisch-Kurses, die demnächst ins Abitur gehen, schnitten beim Wettbewerb in Bochum hervorragend ab.

Dass sich Unterricht in chinesischer Sprache im Röntgen-Gymnasium in Remscheid-Lennep großer Beliebtheit erfreut, ist hinlänglich bekannt. Doch jetzt konnten die Lenneper Schüler einen überregionalen Erfolg verbuchen. Beim landesweiten Kreativwettbewerb in Bochum belegten Ende März die RöGy-Schüler unter den 16 Teilnehmergruppen in ihrer Abteilung einen hervorragenden zweiten Platz. Immerhin hatten dort – wie vom Landesministerium zu erfahren war – etwa 260 Schüler mitgemacht, um ihre Kenntnisse der fernöstlichen „Sprache des roten Drachen“ unter Beweis zu stellen.

Arbeitsgruppe erfolgreich

Strahlende Gesichter gab es am vergangenen Wochenende in der Arbeitsgruppe „Chinesisch“, als das Ergebnis des Wettbewerbs bekannt wurde, und die Teilnehmer der Leistungsgruppe erzählten begeistert von ihrer Arbeit. Erfreut zeigte sich natürlich auch Dr. Antje Benedix, die Lehrerin dieses fast exotisch anmutenden Unterrichtsfachs. Wesentliche Unterstützung bekomme sie, so die Lenneperin, von einer kompetenten Chinesin. Von ihr sagt Antje Benedix, dass sie „viel schönere Schriftzeichen“ schreibe als sie selbst.

Fremdsprachenassistentin unterstützt

Die junge chinesische Fremdsprachenassistentin Cen Li, die noch bis zum Ende des Schuljahrs dabei ist, geht recht altersnah auf die Lernenden ein und war über das stolze Ergebnis regelrecht gerührt. Letztlich hat die bescheidene 22-Jährige die Idee gehabt, sich dieses kleine Schauspiel auszudenken, das dann in Bochum so erfolgreich aufgeführt wurde. Die junge Chinesin verfasste das Drehbuch und übte mit der Gruppe. Den Part, innerhalb der zehnminütigen Szene sogar ein chinesisches Opernstück zu singen, hatte Dennis Boelling übernommen, der übrigens der einzige männliche Teilnehmer der Lenneper Gruppe war.

Chinesische Kultur in Deutschland

Das Theaterstück handelt von einer fiktiven Chinesin namens Mulan, deren schon recht betagter Vater in China zum Militärdienst einberufen wird. Die junge Frau erkennt, dass er dies gar nicht durchhalten kann, verkleidet sich als Mann und taucht unerkannt als Ersatz für ihn bei der Truppe auf. So wurde versucht, in Deutschland ein Stück chinesischer Mentalität rüber zu bringen. Bei der Aufgabenstellung zum Wettbewerb ging es um interkulturelle Werte, ausgiebige Sprachfertigkeiten und natürlich kreative Gestaltung.

Ministerin lobte die Teilnehmer

Bei dem Kreativwettbewerb, der durch eine Initiative des NRW-Schulministeriums, der chinesischen Botschaft in Berlin sowie mehrerer sprachenorientierter Institute wie das Konfuzius-Institut zu Stande kam, konnten die Teilnehmer unter den rund 87.000 Schriftzeichen der chinesischen Sprache wählen, um ihr selbst bestimmtes Thema optimal auf die Bühne zu bringen. Schulministerin Löhrmann zeigte sich über den Erfolg des Chinesischunterrichts erfreut. Die Lenneper Gruppe kann nun auf das Erreichte stolz sein und ihr Abitur mit Gelassenheit angehen. Ein Chinesisch-Intensiv-Seminar im Landesspracheninstitut der Ruhr-Universität Bochum, ein umfangreiches Bücherpaket und eine von Schulministerin Sylvia Löhrmann persönlich unterzeichnete Urkunde sind der Lohn ihrer vielwöchigen intensiven Arbeit.

Quellen

Selbst im Röntgen-Gymnasium recherchiert

Hans Kadereit, Autor aus Remscheid, Bildrechte bei Hans Kadereit

Hans Kadereit - Seit 1974 bin ich journalistisch tätig, habe für Wochenzeitungen, aber gelegentlich auch für Tageszeitungen und das Radio ...

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