Berliner Gedächtniskirche feiert 50. Geburtstag mit den Berlinern

Berliner Gedächtniskirche - Ulrike P./Pixelio.de
Berliner Gedächtniskirche - Ulrike P./Pixelio.de
Die von Egon Eiermann gebaute neue Berliner Gedächtniskirche wird 50 Jahre alt. Die Feierlichkeiten dazu beginnen am 2. Oktober 2011.

Der eigentliche Jahrestag des 50. Geburtstages der neuen Berliner Gedächtniskirche fällt auf das vierte Adventswochenende. Die Feierlichkeiten beginnen aber bereits am Erntedankfest, dem 2. Oktober 2011. Das Wahrzeichen der Berliner City West mit seinen blauen Fenstern, welches neben dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten, alten Turm erbaut wurde, weihte der ehemalige Berliner Bischof Otto Dibelius am 17. Dezember 1961 als Gotteshaus ein. Die Jubiläumsfeierlichkeiten werden mehrere Monate dauern und beginnen bereits am 2. Oktober 2011 mit einem Festgottesdienst.

Das Programm der Feierlichkeiten am 2. Oktober 2011

Am Erntedankfest, dem 2. Oktober 2011, beginnen die Geburtstagsfeierlichkeiten mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Berliner Gedächtniskirche. Zu diesem feierlichen Gottesdienst wurden viele Menschen, die sich damals für den Kirchenneubau engagiert hatten, eingeladen. Dazu zählen unter anderem ehemalige Pfarrer sowie ehrenamtliche Mitarbeiter und Handwerker. Nach dem Gottesdienst findet auf dem Breitscheidplatz, vor der Berliner Gedächtniskirche, von 11 Uhr 30 bis ungefähr 17 Uhr 30 ein großes Straßenfest statt . Dieses wird von der bekannten Schauspielerin Brigitte Grothum feierlich eröffnet. Für das leibliche Wohl wird mit Kuchen, Erbsensuppe und Getränken gesorgt. Kleine Theateraufführungen, Illusionskünstler und Gesangsgruppen bieten einen unterhaltsamen Nachmittag. Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben, mit einer Mini-Eisenbahn fahren sowie Bastel- und Spielmöglichkeiten nutzen. Wer mag, kann während einer Führung auf das sechzig Meter hohe Turmgerüst steigen.

Berliner Gedächtniskirche - Mahnmal für den Krieg

Der im Zweiten Weltkrieg zerbombte alte Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche steht heute als Mahnmal für die Schrecken des Krieges. Nebenan wurde das moderne Kirchenhaus mit seiner Kapelle und dem viereckigen Turm als Sinnbild für den Neuanfang errichtet. Die Berliner haben ihrer bekanntesten Kirche einen liebevollen Spitznamen verpasst: "Hohler Zahn" wird die Ruine umgangssprachlich genannt.

Die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Bereits im Jahr 1949 begann das Ringen um den Wiederaufbau der zerstörten Kirche am Breitscheidplatz. Der damalige Senat wollte die Ruine abreißen lassen, lediglich der ausgiebige Protest der Berliner bewahrte das Gotteshaus davor. Der Berliner Senat schrieb daraufhin einen Architekturwettbewerb aus, den der Karlsruher Architekt Egon Eiermann für sich entschied. Eiermann integrierte die Ruine in seine Baupläne und errichtete daneben eine neue, moderne Kirche. Auch diese bekam von den Berlinern einen Spitznamen: "Blaue Grotte" wird sie wegen ihrer blau leuchtenden Fenster genannt. Seit dem Jahr 2010 ist die alte Ruine mit einem Baugerüst versehen und total verhüllt. Die Witterung setzte dem Sandstein zu, so dass er aufwendig saniert werden muss. Bis zum Jahresende 2012 werden die Sanierungsarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Quellen:

Bildnachweis: copyright Ulrike P. / Pixelio.de

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