Trekking-Stiefel aus Gore-Tex & Wanderstiefel

Kaufberatung Trekkingstiefel: Was man beim Kauf beachten sollte

Wanderstiefel: Lederstiefel für Bergtouren - Gudrun-Aimée Spalke
Wanderstiefel: Lederstiefel für Bergtouren - Gudrun-Aimée Spalke
Wer wandern möchte, braucht Wanderstiefel mit steifer Sohle, damit der Fuß genug Stabilität hat. Bergstiefel, ob aus Leder oder Gore-Tex, müssen passen und bequem sein.

Trekkingstiefel oder auch Wanderstiefel sind Bergstiefel mit steifer Sohle und hohem, festen Schaft, die vor allem zum Wandern abseits ausgebauter Pfade geeignet sind. Die Sohle eines Wanderstiefels ist im Vorderfußbereich halbrund vorgeformt, so dass der Stiefel trotz seiner Steifheit gut abrollt. Die harte Sohle ist für den ungeübten Wanderer zuerst ungewohnt, bewährt sich aber im steinigen Gelände, da sich der Druck beim Bergsteigen auf den gesamten Fuß verteilt. Das erhöht die Trittsicherheit und entlastet Bänder und Gelenke. Je nach Witterung und Einsatzgebiet sollte man entweder Trekkingstiefel aus Leder oder aus Gore-Tex-Material wählen.

Wanderschuhe für die Berge?

Manche Anbieter empfehlen Trekkingschuhe mit niedrigem Schaft auch für leichtes Wandern im Gebirge. Doch je steiniger der Untergrund ist, umso stabiler sollte der Schuh sein, weil ansonsten Gelenke, Bänder und Muskeln stark belastet werden und schnell ermüden. Schlimmstenfalls kann es zu Zerrungen und Bänderrissen kommen, wenn man im Gebirge mit leichten Trekkingschuhen herumklettert. Falls Sie nicht sicher sind, welchen Schuh Sie benötigen, wählen Sie lieber den mit der größeren Stabilität. Lassen Sie sich außerdem beim Schuhkauf in einem Fachgeschäft beraten.

Alpinstiefel für Gletscherregionen

Ein Wanderstiefel sollte in erster Linie gut passen und den Bedürfnissen des Trägers angepasst sein. Wer lediglich eine Tagestour ins Mittelgebirge unternimmt, dem reicht vielleicht ein leichter Wander- oder Trekkingstiefel aus. Wanderschuhe haben eine nicht ganz steife Schuhsohle, was auf weichen Waldwegen für ein angenehmes Abrollverhalten sorgt. Bei steinigem Untergrund kommt es jedoch eher auf Trittsicherheit an, und die leistet die torsionssteife Sohle eines Wanderstiefels. Für Touren in Gletscherregionen oberhalb der Baumgrenze sollte man auf Alpinstiefel zurück greifen, die sich auch mit Steigeisen bestücken lassen. Alpinstiefel sind schwerer als Trekkingstiefel und geben auch auf schwierigen Klettersteigen maximale Sicherheit und Stabilität.

Wanderstiefel: So bestimmt man die richtige Schuhgröße

Die richtige Schuhgröße des Trekkingstiefels findet man anhand der Einlegesohle heraus. Diese sollte etwa einen Daumennagel breiter sein, als der Fuß, wenn er hinten bündig auf die Einlegesohle gestellt wird. Zum Anprobieren sollte man dicke Socken anziehen und mit den Schuhen Probe laufen. In manchen Läden gibt es dazu eine künstliche Teststrecke, beispielsweise bei Globetrotter Ausrüstung in Berlin/Steglitz. Klassische Bergstiefel werden meist aus Leder gefertigt. Seit etwa zehn Jahren gibt es auf dem Markt jedoch Alternativen aus Kunststoff-Membran, auch bekannt als Gore-Tex. Gore-Tex-Stiefel sind leichter, als Lederstiefel und wasserdicht. Lederstiefel atmen aber besser, vor allem, wenn es draußen warm ist. Bei geringem Temperaturgefälle zwischen Innen und Außen funktioniert das Prinzip der Gore-Tex Membran nicht gut und der Wanderer fängt an in seinen Stiefeln zu schwitzen. Also eignen sich Lederstiefel besser fürs Wandern im Sommer und Gore-Tex-Stiefel eher für kalte, feuchte Wandergebiete.

Lesen Sie auch den Artikel: Checkliste fürs Radwandern - Das sollten Sie an Ausrüstung für die Radtour mitnehmen.

Gudrun-Aimée Spalke, G.Spalke

Gudrun-Aimée Spalke - Diplom Chemikerin - Diplom-Chemikerin, fünf Kinder Veröffentlichungen: Sachbücher für Menschen ab 5 ...

rss