
- Studenten - dpa, n24
In den Siebzigerjahren träumten Kinder von einer Zukunft als Astronaut, Pilot oder Lokomotivführer. Doch diese Berufe sind mittlerweile out. Heute zählen der Mann auf dem Mond oder in der Luft beim Nachwuchs nicht mal mehr zu den zehn begehrtesten Berufen. Die Kindheitsträume der jungen Menschen haben sich stark verändert.
Das Ergebnis einer Studie des Münchner Marktforschungsinstituts Iconkids & Youth vor gut einem Jahr ist eindeutig. Knapp 700 Sechs- bis Zwölfjährige gaben Auskunft darüber, womit sie später ihr Geld verdienen wollen. Und die Kindheitsträume von damals werden immer früher von realistischen Planungen für die spätere Karriere abgelöst – die Arbeitnehmer von morgen machen sich bereits heute ernsthafte Gedanken über die Zukunft und ihr Einkommen. Zwar gibt jeder Sechste an, von einer Karriere als Profifußballer zu träumen. Doch unter die Top-Ten-Liste kamen auch überraschend unerwartete Berufe wie Ingenieure, die den fünften Platz belegten, oder Forscher auf Platz sechs.
Die Vorstellungen der heutigen Kinder scheinen sogar ziemlich zukunftssicher
Für Wirtschaftsingenieure, Maschinenbauer oder BWL-Studenten sieht die Zukunft ziemlich gut aus, wobei der Bereich Logistik am gefragtesten sein wird. Eine Mischung aus BWL-Wissen und Wirtschaftswissenschaften, etwa Chemie, Medizin und Apotheker werden sehr gute Chancen haben um die steile Karriereleiter zu erklimmen.
Aufgrund des Geburtenrückgangs werden die wenigen zukünftigen Akademiker noch dringender gebraucht und haben somit vor allem im Bereich der anspruchsvollen Tätigkeiten wie Disposition, Organisation, Management, Planung, Beratung, Forschung und Entwicklung beste Voraussetzungen für eine steile Karriere. Auch Techniker für Automation, Mechatronik, Mikrosysteme oder Fahrzeuge weisen ganz gute Berufschancen auf, doch genügend Einschreibungen für technische Studiengänge gibt es immer noch nicht.
Die Technologie verändert das zukünftige Berufsleben
Immer mehr beeinflusst die moderne Technologie unser Leben. Sei es in der Arbeit oder auch persönlich. Vor allem für die etwas ältere Generation, die aber noch nach einer guten Karriere Ausschau hält, ist es wichtig, sich mit den neusten Technologien auszukennen. Dabei ist das Internet heutzutage gar nicht mehr wegzudenken. In fast jedem Unternehmen wird mit Computern gearbeitet und auch Roboter und Maschinen werden in Fabriken und Herstellfirmen sehr oft eingesetzt.
Aufgrund dieser Entwicklung verlieren viele handwerkliche Berufe, etwa der einfache Mechaniker, an Bedeutsamkeit, da diese Arbeit nun von den Robotern übernommen wird. Aber der Technologie-Boom schafft auch eine Menge neue Berufe, die solche Maschinen erbauen oder steuern. Davon werden in Zukunft immer mehr gebraucht, denn es wird einen permanenten Anstieg an Einsetzung der neuen Technologie geben.
Auch Personen, die sich am Computer gut auskennen, werden in Zukunft keine Schwierigkeit haben, eine steile Karriere anzustreben. Um aber eine endgültige Entscheidung zu treffen, welche Branche nun das Beste ist, müssen die persönlichen Fähigkeiten, Leidenschaften und Neigungen berücksichtigt werden. Denn ein motivierter und glücklicher Student beziehungsweise Angesteller oder Arbeiter hat mehr Chancen den Sprung zur steilen Karriere zu schaffen.
