
- Berliner Dom - M.E./ pixelio.de
Unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, feiern die Berliner Jedermann-Festspiele ihr 25. Jubiläum in Berlin. Die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum inszenierte 1987 ihre erste Aufführung des "Jedermann". Damals wurde das Stück erst in der Kreuzberger Kirche am Südstern gezeigt, danach bis 1992 in der Berliner Gedächtniskirche. Seit 1993 wird das theatralische Spektakel im Berliner Dom gespielt. Karten zum Preis zwischen 20 und 61 Euro sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Die Geschichte des "Jedermann"
Am 1. Dezember 1911 wurde das Stück "Jedermann" unter der Regie von Max Reinhardt erstmalig auf einer Bühne gezeigt. Hugo von Hofmannsthal erfand die Geschichte vom wohlhabenden Edelmann, der den Glauben an Gott verlor. Jedermann liebt das Leben und den Luxus und hat viel Spaß mit seiner Geliebten, der Buhlschaft. Er ist egoistisch und denkt erst über sein Leben nach, als er dem Tod begegnet. Das Mysterien-Schauspiel hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren und gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des Berliner Kulturlebens.
Die Besetzung 2011
Die Hauptrolle des Jedermann wird, wie im vergangenen Jahr, von dem Berliner Schauspieler Winfried Glatzeder verkörpert. Als Buhlschaft gibt die Schauspielerin Barbara Wussow ihr Debüt in dieser begehrten Rolle. Ilja Richter spielt in diesem Jahr zum siebten Mal die Geldgier in Person, den "Mammon". In weiteren Rollen stehen Peter Sattmann als Teufel und Sascha Gluth als Tod auf der Bühne. Peter Sattmann ist seit 1998 bei den Jedermann-Aufführungen in wechselnden Rollen dabei. Dagmar Biener mimt die Dicke Base, Ursula Karusseit stellt Jedermanns Mutter dar. Weiterhin sind Stephan Wilke als Koch, Herbert Köfer als Armer Nachbar und Michael Jussen als Schuldknecht zu sehen. Die Regisseurin Brigitte Grothum lässt es sich auch dieses Jahr nicht nehmen, die Rolle des Glaubens selbst zu spielen. Die Aufführungen beginnen täglich um 20 Uhr. Am Freitag, Samstag und Sonntag zusätzlich auch um 15 Uhr.
Der Berliner Dom
1975 begann der Wiederaufbau des im Weltkrieg zerstörten Berliner Doms. Nach seiner Restauration wird der Dom seit dem Jahr 1980 für Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt. Die wunderschöne Architektur des Doms lässt jedes dort stattfindende Konzert zu einem besonderen Erlebnis werden. Seit dem Jahr 1999 kann man auch die restaurierte Hohenzollerngruft besichtigen. In der Gruft wurden vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts 94 adlige Persönlichkeiten bestattet. Der Berliner Dom befindet sich Am Lustgarten 1 in 10178 Berlin und steht auf der Berliner Spree-Insel. Sein ursprünglicher Zweck war es, als Hofkirche der Hohenzollern zu fungieren. In der Haupthalle haben 500 Personen Platz, in der Taufkirche rund 150. Der Berliner Dom ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Eine Anfahrt mit dem Auto wird nicht empfohlen, da es kaum Parkplätze gibt.
Quellen:
- Homepage Jedermann Festspiele
- Homepage Berliner Dom
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