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Berliner Sehenswürdigkeiten vom Hauptbahnhof bis Potsdamer Platz

Berlin Brandenburger Tor - Andreas Agne / pixelio.de
Berlin Brandenburger Tor - Andreas Agne / pixelio.de
In Berlin-Mitte kann zu Fuß eine spektakuläre Stadtbesichtigung über Regierungsviertel, Reichstag, Brandenburger Tor und Holocaust-Denkmal gemacht werden.

Auf dem knapp zwei Kilometer langen Fußweg zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Potsdamer Platz liegen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen Berlins aneinander gereiht, wie Perlen auf einer Schnur.

Berliner Sehenswürdigkeiten am Hauptbahnhof

Die Besichtigungstour beginnt am Hauptbahnhof, der im Mai 2006 fertig gestellt wurde. Direkt hinter dem südlichen Ausgang führt der Weg direkt geradeaus über eine Fußgängerbrücke auf den sogenannten Spreebogen mit dem Regierungsviertel. Am Spree-Ufer befinden sich große, mit Sand bedeckte Areale, die im Sommer als Strandanlagen mit Liegen, Strandkörben, Kinderspielplätzen und Beach-Volleyball-Plätzen genutzt werden.

  • Hinweis: Sechs Jahre lang fand hier, direkt neben dem Hauptbahnhof, das Internationale Sandskulpturenfestival SANDSATIONS statt. Seit 2010 ging es wieder an seinen früheren Standort, am Friedrichshainer Spreeufer bei der O2 World, Mühlenstr. 12-30, 10243 Berlin-Friedrichshain zurück.

Hinter der Brücke liegt links das imposante Paul-Löbe-Haus, ein Parlamentsgebäude. Auf der rechten Seite ist das futuristisch anmutende würfelförmige Bundeskanzleramt zu sehen. Es wurde im Jahr 2001 unter der Regierung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl fertig gestellt. Da es für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, sei hier auf den virtuellen Rundgang durch das Kanzleramt verwiesen.

Weitere Berliner Sehenswürdigkeiten im Regierungsviertel

Vom Kanzleramt aus zeigt sich der alte Reichstag in seiner ganzen monumentalen Pracht. Zwischen ihm und dem Paul-Löbe-Haus ist das 2003 fertig gestellte Marie-Elisabeth-Lüders-Haus auf der anderen Spreeseite zu sehen. Die Fußgängerbrücke, die die beiden neuen Regierungsgebäude verbindet, soll die Vereinigung von Ost- und Westdeutschland symbolisieren.

Nachdem das Reichstagsgebäude längere Zeit aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt war, sind seit Dezember 2010 wieder Besichtigungen möglich. Allerdings gilt dies nur für angemeldete Gruppen mit erfolgter Sicherheitsüberprüfung, die ein Angebot des Besucherdienstes (zum Beispiel eine Hausführung) wahrnehmen, sowie Gäste, die einen Platz im Dachterrassen-Restaurant reserviert haben. Nur sie dürfen die riesige verglaste Kuppel über dem Plenarsaal mit ihren spiralförmig angelegten Rampen besuchen.

Sehenswürdigkeiten rund um das Brandenburger Tor

Hinter dem Reichstag führt ein Weg nach Süden Richtung Brandenburger Tor, das vor ein paar Jahren liebevoll restauriert wurde. Auf seiner westlichen Seite bieten mehrere Schaukästen Informationen zur Geschichte des Tors und Besucher haben einen herrlichen Blick entlang der Straße des 17. Juni, die sich wie eine Schneise durch die Innenstadt Berlins zieht. Deutlich zu sehen ist die Siegessäule von 1873 auf dem Großen Stern mit der goldenen Victoria an der Spitze, die von den Berlinern liebevoll "Gold-Else" genannt wird.

Richtung Osten grenzt der Pariser Platz an das Brandenburger Tor. Hier prallen alte und neue Zeit aufeinander. Die modernen, teilweise wie Bunker aussehenden Gebäude beherbergen Banken, Geschäftshäuser und die Französische Botschaft. Am Hotel Adlon beginnt die bekannte Allee "Unter den Linden", eine der Prachtstraßen Berlins. Dort liegen viele gastronomische Betriebe hintereinander, die Stärkungen für die weiteren Besichtigungstouren anbieten.

Zum Potsdamer Platz via Holocaust-Denkmal

Vom Brandenburger Tor Richtung Süden geht es zum Potsdamer Platz. Im Osten der Ebert-Straße führt der Weg an der amerikanischen Botschaft vorbei zum Holocaust-Denkmal von Berlin, das 2005 errichtet wurde. Auf dem 13.100 qm großen Areal stehen 2711 Stelen unterschiedlicher Höhe, die in Reihen angeordnet sind. Diese Stelen sollen jüdische Grabsteine und ihre graue Farbe die Asche verbrannter Juden symbolisieren. Schon drei Jahre nach seiner Einweihung weist fast die Hälfte der Stelen Haarrisse auf, die nun mühsam repariert werden müssen.

Das gesamte Gelände ist begehbar und interessierte Besucher können sich am "Ort der Informationen", einem unterirdischen Museum mit etwa 800 qm Ausstellungsfläche, über die Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa informieren. Dort sind auch sämtliche bekannten Holocaust-Opfer namentlich aufgeführt.

Moderne Sehenswürdigkeiten auf dem Potsdamer Platz

Mit dem Potsdamer Platz ist das Ziel der kleinen Besichtigungstour erreicht. Hier ist eine Insel der modernen Architektur mitten in Berlin entstanden. Erbaut wurde es auf einem riesigen Brachland, durch das früher die Grenzanlagen liefen. Aufgeteilt ist es in das nördlich liegende Sony-Center und der südlichen Daimler-City. Im Hochhaus Potsdamer Platz 1 fährt der schnellste Fahrstuhl der Welt in ein paar Sekunden zu einer Aussichtsplattform, die einen phantastischen Ausblick über Berlin bietet.

Das Sony-Center umfasst einen großen Innenhof mit einem Wasserbecken und der darüber liegenden offenen Kuppel, die durch Planen etwas Wetterschutz bietet. Die Kuppel ist schon von weitem sichtbar und praktisch ein Wahrzeichen für den Potsdamer Platz. Touristen können sich in einem der Gastronomie-Betriebe niederlassen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen. Im Sony Center befindet sich das Cinemaxx, ein riesiges Kino mit fast zwei Dutzend Sälen und einer 13 Meter langen, über zwei Etagen reichenden Tunnelrutsche als zusätzliche Attraktion. Direkt um die Ecke liegt der Eingang zum Legoland Deutschland Freizeitpark.

Das Zentrum von Daimler-City ist der Marlene-Dietrich-Platz. Neben der Spielbank liegt das Musicaltheater, seit dem Jahr 2000 Sitz der Berlinale, viele kleine Restaurants und Bistros laden hier zum Verweilen ein. In diesem Bereich wurden große Wasserbassins angelegt, die mit ihren Zu- und Abläufen das architektonische Gesamtbild prägen. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Einkaufszentrum Potsdamer Platz-Arkaden.

Die "Berlin 360° Stadtpanoramen" vermitteln einen ersten Eindruck von den einzelnen Stationen dieser Stadtbesichtigung, für die, je nach Interesse an den Sehenswürdigkeiten, ein halber bis ein Tag eingeplant werden sollte. Außerdem bietet das offizielle Hauptstadtportal Berlin Informationen sowie Bild- und Filmmaterial für alle Berliner Sehenswürdigkeiten an.

Dachgartenrestaurant im Reichstag

  • Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr und von 18.30 bis 24.00 Uhr
  • Reservierung unter 030/ 22 62 99 33 oder per E-Mail an kaeferreservierung.berlin@feinkost-kaefer.de.

Ort der Information des Holocaust-Denkmals

  • Öffnungszeiten: April - Sept.: 10 - 20 Uhr, Okt. - März: 10 - 19 Uhr. Montags geschlossen.
  • Führungen: Sa - So 11 Uhr und 14 Uhr (Deutsch) und So 16 Uhr (Englisch), Kosten 3,- Euro

Panoramapunkt Potsdamer Platz 1

  • Plattform: Mo - Fr, So: von 10:00 - 18:00 Uhr (letzte Auffahrt 17:30 Uhr) und Sa: 10:00 - 20:00 Uhr (letzte Auffahrt 19:30 Uhr), Kosten: 8,- Euro
  • Panoramacafé: Mo - Fr, So: von 11:00 - 17:00 Uhr und Sa: von 11:00 - 19:00 Uhr

Bildquellen: Andreas Agne / pixelio.de, Michael Leps / pixelio.de, Bildpixel / pixelio.de, Andreas Agne / pixelio.de, Dieter Schütz / pixelio.de

Dagmar Hering, Dagmar Hering

Dagmar Hering - Nach meinem Abitur absolvierte ich zunächst eine Banklehre und studierte dann Diplom-Biologie. Nach erfolgreichem Abschluss bekam ich ...

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