
- Börse ist Nervensache - pixelio.de
Wo Politik und Finanzwelt sich treffen, entsteht nicht selten ein Quell neuer Perspektiven. Dessen eruptive Gewalt befördert mitunter neue Anlagemöglichkeiten ans Tageslicht. Während momentan einerseits osteuropäische Aktienfonds einbrechen und die Gewinner sind jene mit den niedrigsten Verlusten, entsteht aufgrund des Eingreifens des Internationale Währungsfonds (IWF) neue Hoffnung für Investoren. Unlängst hatte der IWF gemeinsam mit der EU, der Weltbank und in Osteuropa agierenden westeuropäischen Banken Milliardenhilfen für Rumänien und Serbien beschlossen. Ebenso hat die EU insgesamt 50 Milliarden Euro für die Mitglieder in Osteuropa bewilligt.
Der IWF bindet die Finanzspritze an Verpflichtungserklärung der in Osteuropa ansässigen westeuropäischen Banken. Sie sollen ihr Kapital nicht von dort abziehen, um interne Engpässe zu überbrücken. Die EU ihrerseits versucht die Hilfsmittel vor allem an die Bereiche Energie-Infrastruktur sowie Internetversorgung zu koppeln und dadurch eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen.
Der von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) aufgelegte Multilaterale Fonds für den Handel mit Emissionsgutschriften (MCCF) hat mit dem Kauf von Emissionsgutschriften eines ukrainischen Zementhersteller bzw. einer Agrarholding positive Signale an Investoren gesendet.
Bottom-Up und konsequentes Stock-Picking
In Anbetracht dieser Entwicklungen steht der Berenberg FundsII East European Small & Mid Cap (ISIN: LU0270178519 WKN: A0LC06) sehr gut da. Die Konzentration auf Small- und Midcaps mit einer Marktkapitalisierung von bis zu vier Milliarden Euro scheint dabei eine Erfolg versprechende Strategie, ebenso wie auch ein entsprechend kosequentes Stock-Picking es ermöglicht, stets die besten und den größten, nachhaltigsten Ertrag versprechenden Werte auszuwählen. Weiterhin kommt der positiven Entwicklung der hier angewendete Bottom-Up-Ansatz zugute. Dies bedeutet, dass nach eingehender Analyse des jeweiligen Wachstumspotenzials der einzelnen, vertretenen Unternehmen deren Perspektiven in Bezug auf entsprechende Behauptung in der jeweiligen Branche, wie auch auf dem Gesamtmarkt bewertet werden. Auf Basis dieser Kennzahlen entscheidet der Fondsmanager dann, wie er wann und welche Transaktionsentscheidungen innerhalb des Fonds trifft.
Auch die Allokation bezüglich der Branchen und Länder lässt auf Stabilisierung und Zuwachs hoffen. Die zu erwartenden internationalen Investitionen und der von den entsprechenden Finanzinstituten versprochene Verbleib westeuropäischen Kapitals rechtfertigen eine Konzentration auf Polen, Ungarn und Tschechien mit ihren im Grunde starken Volkswirtschaften. Hohe Finanzspritzen seitens des IWF, der EU, wie auch das breite und langfristige Engagements vor allem österreichischer Banken lassen einiges an positiver Entwicklung erwarten.
Fokus auf Technnik der Zukunft
Ebenso zukunftsorientiert ist der Fokus auf die Dienstleistungs-, Telekommunikations-, Industrie- und Finanzbranche. Schließlich sind dies die Kernfördergebiete der internationalen Gelder, wie ja unlängst auch die Mittel des deutschen Konjunkturpaketes II auf die Verbesserung und Optimierung der Infrastruktur, Energieeffizienz bei Gebäuden und der Abdeckung großer Teile des Bundesgebietes mit Hochgeschwinidgkeitsinternet zielten.
Da mitunter auch die osteuropäischen Large-Caps nach und nach an Wert verlieren, kann ihre Beimischung erhöht und damit bessere Rendite erzielt werden, auch wenn dann womöglich eine Umbenennung des Fonds ansteht. Dass sich der Berenberg FundsII East European an keiner Benchmark – in diesem Fall also an keinem osteuropäischen Aktienindex – orientiert, kann seiner Performance momentan nur zuträglich sein.
Chancen und Risiken
Seit seinem Auflegen im November 2006 hat der Fonds zwar erheblich an Performance eingebüßt, sich dabei jedoch im Vergleich zu konventionellen Aktienfonds noch gut geschlagen. Insofern können die Chancen für Investoren in jedem Fall in der Hoffnung gesehen werden, dass die im Fonds vertretenen Unternehmen bzw. Branchen auch weiterhin von den Staats- und EU-Hilfen, wie auch vom Drang nach einem flächendeckenden Ausbau des Telekommunikationsnetzes und Dienstleistungen profitieren.
Risiken entstehen in erster Linie aus möglichen Aktien-, Zins- und Währungsschwankungen, ist die Fondswährung doch in Euro und entsprechende Wechselkursschwankungen nicht durch SWAP-Geschäfte gedeckt. Weiterhin gibt es hohe Bonitätsrisiken, wenn man bedenkt, dass viele der im Fonds vertretenen Unternehmen von Staatshilfen abhängig sind bzw. vom Konsumverhalten der Bürger des Landes.
Bitte beachten Sie, dass Suite101 keine Geldanlageberatungen tätigt.
