Berlin: Schlafen in der Großstadt – Tipps für die Übernachtung

Brandenburger Tor - Aepli/Kamminga
Brandenburger Tor - Aepli/Kamminga
Mit rund 20 Millionen Gästen 2010 gehört Berlin zu den meist besuchten Städten in Europa. Für die Übernachtung gibt es Angebote in allen Preisklassen.

Schlafen in Berlin? Viele dürften da erst mal abwinken angesichts des prallen Lebens in der Hauptstadt. Doch wer länger bleibt, muss übernachten. Hier ist das Angebot – ähnlich wie bei den Veranstaltungen – kaum noch zu überblicken. Privatzimmer, Hostels für Backpacker, Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Pensionen, Designer- und Budgethotels sowie normale Hotels: Die Liste möglicher Schlafplätze ist lang.

Informationsquelle Internet-Portale

Erste Orientierung bei der Zimmersuche bietet das Internet. Wer völlig ideenlos ist, findet auf berlin.de, dem offiziellen Hauptstadtportal von Berlin, eine Fülle von Hinweisen zu Unterkünften für Touristen. Das Angebot deckt die gesamte Bandbreite der Berliner Übernachtungslandschaft ab. Daher finden sich auf berlin.de Links zu Hotels in allen Preisklassen genauso wie zu Ferienwohnungen und preiswerten Hostels. Schneller geht es, wenn man den entsprechenden Suchbegriff direkt eingibt. "Backpackers Berlin" etwa hat bei Google über 4.000 Einträge. Viel zu viel, um alle zu durchforsten. Deshalb sind die Informationsportale besonders hilfreich, die auf einen Klick die interessantesten Angebote anzeigen.

Eines davon ist "Backpackers-Planet", das die Hostels nach Kategorien wie Namen, Preis und Bewertungen auflistet. Ideal für einen schnellen Überblick. Wer sich entschieden hat, bucht dann direkt beim Anbieter, dessen Webauftritt mit "Backpacker-Planet" verlinkt ist.

Buchung über Reservierungs-Portale

Noch komfortabler sind die vielen Internet-Portale für Hotels. Diese informieren nicht nur über Angebote, sondern ermöglichen auch eine direkte Buchung im jeweiligen Unternehmen vom Internet-Portal aus. Und das zu meist unschlagbar günstigen Preisen. So werden die Zimmer über die Reservierungsportale in der Regel deutlich billiger angeboten als bei einer Direktbuchung im Hotel. Wer aufmerksam ist, kann also hier viel Geld sparen. Doch Vorsicht ist angebracht: Manche günstige Angebote entpuppen sich als Preise für Frühbucher, für die eine Vorauszahlung verlangt wird. Benötigt wird außerdem fast immer eine Kreditkarte zur Sicherheit. Sollten die Gäste nach der Buchung doch nicht kommen, wird das Hotel die Karte belasten.

Fazit - Übernachten in Berlin

Als eine der Top-Adressen in Europa bietet Berlin unzählige Möglichkeiten zum Übernachten. Zur Verfügung stehen mehr als 50.000 kommerzielle Schlafgelegenheiten. Wem die Fünfzimmer-Präsidentensuite im Hotel Adlon für 12.500 Euro pro Nacht zu teuer ist, findet vielleicht in einem Hostel etwas Passendes. Zwar nicht so komfortabel, dafür aber mit 9 Euro pro Nacht deutlich preiswerter. Letztlich hängt es vom jeweiligen Budget ab, wie viel Geld einem ein Bett in Berlin wert ist. Und vom persönlichen Geschmack, ob die Übernachtung etwas Besonderes werden soll. Dies verspricht zumindest das Ostel, ein Hostel im originalen DDR-Style, das heißt im Plattenbau und mit ostdeutscher Möblierung.

Unvergesslich könnte auch das Nachtlager im Hostelschiff “Eastern Comfort" werden (keine Nichtschwimmer, keine Kinder unter sechs Jahren und Haustiere). Das Boot liegt auf der Spree zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Dort an Deck lassen sich, während die Wellen sanft hin und her plätschern, wunderbare Aussichten genießen. Bleibende Erinnerungen gibt es mit Sicherheit auch in der Tentstation, ein Camping-Platz in Berlin-Mitte. Der Zeltplatz liegt nur fünf Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt auf dem Gelände eines stillgelegten Freibads. Urbanes Camping mitten in der Großstadt – welche Metropole kann da schon mithalten?